Katzen

Bengalkatze

Amurkatze (Prionailurus b. euptilura) im Zoo Augsburg Amurkatze (Prionailurus b. euptilura) im Zoo Augsburg
© Norbert Steffan / Zoo Augsburg

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Katzenartige (Feliformia)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)

Zur Gattung Prionailurus werden vier Arten gezählt, darunter je eine potenziell gefährdete, gefährdete und stark gefährdete. In VdZ-Zoos werden drei Arten gehalten.

D LC 650

Bengalkatze, Amurkatze

Prionailurus bengalensis 
Engl.: The Amur Leopard Cat
Franz.: Le chat léopard de Sibérie

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Palawan-Bengalkatzen (Felis bengalensis heaneyi)im Tierpark Berlin. Pressefoto TP Berlin
Obwohl einige Unterarten auf Inseln gefährdet sind, ist die Bengalkatze als Art noch weitverbreitet und häufig. An gewissen Orten gehen die Bestände zwar auf Grund von Jagd und Lebensraumverlust zurück, in vielen anderen Gebieten sind sie aber stabil oder sogar zunehmend (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Palawan-Bengalkatzen (Felis bengalensis heaneyi) im Tierpark Berlin © Carlos Frey, Berlin
Der internationale Handel mit Bengalkatzen aus Bangladesch, Indien und Thailand ist durch CITES-Anhang I eingeschränkt, in alle anderen Populationen ist der Handel nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Weitverbreitet in Asien: In großen Teilen von Indien, in Pakistan und Afghanistan, entlang dem Himalaya, über große Teile von China bis zur Koreanischen Halbinsel, ausserdem in Südostasien, und auf den Inseln von Sumatra, Java, Borneo und Taiwan. Auch auf vielen kleine Inseln in Südostasien zu finden.

Haltung in VdZ-Zoos:
Amurkatze (Prionailurus b. euptilurus): Augsburg, Bernburg, Chemnitz, Tallinn
Palawan-Bengalkatze (Prionailurus b. heaneyi): Berlin-Tierpark

Besonderes: Von der Bengalkatze wurden zahlreiche Unterarten beschrieben, wovon gegenwärtig zwölf anerkannt sind. Phänotypisch unterscheidet sich die Amurkatze (Prionailurus b. euptilurus) so stark von den südasiatischen Formen, dass sie bisweilen als eigene Art angesehen wurde. Dagegen spricht aber, dass es in China Zwischenformen gibt. Die enorme Variabilität der Art wird schon aus den Körpermaßen und dem Körpergewicht deutlich: Die Kopf-Rumpflänge variiert von 45-75 cm, die Schwanzlänge von 19.5-31.5 und das Gewicht von 1.7 bis 7.1 kg. Von den verschiedenen Inselfomen wurde die auf der japanischen Insel Iriomote vorkommende P. p. iriomotensis schon als eigene Art angesehen.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten: 
NIEMANN, N. (2008)

Literatur:
WEIGEL, I. (1970)

WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

PD/SN - 15.02.2010; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 7199 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 08 September 2016 07:30
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