Wehrvögel, Spaltfußgans, Pfeifgänse

Witwenpfeifgans

Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata) im Zoo Landau Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata) im Zoo Landau
Peter Dollinger, VDZ

Ordnung: Gänsevögel (ANSERIFORMES)
Unterordnung: Gänseverwandte (Anseres)
Familie: Enten und Gänse (Anseridae)
Unterfamilie: Gänseartige (Anserinae)
Tribus: Pfeifgänse (Dendrocygnini)

Zur Gattung Dendrocygna gehören acht Arten, darunter eine gefährdete. Alle Arten werden in VdZ-Zoos gezeigt.

D LC 650

Witwenpfeifgans, Witwenente

Dendrocygna viduata
Engl.: The White-faced Whistling Duck
Franz.: La dendrocygne veuf

212-002-007-009 dendrocygna viduata landau PD2
Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata) im Zoo Landau © Peter Dollinger, VdZ
Mit einem Weltbestand in der Grössenordnung von 1,4 bis 2,6 Millionen Individuen ist die Art nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der Internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Die Art fällt jeweils unter Anhang 2 der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CM212-002-007-009 dendrocygna viduata SF ZRH
Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata) mit Küken im Zoo Zürich © Sam Furrer, Zoo Zürich
S) und des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Verbreitung: Weit verbreitet in Süd- und Mittelamerika und der Karibik (Anguilla, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Barbados, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Dominica, Dominikan, Republic, Franz. Guiana, Guadeloupe, Guyana, Haiti, Kolumbien, Kuba, Martinique, Montserrat, Niederländ. Antillen, Nikaragua, Panama, Paraguay, Peru, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Surinam, Trinidad und Tobago, Uruguay, Venezuela), Afrika (Angola, Äquatorial-Guinea, Äthiopien, Benin, Botsuana, 212-002-007-009 dendrocygna viduata ZRH PD
Witwenpfeifgänse (Dendrocygna viduata) in der Masoalahalle des Zoo © Peter Dollinger, VdZ
Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Kongo Dem., Lesotho, Liberia, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Sudan, Swasiland, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikan. Republik), Madagaskar und andere Inseln im Indischen Ozean (Komoren, Mauritius, Mayotte, Réunion)    

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Cottbus, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Halle, Hoyerswerda, Köln, Krefeld, Landau, Leipzig, Magdeburg, München, Münster, Osnabrück, Schmiding, Stuttgart, Walsrode, Wien, Wuppertal, Zürich

Wie Witwenenten gehalten werden (Beispiele):
Masoala-Regenwald im Zoo Zürich siehe ZOOLEX Gallery
Großvoliere im Tierpark Helalbrunn siehe ZOOLEX Gallery

Besonderes: Die Witwenpfeifgans verdankt ihren deutschen Namen der auffälligen schwarzweiße Färbung von Hals und Kopf, duch die sie sich von allen anderen Dendrocygna-Arten abhebt. Obwohl die Art in drei Faunenreichen zuhause ist, hat sie keine Unterarten ausgebildet.

Ihre Nahrung findet die Witwenpfeifgans entweder im seichten Wasser oder durch Gründeln in tieferen Abschnitten und gelegentlich sogar durch Tauchen. Beim Gründeln nimmt sie Wasser in den Schnabel und siebt anschliessend mit den Hornlamellen essbare Pflanzenteile aus. Meistens ist sie in den Morgen- und Abendstunden unterwegs, teilweise auch nachts, immer in einem Schwarm, und lässt dabei oft ihr charakteristisches Pfeifen ertönen. Tagsüber ruht sie auf offenen Gewässern oder an Flussufern und wendet viel Zeit für die Gefiederreinigung auf, wobei sie zur besseren Paarbindung auch Kopf und Nacken des Partners putzt. (Zoo Zürich)

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
GINN, P.J., McILLERON, W.G. & MILSTEIN, P. le S. (1999)
KOLBE, H. (1972)

PD - 24.05.2009

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Gelesen 2635 mal Letzte Änderung am Sonntag, 20 März 2016 16:20
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