Finken

Fichtenkreuzschnabel

Fichtenkreuzschnabel (Loxia loxia) im Zoo Augsburg Fichtenkreuzschnabel (Loxia loxia) im Zoo Augsburg
Peter Bretschneider, Zoo Augsburg

Ordnung: Singvögel (Passeriformes)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilien: Stieglitzartige (Carduelinae)

D LC 650

Fichtenkreuzschnabel

Loxia curvirostra
Engl.: The Red Crossbill
Franz.: Le beccroisé des sapins 

227-048-011-002 loxia curvirostra stamp
Fichtenkreuzschnabel-Motiv auf Briefmarke. Ungarn
Der Fichtenkreuzschnabel hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet und dementsprechend auch eine große Gesamtpopulation. Die Bestände sind zudem stabil und dieser Vogel wird deshalb nicht als gefährdet beurteilt (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume.

Verbreitung: Nord- und Mittelamerika, Europa, West-, Zentral- und Ostasien, Südostasien

Haltung in VdZ-Zoos: Goldau, Innsbruck

Besonderes: Die überkreuzten Schnabelspitzen des Fichtenkreuzschnabels sind ein klassisches Beispiel für eine dem Nahrungserwerb angepasste Schnabelform. Mit diesem Spezialwerkzeug können die Vögel die Samen zwischen den harten Schuppen von Koniferenzapfern hervorholen. Obwohl auch Bucheckern und Samen von Erlen oder Ahorn genommen, werden, beschränkt sich die Verbreitung fast ausschließlich auf Fichtenwälder.

Am regelmäßigsten brütet der Fichtenkreuzschnabel in Mitteleuropa in Höhenlagen von 1'000-1'800 m, seltener gibt es Nachweise bis auf 2'200 m (SCHMID et al., 1998). Die napfförmigen Nester werden, nur von Weibchen, hoch in Nadelbäumen gebaut. Gebrütet wird meist im Frühling, bisweilen aber schon im Januar oder Februar. Die Gelege bestehen aus 3-4 (2-5) Eiern, die 12-16 Tage bebrütet werden. Die Jungen verlassen das Nest nach 10-20 Tagen..

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 2010)
MAUMARY, L. et al. (2007)
PFORR, M. & LIMBRUNNER, A. (1991)  
SCHMID, H., R. LUDER, B. NAEF-DAENZER, R. GRAF & N. ZBINDEN (1998)

PD/SN - 07.02.2012; mehrfach aktualisiert

Zurück zu Übersicht Sperlingsvögel

Weiter zu Gimpel, Dompfaff (Pyrrhula pyrrhula)

Gelesen 1537 mal Letzte Änderung am Sonntag, 27 März 2016 18:09
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx