Archiv 2010

Erlebnis Zoo Hannover - Mit Kängurus um die Wette hüpfen

Outback im Erlebniszoo Hannover Outback im Erlebniszoo Hannover
Peter Dollinger, VDZ

19.03.2010 - Hannover. Roter Sand, ein trockenes Flussbett. Irgendwo dreht sich leise ratternd ein Windrad. In der Ferne ein rustikales Farmhaus mit Wellblechdach: Willkommen im Outback von Australien. "Welcome to nowhere", heißt es auf dem Stapel Reifen, der eine Abzweigung markiert. Unendliche Weite, unwirkliche rote Berge, die aus dem Nichts auftauchen. Genau wie das kleine Känguru, das plötzlich mitten auf dem Weg steht. Zum Saisonstart 2010 eröffnet der Erlebnis-Zoo seine sechste Themenwelt, die neue Australienlandschaft "Outback" mit begehbarer Bennett-Känguru Anlage. Auf über 5.300 m² tummeln sich hier Rote Riesenkängurus, Emus, Sumpfwallabys, Bennett-Kängurus und Wombats. Das warme Rot des

"Outback" erinnert sofort an Ayers Rock, das bekannteste Felsplateau Australiens

Die kleinen Bennett-Kängurus stellen sich den Besuchern in ihrer neuen begehbaren Anlage gern aus der Nähe vor. Wie nah, entscheiden die Beuteltiere natürlich selbst. Eine Taschenkontrolle werden sie nicht zulassen, aber wenn man in die Hocke geht (die Kängurus sind nur knapp einen Meter groß!), kann man den kleinen Tieren direkt in die Augen sehen! So ganz aus der Nähe betrachtet, erinnert die Nase eines Bennett-Kängurus an die eines Hundes. Breit, schwarz, ein bisschen feucht. Und wenn man schon mal so nah dran ist: Die Augen sind dunkelbraun. Umrahmt von langen, dichten Wimpern. Wenn es noch näher hüpft, sieht man rotes Fell in seinem Nacken und an den Schultern. Gestatten: Rotnackenkänguru, bekannter als Bennett-Känguru. Blickfang im Reich der Bennett-Kängurus ist eine alte Tankstelle. Seit Jahren scheint hier in der Wildnis des Outback kein Fahrzeug mehr vorbei gekommen zu sein. Für Nachnutzung ist gesorgt: Hinter Autoreifen und Zapfsäule, Ölfässern und Wasserbecken liegt jetzt das Schlafgemach der kleinen Kängurus.

Über eine große Holzbrücke (der Fluss darunter ist längst ausgetrocknet) geht es weiter zu den Riesenkängurus, die auf roten Hügeln in der Sonne sitzen oder in Riesensprüngen den bis zu 50 km/h schnellen Emus hinterher hüpfen. Mit lehmverschmierter Nase grüßt ein Wombat und buddelt weiter. Willkommen im Outback! "Die Region Hannover hat den größten Teil aus den Mitteln des Konjunkturpakets II in Bildung investiert. Wir wollen aber auch etwas für Freizeit und Naherholung tun und haben daher dem Zoo für den Bau der 5.300 Quadratmeter großen Australien-Anlage 980.000 Euro zur Verfügung gestellt", so Regionspräsident Hauke Jagau. 500.000 € steuerte der Zoo aus eigenen Mitteln bei.

Gelesen 4014 mal Letzte Änderung am Dienstag, 22 Januar 2013 16:19
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