Chamäleons

Madagaskar-Chamäleons - Furcifer

Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) im Tiergarten Nürnberg Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) im Tiergarten Nürnberg
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)

Zur Gattung Furcifer zählen 22 Arten. Davon werden zwei in VdZ-Zoos gehalten.

D LC 650

Pantherchamäleon

Furcifer pardalis
Engl.: The Panther Chameleon
Franz.: Le caméléon panthère

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Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Das Pantherchamäleon ist seit 2011 in der Roten Liste der IUCN aufgeführt. Da es noch weitverbreitet und häufig in seinem Verbreitungsgebiet ist, wird es nicht als gefährdet betrachtet (Rote Liste: LEAST CONCERN). Es scheint sogar, dass diese Art von den Holzschlägen in seinem Lebensraum profitiert, da es häufiger in solchen Gebieten zu finden ist als in intakten, geschlossenen Wäldern. Es könnte sein, dass der vermehrte Lichteinfall durch die Holzschläge ein Vorteil für dieses Reptil darstellt, da sie so mehr Gebiete finden, wo sie sich sonnen können.

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Verbreitung des Pantherchamäleons (Furcifer pardalis)
Weil das Pantherchamäleon sehr schnell wächst und sich auch gut vermehrt, sollte auch die große Nachfrage auf dem Heimtiermarkt kein Problem darstellen, solange diese Tiere weiterhin die für sie gute Lebensräume auf Madagaskar finden.

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Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) im Zoo Zürich © Zoo Zürich
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Madagaskar und vorgelagerte Inseln, auf Mauritius und Réunion eingeführt.

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-Zoo-Aquarium, Darmstadt, Düsseldorf, Erfurt-Aquarium, Hamburg, Köln, Leipzig, Nürnberg, Osnabrück, Salzburg, Schwerin, Wien-Haus-des-Meeres, Wuppertal, Zürich

Besonderes: Pantherchamäleons besiedeln Küstengebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit. Mit einer Gesamtlänge von 35 (Weibchen) bzw. 50 cm (Männchen) ist das Pantherchamäleon eine der größten Arten der Familie. Die Tiere meiden den dichten Regenwald und bevorzugen eher Waldränder, Einzelbäume oder Hecken. Sie sind sehr anpassungsfähig und besiedeln auch frisch gerodete, ehemalige Waldgebiete, wo sie andere Arten verdrängen (GRAF, 2005).

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
ASSMANN, M. (2015)
LUTZMANN, N. (2007)

Literatur:
GRAF, R. 2005

PD - 13.9.2012

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Gelesen 2302 mal Letzte Änderung am Dienstag, 27 September 2016 08:51
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