Schildkröten

Spaltenschildkröte - Malacochersus

Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri) im Zoo Neunkirchen Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri) im Zoo Neunkirchen
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Landschildkröten (Testudinidae)

Malacochersus ist eine monospezifische Gattung. Die einzige Art wird in VdZ-Zoos gezeigt, oft vergesellschaftet mit Echsen und Vögeln aus afrikanischen Trockengebieten oder mit Kurzohr-Rüsselspringern.

D VU 650

Spaltenschildkröte

Malacochersus tornieri
Engl.: The African Pancake Tortoise, Softshell or Tornier's Tortoise
Franz.: La tortue de Tornier

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Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri) im Zoo Neunkirchen © PPeter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art gilt nach einer Beurteilung aus dem Jahr 1996 als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

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Approximative Verbreitung der Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri)
Der Internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt

Verbreitung: Ostafrika : Kenia, Nordost-Sambia, Tansania

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Tierpark, Darmstadt, Düsseldorf, Erfurt-Zoo, Frankfurt, Hannover, Heidelberg, Leipzig, Magdeburg, München, Rostock, Wien-Schönbrunn

Europäisches Zuchtbuch (ESB, seit 2002)
        
Besonderes: Spaltenschildkröten werden nur 15-20 cm lang. Ihr Rückenpanzer ist stark abgeflacht und so dünn, dass man die Atembewegungen sehen kann.  Die Weichheit ihres Panzers machen sie anfälliger für Prädatoren als andere Landschildkröten. Bei Gefahr laufen sie flink zur nächsten schützenden Felsspalte, wo sie sich so mit Luft vollpumpen, dass sich ihr Panzer fest im Fels verkeilt. Dabei können siei eine doppelt bis dreimal so hohe Geschwindigkeit erreichen wie andere Landschildkrötenarten (SCHMIDT, 2003).

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Junge Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri) im Zoo Basel – Größenvergleich © Zoo Basel
Spaltenschildkröten leben auf Koppies, isolierten Felshügeln in der ostafrikanischen Dornbuschsavanne (Acacia, Commiphora) und im Miombo-Trockenwald (Brachystegia)  in Höhenlagen von 50 - 1800 m, wobei ihr bekanntes Artareal nicht zusammenhängend ist (CHANSA & WAGNER, 2006). Das Gelege besteht aus 1-2 Eiern, die Jungen schlüpfen je nach Temperatur nach 99-340 Tagen (ROGNER, 2008).

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten: 
SCHMIDT, F. (2003)

Literatur: 
CHANSA, W. & WAGNER, P. (2006)
ROGNER, M. (2008)
SCHMIDT, F. (2003)

PD-09.01.2010; 18.06.2011; 27.12.2013; 04.03.2015

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Gelesen 2772 mal Letzte Änderung am Montag, 05 September 2016 11:21
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