Fasane und Perlhühner

Frankoline - Francolinus

Gelbkehlfrankolin (Francolinus leucoscepus) im Zoo Landau Gelbkehlfrankolin (Francolinus leucoscepus) im Zoo Landau
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Unterordnung: Fasanenverwandte (Phasiani)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)

Francolinus ist eine artenreiche Gattung mit 34 Arten. Davon sind eine potenziell gefährdet, zwei gefährdet, drei stark gefährdet und eine vom Aussterben bedroht. In VdZ-Zoos ist die Gattung mit nur drei Arten schlecht vertreten.

D LC 650

Doppelspornfrankolin

Francolinus (Pternistis) bicalcaratus)
Engl.: The Double-spurred Francolin
Franz.: Le francolin à double éperon

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Doppelspornfrankolin (Francolinus bicalcaratus) in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art hat eine außerordentlich weite Verbreitung und ist, trotz abnehmender Bestandestendenz, gebietsweise noch sehr häufig. Sie gilt daher nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Doppelspornfrankolins (Francolinus bicalcaratus)
Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Liberia, Mali, Mauretanien, Marokko, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo, Tschad

Haltung in VdZ-Zoos: Gelsenkirchen

214-003-032-007 francolinus bicalcaratus GKN PD1
Doppelspornfrankolin (Francolinus bicalcaratus) in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes: Die Art wird neuerdings in die Gattung Pternistis gestellt (DEL HOYO et al., 2014). Der Artname bezieht sich darauf, dass die olivgrünen Beie der Hähne doppelt gespornt sind. Hennen haben nur einen meist kurzen Sporn. (RAETHEL, 1988).

Das Doppelspornfrankolin ist die häufigste und anpassungsfähigste Frabkolinart Westafrikas. Es besiedelt eine Vielfalt von Lebensräumen, wie Mittelmeervegetation, Trockensteppe, Busch, Guinea-Trockensavanne, Feuchtsavanne und Kulturland.

Das Gelege besteht auf 5-7 ca. 27 g schweren, isabellgelben Eiern.

Literatur:
DEL HOYO, J., COLLAR, N. J., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A., FISHPOOL, L.D.C. (2014) 
RAETHEL, H. S. (1988)

PD - 06.08.2014; aktualisiert

D LC 650 

Gelbkehlfrankolin

Francolinus leucoscepus
Engl.: The Yellow-necked Spurfowl
Franz.: Le francolin à cou jaune

214-003-032-024 francolinus leucoscepus bernburg PD1
Gelbkehlfrankolin (Francolinus leucoscepus) im Tiergarten Bernburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art hat eine weite Verbreitung. Über den Bestand ist kaum etwas bekannt, es wird angenommen, dass er zwar abnimmt, dass aber die Art trotzdem nicht gefährdet ist. (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Gelbkehlfrankolins (Francolinus leucoscepus)
Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Äthiopien, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Somalia, Sudan, Tansania und Uganda.

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Bernburg, Halle, Herberstein, Kronberg, Landau, Saarbrücken, Stuttgart

214-003-032-024 francolinus leucoscepus bernburg PD2
Gelbkehlfrankolin (Francolinus leucoscepus) im Tiergarten Bernburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes: Auch diese Art wird neuerdings in die Gattung Pternistis gestellt (DEL HOYO et al., 2014). Mit einem Gewicht von bis zu 900 g bei den Hähnen und über 600 g bei den Hennen ist das Gelbkehlfrankolin eine der größeren Arten der Gattung. Es ist das einzige Frankolin, das unbefiederte, gelbe Haut an der Kehle hat.

Das Gelbkehlfrankolin brütet zu Ende der Regenzeit, sodass die Küken zu Beginn der kühlen Trockenzeit schlüpfen.

Die Vögel sind recht standorttreu. Sie folgen Elefanten und Nashörnern, um in deren Dung nach Fressbarem zu suchen.

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1994)  
DEL HOYO, J., COLLAR, N., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A. & FISHPOOL L.D.C. (2014)

PD - 27.11.2008; mehrfach aktualisiert

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