Schwäne, Gänse, Hühner- und Affengans

Hawaiigans

Nenegans im Natur- und Tierpark Goldau Nenegans im Natur- und Tierpark Goldau
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Gänsevögel (ANSERIFORMES)
Unterordnung: Gänseverwandte (Anseres)
Familie: Enten und Gänse (Anseridae)
Unterfamilie: Gänseartige (Anserinae)
Tribus: Schwäne und Gänse (Anserini)

Zu den Meergänsen der Gattung Branta zählen fünf Arten, wobei die Kanadagans von manchen Autoren in zwei Arten aufgesplittet wird. Alle fünf bzw. sechs Arten werden in VdZ-Zoos gezeigt.

D VU 650

Hawaiigans, Nenegans

Branta sandvicensis
Engl.: The Hawaiian Goose
Franz.: La bernache d'Hawaii

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Nenegans im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Nenegans war in freier Wildbahn ausgestorben. Heute gibt es wieder über 2000 wildlebende Vögel. Die Art gilt aber immer noch als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang I eingeschränkt.

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Verbreitung der Hawaiigans (Branta sandvicensis)
Verbreitung: Hawaii-Inseln (Kaua`i, Mau`i, Hawai`i)

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Cottbus, Goldau, Halle, Karlsruhe, Köln, Krefeld, Neumünster, Neuwied, Rheine, Rostock, Stuttgart, Walsrode, Wuppertal

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Nenegans im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes: Der ursprüngliche Bestand der Hawaii-Gans wird auf etwa 25'000 Vögel geschätzt. Nach der Besiedlung durch die Europäer kollabierte der Bestand wegen Bejagung sowie Konkurrenz oder Prädation durch eingeführte Schweine, Schafe, Ziegen, Mungos, Hunde und Katzen.

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Nenegans im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
1949 gab es gerade noch 20-30 Vögel in der Natur und weitere 17 in Menschenhand. Durch koordinierte Erhaltungszucht wuchs der Bestand in Zoos und bei Privathaltern so weit an, dass ein Wiederansiedlungsprogramm in Angriff genommen werden konnte. Dieses war einigermaßen erfolgreich, der Erfolg wurde aber durch Lebensraumverlust, Strassenverkehr und Prädation relativiert. Auf Mau`i und Hawai`i müssen deshalb immer noch Nachzuchttiere nachgeschoben werden. 2011 gab es wieder mehr als 2000 erwachsene Vögel in freier Wildbahn.

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
KOLBE, H. (1972)

PD - 02.12.2008; mehrfach aktualisiert

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