Hunde

Rothund

Rothund im Zoo Magdeburg Rothund im Zoo Magdeburg
© Zoo Magdeburg

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Hunde (Canidae)

Cuon ist eine monospezifische Gattung.

D EN 650

Rothund

Cuon alpinus
Engl.: The Asiatic Wild Dog
Franz.: Le chien sauvage d'Asie

Rothunde im Zoo Magdeburg © Zoo Magdeburg
Rothunde im Zoo Magdeburg © Zoo Magdeburg
Der Wildbestand wird auf weniger als 2500 Erwachsene geschätzt und er geht weiter zurück. Die Art gilt deshalb seit 2004 als stark gefährdet (Rote Liste: ENDANGERED)

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art ist überall, wo sie vorkommt, national geschützt, die Durchsetzung des Schutzes ist aber oft mangelhaft (KAMLER et al., 2015).

Verbreitung: Zentral-, Süd- und Ostasien: Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kasachstan, Kirgistan, Laos, Malysia, Mongolei, Myanmar, Nepal, Russland, Tadschikistan, 112-001-006-001 cuon alpinus NKN1
Rothundrüde (Cuon alpinus) im Zoo Neunkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Thailand, Vietnam

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Dresden, Magdeburg, Neunkirchen, Osnabrück, Schwerin.

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP, seit 2006) wird vom Thüringer ZooPark Erfurt (HM) koordiniert.

Besonderes: Gelegenheitsbeobachtungen einer Forschergruppe aus Zürich haben ergeben, dass die Rothunde im Kanha-Nationalpark (Zentralindien) in Gruppen von 112-001-006-001 cuon alpinus NKN2
Rothundrüde (Cuon alpinus) im Zoo Neunkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
3-18 Tieren auftreten, dass die Gruppen am Morgen grösser sind (Mittel: 8.7), als am Abend (Mittel: 3.8), dass das Streifgebiet einer Gruppe etwa 12 km² Wald- und Wiesland umfasst, dass die Hunde bevorzugt in offenem Gelände jagen, dass 19 von 20 Jagdversuchen gegen Axishirsche gerichtet waren, dass von diesen Versuchen vier erfolgreich verliefen und dass die erfolgreichen Jagdgruppen 6 bis 11 Hunde umfassten. (KELLER, 1973)

Rothund im Zoo Magdeburg © Zoo Magdeburg
Rothund im Zoo Magdeburg © Zoo Magdeburg
Wie Rothunde gehalten werden (Beispiel): Im Tierpark Berlin werden die Rothunde in einem 2007 erstellten Waldgehege von gut 1000 Quadratmetern gehalten. Der Zaun besteht aus 2 m hohen Elementen plus einem nach innen geknickten Aufsatzelement von 0,8 m. Rückwärtig befindet sich ein Absperrstall mit fünf Einzelabteilen, alle ebenfalls mit Schieber untereinander verbunden. Der Bodengrund besteht aus Waldboden, die Gehegeeinrichtung wird von Baumstümpfen, einem Bade- und Tränkteich sowie mehreren hohlen Bäumen, in denen die Rothunde gerne liegen und von dort die Besucher beobachten, gebildet. Im Zoo Dresden befindet sich ein ähnlich gestaltetes Rothundgehege. (BLASZKIEWITZ, 2007)

Taxonomie und Nomenklatur: Es wurden bis zu zehn Unterarten beschrieben, in jüngerer Zeit wurden noch deren drei anerkannt, aber es bestehen Zweifel, ob diese tatsächlich klar unterscheidbar sind.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
BOGUSCH, C. (2002)
ETZDORF, K. (2006)
KELLER, R. (1973)
LUDWIG, W. (2006)
MAISCH, H. (2005)
SOMMER, C. (1990)

Literatur:
BLASZKIEWITZ, B. (2007)
KELLER, R. (1973)
WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

KAMLER, J.F., SONGSASEN, N., JENKS, K., SRIVATSHA, A., SHENG, L. & KuUNKEL, K. 2015. Cuon alpinus. The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T5953A72477893. http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2015-4.RLTS.T5953A72477893.en. Downloaded on 21 September 2016.

PD -10.12.2008 - mehrfach aktualisiert

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Gelesen 6725 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 21 September 2016 08:36
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