Katzen

Serval

Junger Serval (Leptailurus serval) im Zoo Eberswalde Junger Serval (Leptailurus serval) im Zoo Eberswalde
© Zoo Eberswalde

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Katzenartige (Feliformia)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)

Monospezifische Gattung mit mehreren Unterarten.

D LC 650

Serval

Leptailurus serval
Engl.: The Serval
Franz.: Le serval

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Junger Serval (Leptailurus serval) im Zoo Eberswalde © Bern Hensch, Erberswalde
In großen Teilen seines Verbreitungsgebiets (südlich der Sahara) ist der Serval relativ häufig und weitverbreitet. Er wird deshalb nicht als gefährdet beurteilt (Rote Liste: LEAST CONCERN). Die Zerstörung von Feuchtgebieten und der Fellhandel in Westafrika können aber lokal ein Problem darstellen. Die Bestände nördlich der Sahara hingegen werden als regional gefährdet beurteilt, da weniger als 250 erwachsene Tiere existieren und jede Population aus weniger als 50 Tiere besteht und total isoliert ist.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Fast überall in Afrika südlich der Sahara, mit Ausnahme des tropischen Regenwalds und der Wüstengebiete. NördlichJunge Servale (Leptailurus serval) im Zoo Eberswalde © Zoo Eberswalde
Junge Servale (Leptailurus serval) im Zoo Eberswalde © Zoo Eberswalde
der Sahara kommt der Serval nur in Marokko und eventuell in Algerien vor. Außerdem wurde er in Tunesien wiedereingeführt.

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Berlin Tierpark, Cottbus, Dortmund, Eberswalde, Gelsenkirchen, Hoyerswerda, Krefeld, Osnabrück, Saarbrücken, Schmiding

Besonderes: Der Serval ist ein hochspezialisierter Nagetierjäger, der mit seinen großen Ohren, langen Beinen und seinem schlanken Körper gut an das Jagen im hohen Gras angepasst ist. Er jagt allein, paar- oder familienweise durch Anschleichen und fängt die Beute mit einem "Mäuselsprung", ähnlich wie dies auch Rotfüchse tun. Nebst Nagern erbeutet er auch Hasen und kleine Antilopen, Vögel und Reptilien.

Nach einer Tragzeit von 66-76 Tagen werden meist 1-3 Junge mit einem Gewicht von knapp 300 g geboren. Diese bleiben etwa 4-5 Wochen am Geburtsplatz, einer Erdhöhle, etwa einem verlassenen Erdferkel- oder Stachelschweinbau, oder, von der Mutter bevorzugt, einem Versteck im Gebüsch. Sie werden mit etwa 1.5-2.5 Jahren geschlechtsreif.

Bei den im Säugetiergutachten 2014 des BMEL vorgegebenen Gehegegrößen für Mittelkatzen liegt ein redaktionelles Versehen vor. Der Text, auf den sich die Arbeitsgruppe geeinigt hatte, lautet für den Serval und die anderen Mittelkatzen wie folgt: „Außengehege 50 m² pro Paar, unterteilt in verbindbare Einzelgehege (Verhältnis 1:1 oder 1:2), für kletternde Arten 2.50 m hoch. Falls für nicht winterharte Arten Außengehege vorgesehen sind, ist zusätzlich ein heizbarer, unterteilbarer Innenraum von 20 m² / 50 m³ pro Paar, erforderlich.“

Literatur:
GRIMMBERGER, E. & RUDLOFF, K. (2009)
WEIGEL, I. (1970)

WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

PD/SN - 10.03.2011; 28.11.2013; 04.12.2014; 07.01.2015

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Serval im natürlichen Lebensraum, Mkomasi-Nationalpark, Tansania © Fabian Schmidt, Zoo Leipzig

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Gelesen 4406 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Januar 2015 23:33
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