Robben

Mähnenrobbe

Mähnenrobbe im Zoo Heidelberg Mähnenrobbe im Zoo Heidelberg
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia) bzw. Robben (Pinnipedia)
amilie: Ohrenrobben (Otariidae)

Die Ohrenrobben (Otariidae) zählen 7 Gattungen mit 16 Arten, darunter die monospezifische Gattung Otaria. 

Red list status Least concern

Mähnenrobbe, Patagonischer Seelöwe

Otaria flavescens (=byronia)
Engl.: The South American Sea Lion
Franz.: L'otarie è crinière
    
Junge Mähnenrobbe im Tiergarten Schönbrunn © DZ, Wien
Junge Mähnenrobbe im Tiergarten Schönbrunn © DZ, Wien
Die Mähnenrobbe hat eine weite Verbreitung und einen großen Bestand von etwa einer Viertelmillion Tieren. Er gilt gegenwärtig als nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Verbreitung: Südamerika: Küsten von Argentinien, Südbrasilien, Chile, Falklandinseln, Peru, Uruguay, gelegentlich Ekuador

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Verbreitung der Mähnenrobbe (Otaria byronia)
Haltung in VdZ-Zoos: Bremerhaven, Heidelberg, München, WienSchönbrunn

Besonderes: Im Freiland sterben viele junge Mähnenrobben in den ersten Lebenswochen, weil sie von schwereren Artgenossen erdrückt werden oder bei den ersten Schwimmversuchen ertrinken.
        
Die Mütter sind direkt nach der Geburt wieder empfängnisbereit und dementsprechend ziehen sie die 500 kg schweren Bullen an. Bei dem nicht immer nur zärtlichen Liebensspiel können die kleinen Robben schon mal dazwischen geraten und werden erdrückt. Im Zoo Heidelberg wird dies verhindert, indem Mutter und Kind die ersten Wochen nach der Geburt zunächst vom Rest der Gruppe getrennt werden, solange bis der Nachwuchs an Land und im Wasser sicherer geworden ist und nicht mehr ganz so eng an der Mutter "klebt".

Das Säugetiergutachten 2014 gibt für 5 Ohren- bzw. Hundsrobben generell eine Beckenfläche von 200 m² und eine Kubatur von 400 m³ vor bei Wassertiefen, die sich jeweils an der Körperlänge der Tiere orientieren. Wie diese Zahlen zustande kamen, wurde nie begründet. Die Fläche liegt über der Empfehlung der EAZA Best Practice Guidelines und ein fixes Volumen ist sinnfrei, wenn die Wassertiefe auf die Körperlänge der Tiere abgestimmt werden soll. Zudem tragen einheitliche Beckendimensionen dem Umstand nicht Rechnung, dass es massive Größenunterschiede zwischen den einzelnen Arten gibt (mittleres Gewicht weibliche Südamerikanische Seebären 45 kg, Südliche See-Elefanten 700 kg). Eine Differenzierung ist deshalb angezeigt. Für Zucht- oder Weibchengruppe von Mähnenrobben ist die Vorgabe des Säugetiergutachtens angemessen.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
FEHR, U. (2004)
JURCZYNSKI, K. (2012)
MARKOWSKI, S. (2013)

Literatur:
MEIJER, G. (2008)

ATL-isla de lobos UY otaria
Mähnenrobben (Otaria byronia) im natürlichen Lebensraum. Isla dos Lobos, Uruguay

PD - 16.08.2009; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 5278 mal Letzte Änderung am Samstag, 24 September 2016 11:49
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