Stichlinge, Seenadeln und Seepferdchen

Seepferdchen

Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi), Zoo Zürich Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi), Zoo Zürich
© Sam Furrer, Zoo Zürich

Die Unterfamilie der Seepferdchen besteht aus einer Gattung mit 57 validen Arten (FishBase).  In der Roten Liste der IUCN sind 38 Arten erfasst, von denen zehn gefährdet sind und eine stark gefährdet ist. Bei den meisten übrigen ist die Datenlage für eine Beurteilung zu dürftig.

lineblack1px

Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes) bzw. Seenadelartige (Syngnathiformes)
Familie: Seenadeln und Seepferdchen (Syngnathidae)  
Unterfamilie: Seepferdchen (Hippocampinae)

D VU 650

Zebraschnauzen-Seepferdchen 

Hippocampus barbouri
Engl.: The Barbour's Seahorse or Zebra-snout Seahorse
Franz.: L'hippocampe de Barbour

Zebraschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus barbouri) - Pressefoto Aquazoo
Zebraschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus barbouri) - Pressefoto Aquazoo
Gefährdung und Schutz: Das Zebraschnauzen-Sepferdchen wird in großem Stil für die Zwecke der traditionellen orientalischen Medizin gefangen und die Bestände nehmen ab. Es gilt deshalb als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE)

529 006 016 004 hippocampus barbouri map
Approximative Verbreitung des Zebraschnauzen-Seepferdchens (Hippocampus barbouri)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Westpazifik : Philippinen, Malaysia (Saba) und Indonesien

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Düsseldorf, Frankfurt, Wuppertal

Besonderes: Getrocknete Seepferdchen werden in großen Mengen für die Zwecke der traditionellen asiatischen Medizin gehandelt. Seit dem 15. Mai 2004 ist deshalb der internationale Handel mit allen Arten nach CITES-Anhang II geregelt. Insbesondere dürfen nur über 10 cm lange Tiere kommerziell gehandelt werden. Darüber hinaus ist der Verlust von Lebensraum - Seegraswiesen im Flachwasserbereich - mit ein Grund für die Abnahme der Bestände dieser Art. Die Zucht gelingt in manchen Zoos regelmäßig.

 PD/SN - 19.01.2012; mehrfach aktualisiert

lineblack1px

Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes) bzw. Seenadelartige (Syngnathiformes)
Familie: Seenadeln und Seepferdchen (Syngnathidae)  
Unterfamilie: Seepferdchen (Hippocampinae)

D VU 650

Linien-Seepferdchen 

Hippocampus erectus
Engl.: The Lined Seahorse
Franz.: L'hippocampe moucheté ou hippocampe rayé

Linien-Seepferdchen (Hippocampus erectus) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Linien-Seepferdchen (Hippocampus erectus) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Das Linien-Seepferdchen wird als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE), da die Bestände wahrscheinlich um 30 % zurückgegangen sind. Gründe für diesen Rückgang sind: Fang für den Aquarienmarkt und Traditionelle Orientalische Medizin, Beifang, Zerstörung des Lebensraums. 

529 006 016 009 hippocampus erectus map
Approximative Verbreitung des Linien-Seepferdchens (Hippocampus erectus)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Westatlantik : Von Kanada entlang der Ostküste von Nordamerika nach Mexiko, in die Karibik und nach Venezuela.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Frankfurt, Köln, München, Stuttgart

Besonderes: Linien-Seepferdchen kommen bis in eine Tiefe von 73 m vor. Sie sind meist vergesellschaftet mit auqtischer Vegetation, wie Mangroven, Seegras, Golftang (Sargassum sp.) und mit Schwämmen. Ab einer Länge von 6.3 cm sind Linien-Seepferdchen fortpflanzungsfähig. Sie können eine Länge von 19 cm erreichen.

Literatur und Internetquellen:
PROJECT SEAHORSE. 2003. Hippocampus erectus. The IUCN Red List of Threatened Species 2003: e.T10066A3158973. http://www.iucnredlist.org/details/10066/0. Downloaded on 20 July 2016.

PD/SN - 19.01.2012; mehrfach aktualisiert

lineblack1px

Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes) bzw. Seenadelartige (Syngnathiformes)
Familie: Seenadeln und Seepferdchen (Syngnathidae)  
Unterfamilie: Seepferdchen (Hippocampinae)

D DD 650

Langschnauzen-Seepferdchen 

Hippocampus reidi
Engl.: The Longsnout Seahorse
Franz.: L'hippocampe long-nez

Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi), schwangeres Männchen im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg
Langschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus reidi), schwangeres Männchen im Tiergarten Nürnberg © TG Nürnberg
Gefährdung und Schutz: 1996 wurde das Langschnauzen-Seepferdchen im Rahmen der Roten Liste als Gefährdet eingestuft. Seit Anwendung der neuen Kriterien ab 2003 wird die Datenlage als für eine Beurteilung ungenügend angesehen (Rote Liste: DATA DEFICIENT).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt

Verbreitung: Westatlantik : Von North Carolina bis Brasilien, Karibik, Bermuda. Lebt in Riffen, auch im Brackwasser.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Duisburg, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Münster, Nürnberg, Rostock, Stuttart, Wien-Haus-des-Meers, Wien-Schönbrunn
        
Besonderes Bei den Seepferdchen übergibt das Weibchen bei der Paarung die Eier dem Männchen in eine Bruttasche auf dessen Bauchseite. Dort entwickeln sich Eier und frisch geschlüpfte Jungtiere. Nach etwa 30 Tagen wird es in der Bruttasche zu eng und der Vater entlässt seine etwa zehn Millimeter langen Jungen, die von diesem Moment an auf sich allein gestellt sind. Die Zucht gelingt in manchen Zoos regelmäßig. Die Jungtiere werden in Spezialbehältern mit geringer Strömung und viel Futter in der passenden Größe - winzige Krebse und Rädertierchen - aufgezogen. Die kleinen Seepferdchen müssen sozusagen im Futter schwimmen. Der Wechsel der Futtertiere - passend zum Wachstum der Seepferdchen - ist nicht einfach und erfordert auch eine Umstellung der Fressgewohnheiten der Jungtiere.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
SCHÖLL, Y. (2013)

Literatur:
EICHLER, D. (1997)

PD/SN - 05.09.2011; mehrfach aktualisiert

Zurück zu Stichlinge, Seenadeln und Seepferdchen

Weiter zu Grosser Fetzenfisch (Phycodurus eques)

Gelesen 3468 mal Letzte Änderung am Dienstag, 22 November 2016 08:23
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx