Leguane

Chuckwallas - Sauromalus

Stacheliger Riesen-Chuckwalla (Sauromalus hispidus) im Tiergarten Straubing Stacheliger Riesen-Chuckwalla (Sauromalus hispidus) im Tiergarten Straubing
Wolfgang Peter, TG Straubing

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Leguanartige (Iguania)
(Über-)Familie: Leguane (Iguanidae)
(Unter-)Familie: Leguan-Verwandte (Iguanidae i.e.S.)

Es gibt fünf Sauromalus-Arten. Davon werden zwei in VdZ-Zoos gehalten:

 D NT 650

Stacheliger Riesen-Chuckwalla

Sauromalus hispidus
Engl.: The Spiny Chuckwalla
Franz.: Le chuckwalla épineux

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Stacheliger Riesen-Chuckwalla (Sauromalus hispidus) im Tiergarten Straubing © Wolfgang Peter, TG Straubing
Der Riesen-Chuckwalla gilt als potenziell gefährdet, da wahrscheinlich weniger als 10'000 erwachsene Tiere existieren. Das Ausbleiben von Niederschlag hat einen Einfluss auf den Gesamtbestand. Obwohl diese Echse sehr gut an trockene Lebensräume angepasst ist, sinken die Bestandeszahlen im Laufe von langen Trockenperioden. Eine potenzielle Gefahr besteht auch durch den Fang für den Tierhandel und durch Krankheiten. Allerdings ist nicht sicher, ob dies einen Einfluss auf die Bestände hat (Rote Liste: NEAR THREATENED).

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Verbreitung des Stacheligen Riesen-Chuckwallas (Sauromalus hispidus)
Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Mexiko: Inseln im nordwestlichen Golf von Kalifornien

Haltung in VdZ-Zoos: Aktuell (Januar 2016) keine, bis vor Kurzem Straubing

Besonderes: Die Art ist tagaktiv und übernachtet oft über längere Zeit im selben Bau oder in derselben Felsspalte. Während Trockenperioden reduzieren die Tiere ihre Aktivität und damit ihren Wasserverbrauch. Riesen-Chuckwallas klettern öfter auf Bäume als die anderen Sauromalus-Arten. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Sprossen, Blüten, Früchte und Gräser.

Die Tiere können eine Kopf-Rumpflänge von 42 cm  und eine Gesamtlänge von 62 cm erreichen, Nach dem Reptiliengutachten des BMELF ist für die Haltung erwachsener Tiere ein Terrarium mit folgenden Mindestmaße erforderlich (Breite x Länge x Höhe): 200 cm x 160 cm x 120-160 cm. Grundtemperatur 25-30°C, an Sonnenplätzen 45-50°C.

Literatur und Internetquellen:
BMELF (Hrsg. 1997)

Echsenfreunde Nordwestschweiz

PD/SN - 09.05.2011; mehrfach aktualisiert

D LC 650

Chuckwalla

Sauromalus obesus = Sauromalus ater
Engl.: The Chuckwalla
Franz.: Le chuckwalla

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Chuckwalla (Sauromalus ater (obesus)) im Zoo Halle © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art ist weitverbreitet, wahrscheinlich häufig und somit nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Chuckwallas (Sauromalus obesus = Sauromalus ater)
Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Nordamerika : Mexiko und südwestliche USA

Haltung in VdZ-Zoos: Bern, Düsseldorf, Frankfurt, Halle, Hamburg, Köln, Leipzig, Neuwied, Straubing, Stuttgart
        

Chuckwalla (Sauromalus ater (obesus)) im Zoo Halle © Peter Dollinger, Zoo Office Bern alt=
Besonderes: Im Rahmen einer Revision der Gattung Sauromalus wurden fünf Arten anerkannt und die früher getrennten obesus und ater wurden (ohne Unterarten) zusammengelegt. Da der Name obesus in häufigerem Gebrauch war, wurde der Internationalen Nomenklaturkommission der Antrag gestellt, den Namen Sauromalus obesus (Baird, 1858) beizubehalten. Dies wurde von der Kommission 2004 abgelehnt, und seitdem heisst die Art Sauromalus ater (Duméril, 1856).

Chuckwallas sind sehr wärmeliebend und sonnen sich stundenlang auf Felsblöcken. Bei Gefahr kriechen sie in Felsspalten und verankern sich durch Aufblasen. Mit zunehmendem Alter werden die Tiere ziemlich plump und bewegen sich watschelnd fort.

Literatur:
KÄSTLE, W. (1970)

PD - 06.11.2009

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Gelesen 3521 mal Letzte Änderung am Dienstag, 27 September 2016 09:03
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