Leguane

Basilisken - Basiliscus

Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im Tropenaquarium Hagenbeck, Hamburg Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im Tropenaquarium Hagenbeck, Hamburg
© Peter Dollinger, VdZ

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Leguanartige (Iguania)
(Über-)Familie: Leguane (Iguanidae)
(Unter-)Familie: Basilisken-Verwandte (Corytophanidae)

Von den vier Arten der Gattung Basiliscus werden zwei in VdZ-Zoos gezeigt:

D NB 650

Stirnlappenbasilisk

Basiliscus plumifrons
Engl.: The Plumed, Green, or Double-crested Basilisk
Franz.: Le basilic à plumes ou lézard Jésus-Christ,
       
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Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im Tiergarten Straubing © Wolfgang Peter, TG Straubing
Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Mittelamerika : Honduras, Belize, Nikaragua, Costa Rica, Panama

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Bern, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Gossasu, Halle, Hamburg, Herberstein, Hoyerswerda, Köln, Krefeld, Leipzig, Linz, München, Münster, Neuwied, Salzburg, Schmiding, Schwerin, Stralsund, Stuttgart, Tallinn, Wien-Schönbrunn
        
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Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Besonderes: Der Stirnlappenbasilisk ist ein tagaktiver Bewohner des tropischen Regenwaldes, der Lufttemperaturen von 23-27ºC bevorzugt. Ähnlich wie der Grüne Leguan hat er einen Kehllappen, der allerdings nicht so stark ausgebildet ist. Dafür sind die Lappen auf Kopf, Rücken und Schwanzoberseite von ansehnlicher Größe. Der etwa 6 cm hohe Rückenkamm wird von verlängerten Dornfortsätzen der Rückenwirbel gestützt. Die Männchen sind durch einen helmartigen Kopfauswuchs charakterisiert. Bei den Weibchen sind die Lappen und Kämme weniger stark ausgebildet als bei den Männchen.

Stirnlappenbasilisken fressen größere Insekten, fangen aber auch kleinere Echsen und nehmen gelegentlich Grünzeug oder Früchte zu sich. Nachts schlafen sie am Ende dünner Zweige über Gewässern, um nicht von Schlangen überrascht zu werden. Bei Gefahr springen sie ins Wasser und verstecken sich auf dem Grund. Mittels verbreiterterter Hautsäume an den Zehen können sie auf den Hinterbeinen übers Wasser laufen, weshalb sie in ihrer Heimat Jesus-Christus-Echsen genannt werden.

Männliche Stirnlappenbasilisken erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 25, weibliche von etwa 17.5 cm. Nach dem Reptiliengutachten des BMELF ist daher für die Haltung erwachsener Tiere ein mit Klettermäglichkeiten versehenes Terrarium mit etwa folgenden Mindestmaße erforderlich (Breite x Länge x Höhe): 100-125 cm x 75 cm x 125-100 cm. Grundtemperatur 25-30°C, an Sonnenplätzen 45°C. Ferner ist ein 50 cm langes Badebecken zur Verfügung zu stellen.

Literatur:
BMELF (Hrsg. 1997)
KÄSTLE, W. (1970)
NIETZKE, G. (1972)
O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002)

PD/SN - 03.05.2009; mehrfach aktualisiert

 

D NB 650

Streifenbasilisk

Basiliscus vittatus
Engl.: The Striped or Brown Basilisk
Franz.: Le basilic à bandes jaunes iu basilic brun
        
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Streifenbasilisk (Basiliscus vittatus) im Zoo Augsburg© Peter Dollinger, VdZ
Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Mittelamerika : Von Belize, über Guatemala, Honduras, Nikaragua, Costa Rica und Panama bis Nordkolumbien. Nach Florida eingeschleppt, wo er sich als einzige Basiliskenart etablieren konnte (KRYOSKO et al. 2006).

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-Zoo-Aquarium, Erfurt

Besonderes: Der braun gefärbte Streifenbasilisk hat einen kleineren Hinterhauptlappen als B. basiliscus und B. plumifrons und der Rückenkamm ist nur als niedrige, gezähnte Hautleiste ausgebildet. Er ist ein tagaktiver Bewohner unterer, mit dichter Vegetation versehener Schichten des Regenwaldes, ein Insektenfresser, dem man im Terrarium mittlere bis große Insekten, wie Heuschrecken, Heimchen, Grillen und Mehlwürmer anbietet.

Männchen haben im Mittel eine Kopf-Rumpflänge von 134 mm, können aber 170 mm erreichen, Weibchen bleiben mit einr mittleren Länge von 115 mm deutlich kleiner (KRYOSKO et al. 2006). Nach dem Reptiliengutachten des BMELF ist daher für die Haltung erwachsener Tiere ein mit Klettermäglichkeiten versehenes Terrarium mit etwa folgenden Mindestmaße erforderlich (Breite x Länge x Höhe): 50-70 cm x 50cm x 70-50 cm. Grundtemperatur 25-30°C, an Sonnenplätzen 45°C. Ferner ist ein 30 cm langes Badebecken zur Verfügung zu stellen.

Literatur:
BMELF (Hrsg. 1997)
KÄSTLE, W. (1970)
KRYOSKO, K.L., SEITZ, J.C., TOWNSEND, J.H. & ENGE, K.M.(2006)
NIETZKE, G. (1972)

PD/SN - 06.11.2009; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 2939 mal Letzte Änderung am Sonntag, 03 April 2016 20:08
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