Pinguine

Humboldtpinguin

Humboldtpinguin (Spheniscus humboldti) im Zoo Landau / Pfalz Humboldtpinguin (Spheniscus humboldti) im Zoo Landau / Pfalz
Peter Dollinger, VDZ

Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
Familie: Pinguine (Spheniscidae) 

Zur Gattung Spheniscus zählen vier Arten. Davon ist eine potenziell gefährdet, eine gefährdet und sind zwei stark gefährdet. In VDZ-Zoos werden drei Arten gezeigt, darunter:

D VU 650

Humboldtpinguin

Spheniscus humboldti 
Engl.: The Humboldt Penguin
Franz.: Le manchot de Humboldt

206-001-006-003 spheniscus humboldti brn PD
Humboldtpinguin (Speniscus humboldti), ehemals im Tierpark Bern © Peter Dollinger, VdZ
Die Bestände nehmen rasch ab und die Art gilt deshalb als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Pazifikküste Südamerikas : Chile und Peru. Irrgäste bis hinauf nach Kolumbien. Als Folge von El Niño sank die Zahl der Brutkolonien in Peru von 17 im Jahr 1981 auf nur nich zwei im Jahr 1996, erholte sich aber bis 2004 auf 21, davon allerdings einige sehr kleine. In Chile sank die Zahl der Kolonien von 206-001-006-003 spheniscus humboldti map
Brutgebiete des Humboldtpinguins (braun)
14 auf 10 (BIRDLIFE International, 2015).

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Bernburg, Bochum, Bremerhaven, Cottbus, Dortmund, Dresden, Eberswalde, Halle, Hamburg, Hoyerswerda, Karlsruhe, Köln, Krefeld, Landau, Marlow, München, Neumünster, Neuwied, Nürnberg, Osnabrück, Rheine, 206-001-006-003 spheniscus humboldti landau T Schmeing
Humboldtpinguin-Küken (Speniscus humboldti) im Zoo Landau © T. Schmeing, Landau
Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Stralsund, Teneriffa-Puerto de la Cruz, Walsrode, Wien, Zürich

Alle diese Zoos beteiligen sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP, seit 1992)

Besonderes: Die Verbreitungsgebiete von Humboldt- und Magellanpinguin überlappen sich. Der Humboldtpinguin ist dadurch kenntlich, dass der weiße Kopfstreif schmaler ist und er nur ein Brustband hat. 

206-001-006-003 spheniscus humboldti landau PD1
Humboldtpinguin (Speniscus humboldti) im Zoo Landau © Peter Dollinger, VdZ
Die einzelnen Humboldtpinguine kann man an ihrem Punktmuster auf der Brust eindeutig voneinander unterscheiden. Die Paare brüten Jahr für Jahr in der selben Nisthöhle, die im Freiland in den Guano gegraben wird (Text Zoo Zürich). Wie andere Koloniebrüter lassen sich auch Pinguine in zoologischen Gärten nur dann zur Fortpflanzung bringen, wenn sie in einer Gruppe gehalten werden. Je umfangreicher die Kolonie, desto größer sind die Fortpflanzungserfolge.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten: 
HERRMANN, J.P. (2005)  
LINZMEIER, D.M. (1995)
MAKIES, K. (2009)
OLLESCH, S.; WORTMANN, A. (2011)

Artenschutzprojekte:
Schutz des Humboldtpinguins in Chile 
Forschung an Humboldtpinguinen

Literatur und Internetquellen:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)

Birdlife Species Fact Sheet

PD - 17.05.2009; 12.12.2013; 11.01.2015

Zurück zu Vögel I - Strausse bis Enten

Weiter zu Magellanpinguin



 

 

   

Gelesen 5616 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Dezember 2015 15:18
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx