Meerschweinchen und Wasserschweine

Grosses Mara

Mara (Dolichotis patagonum), Tiergarten Bernburg Mara (Dolichotis patagonum), Tiergarten Bernburg
© PD, VDZ

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
Familie: Meerschweinchenartige (Caviidae)
Unterfamilie: Maras (Dolichotinae)

Die Gattung Dolichotis umfasst zwei Arten. Währenddem Große Maras sehr häufig gehalten werden, gibt es Kleine Maras im deutschsprachigen Raum gegenwärtig nur ganz wenigen Zoos
 

D LC 650

Große(s) Mara, Pampashase

Dolichotis patagonum
Engl.: The Patagonian Mara
Franz.: Le mara ou lièvre de Patagonie
    
Säugende Mara (Dolichotis patagonum) im Zoo Wingst © Peter Dollinger, VdZ
Säugende Mara (Dolichotis patagonum) im Zoo Wingst © Peter Dollinger, VdZ
Noch nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN), aber Bestände im Freiland abnehmend. Gute Botschafterart für den Schutz der südamerikanischen Grasländer.

Der internationale Handel ist nicht durch CITES geregelt.

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Approximative Verbreitung des Großen Maras (Dolichotis patagonum
Verbreitung: Südamerika: Grasländer (Pampa) und Busch (Monte) Argentiniens 110-019-005-001 dolichotis patagonum wuppertal PD
Grosse Mara (Dolichotis patagonum) im Zoo Wuppertal © Peter Dollinger, VdZ
von Catamarca und Córdoba bis Patagonien.

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Berlin-Zoo, Bernburg, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Eberswalde, Erfurt, Frankfurt, Halle, Hamburg, Hannover, Herberstein, Hoyerswerda, Landau, Linz, Magdeburg, München, Neuwied, Nordhorn, Rheine, Rostock, Salzburg, Schwerin, Stuttgart, Ueckermünde, Wuppertal
    
Besonderes: Maras leben im Rahmen größerer Kolonien in monogamen Paaren, wobei die Männchen ihre Partnerin bewachen und innerhalb des Verbandes eine strikte Hierarchie aufbauen. Zur Jungenaufzucht und bisweilen zum Schlafen benutzen sie Erdbaue, die sie selbst gegraben oder - häufiger - von Viscachas oder Gürteltieren übernommen haben. Nach einer Tragzeit von drei Monaten werden meist zwei, selten 1 oder 3 Junge geboren. In Argentinien gibt es in der Regel 1, seltener 2, im Zoo oft 3-4 Würfe pro Jahr. Die Jungen sind Nestflüchter. Zu ihrer Aufzucht bilden die Maras Kindergärten, die von einem oder mehreren Weibchen überwacht werden, währendem sich die anderen der Nahrungsssuche widmen. Die Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern und Blättern von Sträuchern, dazu werden Samen, erwa von Akazien, oder Teile von Kakteen gefressen.
    
Im Zoo werden Maras gerne mit anderen südamerikanischen Tieren, wie Tapir, Neuweltkameliden, Capybara oder Großem Ameisenbär, und Vögeln vergesellschaftet oder freilaufend auf dem Areal gehalten.

Auf Deutsch findet man für die Maras alle grammtikalischen Geschlechtsbezeichnungen - der, die oder das Mara. Im Spanischen ist Mara weiblich.

Literatur:
HEINEMANN, D. (1970)

PARERA, A. (2002)
REDFORD, K.H. & EISENBERG, J.F. (1992)

PD - 06.09.2008

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