Flamingos

Rosaflamingo

Rosaflamingo im Zoo Salzburg Rosaflamingo im Zoo Salzburg

Ordnung: Flamingos (Phoenicopteriformes)
Familie: Flamingos (Phoenicopteridae)

Zur Gattung Phoenicopterus gehören drei Formen, von denen eine potenziell gefährdet ist. Alle drei werden in VdZ-Zoos gehalten.

D LC 650

Rosaflamingo

Phoenicopterus (ruber) roseus
Engl.: The Greater Flamingo
Franz.: Le flamant rose

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Rosaflamingo (Phoenicoperus (ruber) roseus) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, VdZ
Der Weltbestand ist nicht bekannt, ist aber jedenfalls groß, ebenso die Verbreitung. Die Art gilt daher nicht als gefährdet. (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Die Art fällt unter Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (RL 2009/147/EG)  sowie jeweils unter  Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CMS) und des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Verbreitung: Die Brutgebiete liegen zerstreut im tropischen Afrika, an der 211-006-003-003 ph roseus bsl PD1
Rosaflamingos (Phoenicoperus (ruber) roseus) im Zoo Basel © Peter Dollinger, VdZ
nordafrikanischen Atlantikküste, im Mittelmeerraum, am Kaspischen Meer sowie in Indien und Pakistan.

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Augsburg, Basel, Berlin-Zoo, Bern, Bochum, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Eberswalde, Erfurt, Gelsenkirchen, Gossau, Hamburg, Hannover, Hoyerswerda, Krefeld, Magdeburg, München, Neuwied, Saarbrücken, Salzburg, Schmiding, Stuttgart, Tallinn, Ueckermünde, Walsrode, Wien, Wingst, Wuppertal

Besonderes: Der europäische Brutbestand liegt bei etwa 20'000 Paaren, zwei Drittel davon brüten seit 1969 am Etang de Fangassier in der Camargue. Flamingos fliegen über weite Strecken, So wurde 211-006-003-003 ph roseus salzbg PD2
Rosaflamingo (Phoenicoperus roseus) im Zoo Salzburg © Peter Dollinger, VdZ
ab 1998 während einiger Jahre eine kleine, aus der Camargue stammende Flamingogruppe jeweils von August bis November am Neuenburgersee beobachtet, wo sie im Flachwasser und auf den Sandbänken des Ramsar-Reservats Fanel nach Nahrung suchten.

Im August 1911 flog ein Trupp von 17 Rosaflamingos aus Oberitalien erst ins österreichische Vorarlberg, ein Teil von ihnen danach an den Reuss-Flachsee in der Schweiz, wo sie bis in den Oktober blieben. Ein Jungvogel trennte sich von der Gruppe und überwinterte am Zürcher Obersee, wo er auch den ungewöhnlich kalten Februar überlebte.
        
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Im Zwillbrocker Venn an der deutsch-niederländischen Grenze gibt es eine Mischpopulation von entwichenen Chile-, Kuba- und Rosaflamingos. (MAUMARY et al. , 2007). Währenddem die Vögel lokal keinen Schaden anrichten und zur Besucherattraktion geworden sind, ist die Anwesenheit einer Hybridpopulation in Nähe des Areals des Rosaflamingos aus Gründen des Artenschutzes doch bedenklich.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
WYSS, F.S. (2013)

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
MAUMARY, L. et al. (2007)
STUDER-THIERSCH, A. (1973)

PD - 29.06.2009

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Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus) in ihrem natürlichen Lebensraum in der Camargue © Peter Dollinger, VdZ

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Gelesen 2625 mal Letzte Änderung am Dienstag, 09 Februar 2016 10:57
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