Fasane und Perlhühner

Steinhuhn

Steinhuhn (Rock partridge; Alectoris graeca) im Alpenzoo Innsbruck Steinhuhn (Rock partridge; Alectoris graeca) im Alpenzoo Innsbruck
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Unterordnung: Fasanenverwandte (Phasiani)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)

Die Gattung Alectoris umfasst sieben Arten, von denen eine potenziell gefährdet ist. In VdZ-Zoos werden etwa fünf Arten gezeigt, darunter das heimische Steinhuhn.

D NT 650

Steinhuhn

Alectoris graeca
Engl.: The Rock Partridge
Franz.: La perdrix bartavelle

214-003-002-004 alectoris graeca briefmarke
Steinhuhn (Alectoris graeca) Briefmarke Schweiz
Das Steinhuhn hat zwar eine sehr weite Verbreitung, aber seine Bestände nehmen relativ rasch ab. Deshalb wurde die Art 2009 als potenziell gefährdet beurteilt (Rote Liste: L LEAST CONCERN). In Europa ist es als gefährdet eingestuft.

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt. Die Art fällt unter Anhang 3 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume.

214 003 002 004 alectoris graeca map
Verbreitung des Steinhuhns (Alectoris graeca)
Verbreitung: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowenien, Schweiz. Eingeführt in Belgien, Libanon und Spanien   

Haltung in VdZ-Zoos: Goldau, Innsbruck, Nürnberg, Stralsund, Tallinn

Besonderes: Das Steinhuhn besiedelt Höhenlagen hauptsächlich zwischen 1600 bis über 2800 m. Es bevorzugt stark struturierte Südhänge. Im Herbst schließen sich mehrere Familien zu "Ketten" zusammen. Diese lösen sich ab Februar / März auf, bevor sich im April die oft dauerhaften Paare bilden. Der Hahn wählt den Neststandort, beteiligt sich aber weder am Brutgeschäft noch an der Aufzucht. Mitte Mai bis anfangs Juni legt die Henne meist 9-14 Eier, die sie 24-26 Tage bebrütet. Die Jungen sind nach etwa drei Wochen flughfähig.

Italien und Kroatien beherbergen rund 60 % des Weltbestandes des Steinhuhns. Die Schweiz (8.2 % des Weltbestandes) verfügt über die zweitgrösste, Österreich über die viertgrösste Population des Alpenraums. Die über längere Zeiträume fluktuierenden tendenziell aber eher abnehmenden Bestände sind schwer zu erfassen.

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1994)
MAUMARY, L. et al. (2007)

PD/SN - 01.03.2010; mehrfach aktualisiert

Zurück zu Vögel II - Taggreife bis Tauben

Weiter zu Rothuhn (Alectoris rufa)

Gelesen 2593 mal Letzte Änderung am Freitag, 02 Dezember 2016 08:18
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx