Schildkröten

Pantherschildkröten - Geochelone (Stigmochelys)

Pantherschildkröte (Geochelone pardalis) im Aquazoo Düsseldorf Pantherschildkröte (Geochelone pardalis) im Aquazoo Düsseldorf
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Landschildkröten (Testudinidae)

Bis 2002 allgemein als Geochelone bezeichnet. Die Gattung bzw. Untergattung Stigmochelys besteht aus nur einer Art, die bisweilen in zwei Unterarten aufgeteilt wird. Die Art wird in VdZ-Zoos gehalten.

D LC 650

Pantherschildkröte

Geochelone (=Stigmochelys) pardalis
Engl.: The Leopard Tortoise
Franz.: La tortue-panthère

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Approximative Verbreitung der Pantherschildkröte (Geochelone = Stigmochelys pardalis). Rot = Unterart pardalis; dunkelblau = Unterart babcocki
Die Art gilt aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2014 als nicht gefährdet.

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Ost-, Süd- und Südwestafrika : Angola, Äthiopien, Botswana, Burundi, Dschibuti, Kenia, DR Kongo, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Sudan, Swasiland. In Lesotho bermutlich ausgestorben.

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo-Aquarium, Duisburg, Düsseldorf, Eberswalde, Karlsruhe, Neuwied, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schmiding, Stralsund, Tallinn, Wien-Haus-des-Meeres

Besonderes: Erwachsene Pantherschildkröten haben im Freiland meist ein Gewicht von 10-15 kg, gehaltene Tiere können bisweilen mehr als 40 kg schwer werden. Der hochgewölbte, im Nackenbereich tief eingekerbte, meist schwarzgelb gefleckte Rückenpanzer der Pantherschildkröte wird bis zu 70 cm lang und weist hinten gesägte Randschilder auf. Auf den Oberschenkeln befinden sich kegelförmige Sporne. Die Pantherschildkröte ist omnivor und tagaktiv. Sie besiedelt offene, eher trockene Savannen oder Buschland von Meereshöhe bis 2900 m.ü.M., kommt aber auch in Wüsten und Halbwüsten mit 100-1400 mm Jahresniederschlag und in Wäldern vor. Nach Einsetzen der Regenzeit unternehmen die Schildkröten bisweilen ausgedehnte Wanderungen (ROGNER, 2008). Die Weibchen legen bis zu fünfmal pro Jahr jeweils 6-20 Eier in 20-30 cm tiefe Gruben, die sie danach sorgfältig verschließen und tarnen. Die Jungen schlüpfen nach 4-14 Monaten (PATTERSON & BANNISTER, 1988).

Literatur:
PATTERSON, R. & BANNISTER, A. (1988)
ROGNER, M. (2008)

PD/SN - 15.05.2010; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 2751 mal Letzte Änderung am Samstag, 20 Mai 2017 14:28
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