Eulen und Schleiereulen

Waldkauz

Waldkauz (Strix aluco) im Zoo Osnabrück Waldkauz (Strix aluco) im Zoo Osnabrück
Pressefoto Zoo Osnabrück

Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eulen (Strigidae)
Unterfamlie: Eigentliche Eulen und Käuze (Striginae)
Tribus: Waldkäuze (Strigini)

Die Gattung Strix  umfasst 19 Arten, von denen zwei potenziell gefährdet sind, aber keine in einer höheren Gefährdungskategorie der Roten Liste aufgeführt wird. Etwa ein Drittel der Arten werden in VdZ-Zoos gezeigt, darunter der heimische Waldkauz.

 

D LC 650

Waldkauz

Strix aluco
Engl.: The Tawny Owl
Franz.: La chouette hulotte

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Waldkauz (Strix aluco) im Opel-Zoo, Kronberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Mit einer weiten Verbreitung und einem geschätzten Bestand von 1 -2 Millionen Individuen allein in Europa ist die Art nicht gefährdet Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume.

Verbreitung: Europa (ohne Island, Irland und Nordskandinavien) bis Mittelsibirien, Maghreb, Naher und Mittlerer Osten, Turkmenistan, China, 220-002-025-002 strix aluco juv osna presse
Junger Waldkauz (Tawny Owl, Strix aluco) im Zoo Osnabrück - Pressefoto Zoo Osnabrück
nördliches Indochina, Korea, Taiwan

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Altschönau, Darmstadt, Goldau, Halle, Kronberg, Neuwied, Osnabrück, Rostock, Stralsund, Ueckermünde. Walsrode. Sehr viel häufiger als in VdZ-Zoos wird der Waldkauz in Tier- und Wildparks gehalten.

Besonderes: Mit seinen breiten, abgerundeten Flügeln ist der Waldkauz ein wendiger, aber nicht schneller, ideal an das Leben im Wald anpepasster Flieger. Es gibt Waldkäuze mit grauer und welche mit rotbrauner Gefiederfärbung. In Mitteleuropa treten etwa doppelt soviele graue wie rotbraune Vögel auf (STEINBACH, 1980).

Der Waldkauz ist ein Nachtjäger, der kurz nach Sonnenuntergang aktiv wird. Seine Beute besteht aus verschiedenen terrestrischen Kleinsäugern, Fledermäusen, Vögeln bis Krähengröße, Amphibien, Fischen und Käfern (ECK & BUSSE, 1973). Die Gelege bestehen meist aus 2-4 (1-8) Eiern, die während etwa 30 Tagen ausgebrütet werden. Die Jungen bleiben etwa drei Wochen im Nest (BURTON, 1984)

Literatur:
BURTON, J. A. (1984)
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J., eds. (1999)
ECK, S. & BUSSE, H. (1973)
MAUMARY, L. et al. (2007)
STEINBACH, G. (1980) 

PD/SN - 25.07.2009; mehrfach aktualisiert

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