Zootierhaltung

Grundsätze

Gepard (Acinonyx jubatus) im Kölner Zoo Gepard (Acinonyx jubatus) im Kölner Zoo
Kölner Zoo

Zoologische Gärten halten ihre Tiere nach den Erkenntnissen der Tiergartenbiologie, einer von HEINI HEDIGER im Jahr 1942 begründeten Fachrichtung, die ein Grenzgebiet unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen mit einem Bezug zur Haltung von Tieren in Menschenobhut darstellt.

Dazu gehören z.B. Zoologie, Botanik, Tiermedizin, Ethologie, Genetik, Ernährungslehre, Ökologie, Zoogeografie, Humanpsychologie, also alles, was im Zoo von biologischer Relevanz ist.

Die Tiergartenbiologie sucht diese unterschiedlichen Disziplinen zu einer Einheit zu synthetisieren. Sie liefert einerseits die Grundlagen für die optimale Haltung von Wildtieren im Zoo und erforscht und formuliert andererseits die besonderen biologischen Gesetzmäßigkeiten, die sich aus der Zootierhaltung für Tier und Mensch ergeben.

Im Rahmen des Weltverbandes (WAZA) sowie des Europäischen Verbandes der Zoos und Aquarien (EAZA) wurden ethische Richtlinien verabschiedet, welche die Zoos u. a. verpflichten, dem Wohlergehen der ihnen anvertrauten Tiere jederzeit höchste Priorität einzuräumen. Gesetzliche Vorgaben im Tierschutz sollten sie stets als Mindestanforderungen betrachten und danach streben, ihre Tieren möglichst optimale Lebensbedingungen zu bieten. Angemessene Pflegebedingungen sind zwingend und eine gute tierärztliche Versorgung muss vorhanden sein. 

Literatur:
HEDIGER, H. (1942)

PD - 07.01.2013

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Gelesen 6605 mal Letzte Änderung am Freitag, 17 Juni 2016 08:20
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