Skinke

Blauzungenskinke - Tiliqua

Riesenblauzungenskink (Tiliqua gigas) im Zoo Dresden Riesenblauzungenskink (Tiliqua gigas) im Zoo Dresden
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Skinke (Scincidae)
Unterfamilie: Egerniinae

Zur Gattung Tiliqua werden sieben Arten gezählt. Drei davon werden in VdZ-Zoos gehalten.

Riesenblauzungenskink (Tiliqua gigas)
Tannzapfenechse (Tiliqua rugosa)
Blauzungenskink (Tiliqua scincoides)

D NB 650

Riesenblauzungenskink

Tiliqua gigas
Engl.: The Indonesian Blue-tongued Skink
Franz.: Le scinque géant

303-014-080-005 tiliqua gigas gigas dresden1
Riesenblauzungenskink (Tiliqua gigas) im Zoo Dresden © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt

303 014 080 005 tiliqua gigas gigas map
Approximative Verbreitung des Riesenblauzungenskinks (Tiliqua gigas)
Verbreitung: Australasien : Papua-Neuguinea (mit Bismarck-Archipel) und Indonesien (Ambon, Ceram, Ternate, Halmahera, Ke, Aru)

Haltung in VdZ-Zoos: Dresden, Köln, Neuwied, Schmiding, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz

Besonderes: Die Riesenblauzunge ist eine 50-60 cm lange, kräftige Echse, deren Färbung variiert, wobei fast stets dunkle Querbänder auf dem Rücken vorhanden sind. Sie besiedelt Wälder, Savannen und Pflanzungen. Sie ernährt sich von allerlei Wirbellosen und von Pflanzenmaterial, wie Blüten und Früchten. Sie ist lebendgebärend, ein Wurf besteht aus 5-25 Jungtieren.

Literatur und Internetquellen:
O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002)

MEINE BLAUZUNGENSKINKE

PD/SN - 22.11.2011; mehrfach aktualisiert

 

D NB 650

Tannzapfenechse

Tiliqua rugosa
Engl.: The Shingleback Skink
Franz.: Le scinque rugueux

303-014-081-001 tiliqua rugosa zrh PD
Tannzapfenechse (Tiliqua rugosa) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt

303 014 081 001 tiliqua rugosa map
Verbreitung der Tannzapfenechse (Tiliqua rugosa)
Verbreitung: Australien (alle Teilstaaten mit Ausnahme von Northern Territory und Tasmanien). Von den vier Unterarten ist eine auf die nur 19 km² große Insel Rottnest in der Nähe von Perth beschränkt..

Haltung in VdZ-Zoos: Frankfurt, Hamburg, Münster, Stuttgart, Wien-Schönbrunn, Zürich

Besonderes: Die Haut der 35 cm langen ist mit starken, gekielten Schuppen versehen,  der Körper ist walzenförmig, der Kopf dreieckig und vom Hals deutlich abgesetzt, und der Schwanz ist kurz und abgerundet, was alles den Tieren ein tannzapfenartiges Aussehen verleiht. Weil sie sich äußerlich so stark von den anderen Tiliqua-Arten unterscheidet, wird die Tannzapfenechse oft in eine eigene Gattung gestellt und heißt dann Trachydosaurus rugosus.

Die Tannzapfenechse frisst überwiegend Pflanzenmaterial, nimmt aber auch Schnecken, Insekten und andere Wirbellose. Ihr Trinkbedürfnis ist gering. Sie ist lebendgebärend. Ein Wurf besteht aus 2-3 Jungtieren.

Literatur:
NIETZKE, G. (1972)
O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002) 

PD/SN - 22.11.2009; mehrfach aktualisiert

 

D NB 650

Blauzungenskink

Tiliqua scincoides
Engl.: The Blue-tongued Skink
Franz.: Le scinque à langue bleu

303-014-080-007 tiliqua scincoides ZRH PD1
Blauzungenskink (Tiliqua scincoides) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

303 014 080 007 tiliqua scincoides map
Approximative Verbreitung des Blauzungenskinks (Tiliqua scincoides)
Verbreitung und Unterarten:
Australien und Teile Indonesiens:
Tiliqua scincoides scincoides: Neu-Süd-Wales, Queensland, Südaustralien, Victoria
Tiliqua scincoides intermedia: NW Westaustralien Northern Territory
Tiliqua scincoides chimaerea: Maluku-Provinz Indonesien: Tanimbar, Babar-Inseln)

303-014-080-007 tiliqua scincoides ZRH PD2
Blauzungenskink (Tiliqua scincoides) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo-Aquarium, Bochum, Darmstadt, Gossau, Hannover, Hoyerswerda, Leipzig, München, Osnabrück, Saarbrücken, Schmiding, Tallinn, Wien-Schönbrunn

Besonderes: Der Blauzungenskink ähnelt der  Riesenblauzunge, ist aber mit 45-50 cm Gesamtlänge eine Nummer kleiner. Wie die anderen Tiliqua-Arten ist er ein Gemischtkostler und ist lebendgebärend (ovovivipar).

Der Blauzungenskink besiedelt Trockengebiete, wo die Temperaturen nachts stark abfallen. Im Terrarium verträgt er sich in der Regel mit gleich großen Tieren, es kann aber gelegentlich zu 303-014-080-007 tiliqua scincoides BSL PD1
Blauzungenskink (Tiliqua scincoides) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Beißereien kommen.

Die Blauzungenskinke haben ihren Namen von ihrer kobaltblauen Zunge, die sich stark von der rosaroten Maulschleimhaut abhebt. Sie dient dem Abwehrverhalten: Gegen vermeintliche oder tatsächliche Feinde drohen die Echsen, indem sie ihr Maul weit aufreißen und ihre kontrastreiche Maul-Innenseite zur Schau stellen.

Literatur:
NIETZKE, G. (1972)

PD/SN - 22.11.2009; mehrfach aktualisiert

Zurück zu ECHSEN

Weiter zu Kapverden-Mabuien (Chioninia  spp.)

Gelesen 4348 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 28 September 2016 13:00
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx