Schlangen

Königsnattern - Lampropeltis

Milchschlange (Lampropeltis triangulum) im  Kölner Zoo Milchschlange (Lampropeltis triangulum) im Kölner Zoo
Thomas Ziegler, Kölner Zoo

Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea oder Xenophidia)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Land- und Baumnattern (Colubrinae)

Die Gattung Lampropeltis  zählt mittlerweile 14 Arten mit zahlreichen Unterarten. In VdZ-Zooos werden viele Formen gehalten.

D LC 650

Mexikanische Königsnatter

Lampropeltis mexicana
Engl.: The Mexican Kingsnake
Franz.: Le serpent-roi de San Luis

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Durango-Königsnatter Lampropeltis mexicana greeri) im Zoo Augsburg © Zoo Augsburg
Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und vermutlich großen Population sowie geringer Risiken gilt die Art nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung der Mexikanischen Königsnatter (Lampropeltis mexicana)
Der internationale Handel ist nicht unter CITES geregelt.

Verbreitung: Mexiko

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Hoyerswerda

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Durango-Königsnatter Lampropeltis mexicana greeri) im Zoo Augsburg © Zoo Augsburg
Besonderes: Diese weitgehend dämmerungs- und nachtaktive, in Höhenlagen von 1'300-2'400 Metern vorkommende  Königsnatter kann eine Länge von gut einem Meter erreichen. Es werden drei Unterarten differenziert, wobei zahlreiche Varietäten hinsichtlich Zeichnungsmuster und Färbung vorkommen, einschließlich melanistischer und albinotischer Exemplare. Unterschiedlichen Formen können bei Schlangen vorkommen, die aus demselben Gelege stammen.

Die Paarung findet statt, nachdem die Tiere aus ihrer Winterruhe gekommen sind. Die 6-12 Eier werden meist im Mai / Juni abgelegt. Bei einer Temperatur von 27-29°C schlüpfen die Jungen nach 66-72 Tagen. Im Freiland ernähren sie sich von kleinen Eidechsen.

Literatur:
TRUTNAU, L. (2002a)

PD - 08.06.2014; aktualisiert

D LC 650

Arizona-Königsnatter, Bergkönigsnatter

Lampropeltis pyromelana
Engl. The Sonoran Mountain Kingsnake
Franz.: Le serpent-roi de Chihuahua
     
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Arizona-Königsnatter (Lampropeltis pyromelana knoblochi) im Kölner Zoo © Thomas Ziegler, Zoo Köln
Verbreitung und Bestand sind vermutlich stabil. Die Art gilt daher nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung der Arizona- oder Bergkönigsnatter (Lampropeltis pyromelana)
Der internationale Handel ist nicht unter CITES geregelt.

Verbreitung: Mexiko, USA

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-305-005-144-004 lampropeltis pyromelana woodini augsbg
Huachuca-Bergkönigsnatter (Lampropeltis pyromelana woodini) im Zoo Augsburg © Zoo Augsburg
Tierpark, Frankurt, Neuwied, Wien

Besonderes: Die Arizona-Königdnastter ist eine der schönsten dreifarbigen Königsnattern. Ihre Zeichnung besteht aus ziegel- bis leuchtendroten und weißen oder gelben Ringen, die durch breite schwarze Ränder voneinander getrennt sind (TRUTNAU, 2002a). Diese Königsnatter lebt im Gebirge von ca. 900 bis 2'800 m.ü.M. in deckungsreichen Lebensräumen mit Fels und Totholz, meist in Gewässernähe. Das Gelege besteht aus bis zu sechs Eiern, die im Juni oder Juli abgelegt werden. Die etwa 25 cm langen Jungen schlüpfen nach etwa drei Monaten (MEHRTENS, 1993).

Literatur:
MEHRTENS, J. M. (1993)
TRUTNAU, L. (2002a)

PD/SN - 11.12.2009; mehrfach aktualisiert

D NB 650

Milchschlange, Rote Königsnatter

Lampropeltis triangulum
Engl.: The Milk Snake
Franz.: La couleuvre faux-corail

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Sinaloa-Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum sinaloae) in der Wilhelma Stuttgart © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art ist in der für Nattern revisionsbedürftigen Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Von Südost-Kanada die USA, Mexiko und ganz Mittelamerika bis Venezuela und Ekuador

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Darmstadt, 305-005-144-005 lampropeltis triangulum sinaloae augsbg
Sinaloa-Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum sinaloae) im Zoo Augsburg © Zoo Augsburg
Dresden, Erfurt, Köln, Leipzig, Neuwied, Rostock, Straubing, Stuttgart, Wuppertal, Zürich

Besonders oft wird die Unterart sinaloae gehalten.
        
Besonderes: Es gibt 23 Unterarten der bereits 1788 beschriebenen Lampropeltis triangulum, die sehr unterschiedlich gefärbt und gezeichnet sind und unterschiedliche Lebensräume bevorzugen. Die meisten kommen in den USA vor. Hier wird die Art "Milk Snake" genannt wegen des Irrglaubens, dass sie Kühe melken. Zwar dringen sie oft in Kuhställe ein, allerdings nicht wegen der Kühe, sondern um dort Mäuse zu fangen. Außerdem fressen sie kleine Schlangen, Echsen und gelegentlich Vögel. Das Gelege der bis zu 1.80 m langen Schlangen besteht aus bis zu 17 Eieren. Die Jungen schlüpfen nach etwa zwei Monaten.

Literatur:
MEHRTENS, J. M. (1993)
TRUTNAU, L. (2002a)

PD/SN - 11.06.2012; mehrfach aktualisiert

D LC 650

Korallen-Königsnatter

Lampropeltis zonata
Engl.: The California Mountain Kingsnake    
        
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Korallen-Königsnatter (Lampropeltis zonata) im Zoo Basel © Thomas Jermann, Zoo Basel
Obwohl die Populationen gebietsweise abnehmen, wird der Bestand der Art noch als gesichert betrachtet Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung der Korallen-Königsnatter (Lampropeltis zonata)
Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Mexiko (nördöiches Baja California) und USA (Kalifornien, Oregon, Süd-Washington)

Haltung in VdZ-Zoos: Gegenwärtig (Februar 2016) keine

Besonderes: Die Korallen-Königsnatter ist bei hohen Sommertemperaturen überwiegend nachtaktiv, ansonsten auch am Tag und nimmt gerne Sonnenbäder. Ihre Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von 2'450m. Sie bewohnt vorzugsweise tief eingeschnittene, waldbestandene Canyons mit feuchtem Untergrund, tritt aber auch in Geröllhalden und Felshängen auf. Sie frisst Kleinsäuger, Echsen und kleine Schlangen und gerne auch Vogeleier. Zwischen September und November zieht sie sich zur Überwinterung zurück und kommt erst im März oder April wieder zum Vorschein, worauf die Paarungszeit beginnt (TRUTNAU, 2002a).

Im Juni legt das Weibchen maximal 8 Eier, aus denen nach etwas mehr als zwei Monaten etwa 20 cm lange Junge schlüpfen (MEHRTENS, 1993).

Literatur:
MEHRTENS, J. M. (1993)
TRUTNAU, L. (2002a)

PD/SN - 10.11.2009; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 5834 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Dezember 2016 14:46
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