Halb- und Glanzgänse, Dampfschiffenten

Brandgans

Brandgans (Tadorna tadorna) im Zoo Augsburg Brandgans (Tadorna tadorna) im Zoo Augsburg
P. Bretschneider, Zoo Augsburg

Ordnung: Gänsevögel (ANSERIFORMES)
Unterordnung: Gänseverwandte (Anseres)
Familie: Enten und Gänse (Anseridae)
Unterfamilie: Gänseartige (Anserinae)
Tribus: Halbgänse (Tadornini)

Zur Gattung Tadorna gehören sechs nicht gefährdete Arten, die alle in VdZ-Zoos gezeigt werden. Eine siebte Art wird auf der Roten Liste als "vom Aussterben bedroht" geführt, ist aber möglicherweise bereits ausgestorben, denn die letzten Sichtungen datieren aus dem Jahr 1990.

D LC 650

Brandgans

Tadorna tadorna

Engl.: The Shelduck
Franz.: Le tadorne de belon 
        
212-002-041-005 tadorna tadorna bsl PD
Brandgans (Tadorna tadorna) im Zoo Basel © Peter Dollinger, VdZ
Die Brandgans hat eine weite Verbreitung und einen grossen, auf 570'000 bis 710'000 Individuen geschätzten Bestand. Die Art gilt daher nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.

Die Art fällt jeweils unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CMS) sowie des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Verbreitung: Europa: Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien ehem Jug. Rep., Moldawien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschech. Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland, Zypern
Asien: Afghanistan, Bangladesch, China, Irak, Iran, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan, Mongolei, Turkmenistan, Usbekistan
Nordafrika: Algerien, Marokko, Tunesien
        
Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Bremerhaven, Chemnitz, Cottbus, Dortmund, Duisburg, Frankfurt, Goldau, Gossau, Halle, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Köln, Kronberg, Leipzig, Magdeburg, Neumünster, Neunkirchen, Nordhorn, Rostock, Saarbrücken, Schmiding, Schwerin, Stuttgart, Tallinn, Ueckermünde, Walsrode, Wuppertal

Besonderes: Die Brandgans brütet zumeist an den Meeresküsten, wobei besonders in Norddeutschland zunehmend auch das Binnenland besiedelt wird. Nach der Brutzeit ziehen die meisten Vögel der westeuropäischen Population an die traditionellen Mauserplätze im Wattenmeer, bevor sie in den Brutgebieten oder südlich davon überwintern. Deutschland gehört zu den Verbreitungsschwerpunkten der Art, in Österreich brütet sie in geringer Zahl im Seewinkel, in der Schweiz ist sie ein seltener Durchzügler (MAUMARY et al. , 2007).

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
KOLBE, H. (1972)
MAUMARY, L. et al. (2007)

PD - 23.05.2009

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