Katzen

Nebelparder

Nebelparder (Neofelis nebulosa) im Zoo Frankfurt Nebelparder (Neofelis nebulosa) im Zoo Frankfurt
© Zoo Frankfurt

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Katzenartige (Feliformia)
Familie: Katzen (Felidae) 
Unterfamilie: Grosskatzen (Pantherinae)

Neofelis galt früher als monospezifische Gattung. 2006 wurden die Populationen der Sundainseln als eigene Art (Neofelis diardi) abgespaltet. Beide Arten gelten als gefährdet. In VdZ-Zoos wird nur die Festlandform gehalten.

D VU 650

Nebelparder

Neofelis nebulosa 
Engl.: The Clouded Leopard
Franz.: La panthère nébuleuse

Nebelparder (Neofelis nebulosa) im Zoo Dortmund © Zoo Dortmund
Nebelparder (Neofelis nebulosa) im Zoo Dortmund © Zoo Dortmund
Der Nebelparder lebt vor allem in tropischen Regenwäldern. Genau dieser Lebensraum wird in Südostasien gegenwärtig am schnellsten durch Abholzung zerstört. Eine weitere Gefahr für den Nebelparder ist der illegale Handel mit Fellen und Knochen. Die Gesamtpopulation wird auf weniger als 10'000 erwachsene Tiere geschätzt. Er wird deshalb als gefährdet eingestuft. (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist durch CITES-Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Südostasien: Bangladesch, Bhutan, Burma, China, Indien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, Thailand, Vietnam.
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Junger Nebelparder (Neofelis nebulosa) im Tierpark Berlin © Carlos Frey, Berlin
Ausgestorben in Taiwan.

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Dortmund, Duisburg, Wuppertal

Besonderes: Der Zoo Frankfurt hielt von 1961 bis 1988 Nebelparder im alten Raubtierhaus, wo es 1963 zur Welt-Erstzucht kam. Von 1963 bis 1970 zogen zwei Weibchen in elf Würfen 27 Jungtiere groß. Auch im neuen Frankfurter Katzendschungel waren eine Zeit lang wieder Nebelparder zu sehen - wenn man Glück hatte, denn Nebelparder sind überwiegend 112-007-002-002 neofelis nebulosa mantel PD
Bis zum Inkrafttreten von CITES wurden Nebelparder in relativ geringem Umfang für den internationalen Pelzhandel gejagt © Peter Dollinger, Zoo office Bern, Aufnahme bei einem Kürschner in Genf
nachaktiv. Hier kam am 7. April 2006 nach einer Tragzeit, die zwischen 87 bis 92 Tagen lag, der erste Wurf zur Welt. Ferner waren im Wuppertaler Zoo wiederholt Nachzuchten des in Teilen seines Ursprungsgebiet Bandar bagh, "Affentiger", andernorts Harimau dahan, "Baumtiger", genannten Nebelparders zu verzeichnen, ebenso in Duisburg, wo es seit 1992 eine Zuchtanlage gibt. Im Sommer 2010 eröffnete der Zoo Dortmund eine neue Nebelparderanlage, die mit zwei Tieren aus Großbritannien besetzt wurde. (Quellen: Diverse Pressemitteilungen der Nebelparder haltenden Zoos).

Literatur:
GRIMMBERGER, E. & RUDLOFF, K. (2009)
WEIGEL, I. (1970)

WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

PD/SN - 10.09.2010; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 8490 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 September 2016 15:42
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