Exotische Froschlurche

Greiffrösche (Makifrösche) - Phyllomedusa

Riesenmakifrosch (Phyllomedusa bicolor) in der Wilhelma Stuttgart Riesenmakifrosch (Phyllomedusa bicolor) in der Wilhelma Stuttgart
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Familie: Laubfrösche (Hylidae)
Unterfamilie: Greiffrösche (Phyllomedusinae)

Die Makifrösche der Gattung Phyllomedusa  umfassen 32 Arten, von denen etwa fünf in VdZ-Zoos gehalten werden.

D LC 650

Riesenmakifrosch

Phyllomedusa bicolor
Engl.: The Giant Waxy Tree Frog
Franz.: La rainette-singe bicolore

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Riesenmakifrosch (Phyllomedusa bicolor) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Riesenmakifrosch ist weit verbreitet und häufig und kommt in mehreren Schutzgebieten vor. Er ist daher nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Riesenmakifroschs (Phyllomedusa bicolor)
Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Tropisches Südamerika : Bolivien, Brasilien, Französisch Guiana; Guyana; Kolumbien, Peru; Surinam; Venezuela

Haltung in VdZ-Zoos: Bern, Köln, Neuwied, Stuttgart
        
Besonderes: Der nachtaktive Riesenmakifrosch besiedelt primären Regenwald aber auch Sekundärwälder. Außerhalb der Paarungszeit lebt er in den Baumkronen, in der Regel wenigstens 8 Meter über Grund. Die Frösche paaren sich bei intensivem Regen auf Blättern etwa 1 m über dem Wasser. Das Weibchen legt etwa 150 Eier, die auf das jeweilige Blatt abgelegt werden. Die Larven fallen nach dem Schlupf ins Wasser. Sie werden bis 51 mm lang (HERRMANN, 2005).

Literatur:
HERRMANN, H. J. (2005)

PD - 28.05.2012; mehrfach aktualisiert

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D LC 650

Bolivianischer Makifrosch

Phyllomedusa boliviana
Engl.: The Red-rimmed Leaf Frog
Franz.: La rainette-singe de Bolivie
        
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Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa boliviana) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Bolivianische Makifrosch ist weit verbreitet,zumindest in Teilen seines Areals häufig und kommt auch in Nationalparks vor. Er gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Bolivianischen Makifroschs (Phyllomedusa boliviana)
Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Zentrales Südamerika : Bolivien (Dept. Santa Cruz), Nordwest-Argentinien, West-Brasilien  (westlicher Mato Grosso und Rôndonia)

Haltung in VdZ-Zoos: Gegenwärtig (Dezember 2015) wohl keine, auch in anderen europäischen Zoos eher nicht. Früher Köln und Stuttgart.

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Bolivianischer Makifrosch (Phyllomedusa boliviana) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes: Der Bolivianische Makifrosch kommt hauptsächlich in Trockenwäldern in Höhenlagen von 200-1800 m vor. Das Weibchen legt seine 150 Eier auf Blätter oberhalb von temporären Tümpeln. Die Larven fallen nach dem Schlupf ins Wasser.

Bei diesem nachtaktiven Frosch verhalten sich die erwachsenen Männchen territorial. Bevor sie miteinander um eine Territorium kämpfen, warnen sie durch Beinestrecken, ähnlich wie die Winkerfrösche.

Möglicherweise handelt es sich nicht nur um eine Art, sondern um einen Artkomplex.

Literatur und Internetquellen:

DE LA RIVA, I., COLLI, G., LAVILLA, E. (2010): Phyllomedusa boliviana. The IUCN Red List of Threatened Species 2010: e.T55842A11379260. http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-2.RLTS.T55842A11379260.en. Downloaded on 25 December 2015.

ENYCLOPEDIA OF LIFE

PD - 24.11.2009; mehrfach aktualisiert

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D LC 650

Warziger Makifrosch

Phyllomedusa sauvagii
Engl.: The Waxy Monkey Leaf Frog
Franz.: La rainette-singe du Gran Chaco

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Warziger Makifrosch (Phyllomedusa sauvagii) im Zoo-Aquarium Berlin © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Warzige Makifrosch gilt nicht als gefährdet, da er weit verbreitet ist, wahrscheinlich eine große Gesamtpopulation hat und es unwahrscheinlich ist, dass die Bestände in nächster Zeit stark zurückgehen (Rote Liste: LEAST CONCERN). Dieser Frosch wird aber auch für den Tierhandel gefangen und in Argentinien könnten einige Bestände durch die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht sein (Land- und Forstwirtschaft, Verschmutzung, Feuer).

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Approximative Verbreitung des Warzigen Makifroschs (Phyllomedusa sauvagii)
Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Zentrales Südamerika  (Gran Chaco Region): Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo-Aquarium, Frankfurt

Besonderes: Der Warzige Makifrosch besiedelt relativ trockene Habitate, wo die kurzen Regenzeiten für die Fortpflanzung genutzt werden. Die Paarung erfolgt bei intensivem Regen an stehenden Gewässern. Die Eier werden an Blättern abgelegt. Die Larven erreichen vor der Metamorphose eine Gesamtlänge von über 11 cm (HERRMANN, 2005)

Literatur:
HERRMANN, H. J. (2005)

PD/SN - 28.05.2012; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 4500 mal Letzte Änderung am Dienstag, 25 Oktober 2016 15:11
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