Plattschweifsittiche

Wellensittich

Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Tiergarten Bernburg Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Tiergarten Bernburg
© Peter Dollinger, VdZ

Ordnung: Papageienvögel (Psittaciformes)
Familie: Echte Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Eigentliche Papageien (Psittacinae)
Tribus: Plattschweifsittiche (Platycercini)

Der Wellensittich bildet eine monotypische Gattung.

D LC 650


Wellensittich

Melopsittacus undulatus
Engl.: The Budgerigar
Franz.: La perruche ondulée

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Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Vogelpark Marlow © Peter Dollinger, VdZ
Der Wellensittich ist häufig und hat eine weite Verbreitung. Er ist nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN). Als am längsten domestizierte Psittazidenart mit vielen Farbmutanten und als beliebtes Heimtier von zoopädagogischem Ineteresse.

Der internationale Handel ist nicht unter CITES geregelt.

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Approximative Verbreitung des Wellensittichs (Melopsittacus undulatus)
Verbreitung: Größter Teil Australiens (fehlt in den tropischen Gebieten des Nordens und auf Tasmanien. Verwilderte Population in Florida.  

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Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Tierpark Nordhorn © Peter Dollinger, VdZ
Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Bernburg, Bochum, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Erfurt, Görlitz, Halle, Hamburg, Hamm, Hannover, Köln, Leipzig, Linz, Magdeburg, Marlow, Neunkirchen, Neuwied, Nordhorn, Osnabrück, Schwerin, Stralsund, Stuttgart, Tallinn, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Ueckermünde, Walsrode, Wien-Schönbrunn.

In der Regel werden domestizierte Vögel gehalten. In Hamburg, Köln und Pto. de la Cruz ist die Wildform zu sehen.

Besonderes: 1794 wurde der Wellensittich unter dem Namen Psittacus undulatus wissenschaftlich beschrieben. 1831 zeigte das Museum der Linné-Gesellschaft in London erstmals einen ausgestopften Wellensittich. Lebende Vögel kamen 1840 zum ersten Mal nach Europa, wo sie ab 1850 im Zoo Antwerpen gezüchtet wurden.  
        
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Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Vogelpark Marlow © Peter Dollinger, VdZ
Die erste Zucht in Deutschland gelang 1855 der Gräfin von SCHWERIN. Da die Vögel rasch populär und deshalb zu Hunderttausenden nach Europa eingeführt wurden, erliess die australische Regierung 1864 ein Ausfuhrverbot für diese Vogelart.

Danach traten bei den in Europa gezüchteten Vögeln relativ rasch Mutanten auf, so 1872 die ersten gelben in Belgien und 1873 in Deutschland, 1878 die ersten blauen, 1917 die ersten weissen. Zoos halten in der Regel domestizierte Wellensittiche, nur selten sind echte Wildformen zu sehen, etwa im Kölner Zoo (KOLAR, 1970; GRUMMT & STREHLOW, 2009).       
        
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Wellensittich (Melopsittacus undulatus) im Tierpark Nordhorn © Peter Dollinger, VdZ
Mittlerweile gibt es auch Schecken, hellblaue, kobaltblaue, dunkelgrüne, olivgrüne, zimt- und anthrazitfarbene etc. und Größe sowie Kopfbefiederung, namentlich der "English Budgies", weichen von den wilden Wellensittichen ab. In Deuschland befassen sich der Deutsche Wellensittichzüchter Verein und die Deutsche Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung e. V. (DSV) mit der Zucht der immer zahlreicher werdenden Wellensittich-Mutanten.

Literatur:
GRUMMT, W. & STREHLOW, H. (2009)
KOLAR, K. (1970)

PD - 18.10.2009; mehrfach aktualisiert

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