Meerwasser-Barsche und Meeräschen

Doktorfische

Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch (Zebrasoma velifer) im Zoo Zürich Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch (Zebrasoma velifer) im Zoo Zürich
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Zur Familie der Acanthuridae gehören sechs Gattungen mit 82 validen Arten, darunter Acanthurus mit 38, Naso mit 20, Paracanthurus mit einer und Zebrasoma mit 7 Arten (FishBase). Die Familie wurde im Rahmen der Roten Liste beurteilt. Nur eine Art der Gattung Acanthurus gilt als gefährdet.

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Spätblauer Doktorfisch

Acanthurus coeruleus
Engl.: The Blue Tang Surgeon
Franz.: Le chirurgien bleu
       
Spätblauer Doktorfisch (Acanthurus coeruleus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Ber
Spätblauer Doktorfisch (Acanthurus coeruleus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Der Spätblaue Doktorfisch ist weit verbreitet und allgemein häufig. Durch Übernutzung kam es zwar lokal zu Bestandesabnahmen, andererseits kommt die Art in verschiedenen Meeresschutzgebieten vor. Sie gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste:LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Westatlantik : Von Florida bis Brasilien, einschliesslich Golf von Mexiko, Ascension

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Köln, Erfurt-Aquarium, Landau, Leipzig, Schmiding, Tallinn, Wien-Haus-des-Meeres

Besonderes: Die Bezeichnung "Spätblau" rührt daher, dass bei dieser Art die Jungtiere gelb gefärbt sind und erst als Erwachsene blau werden. Die andere Färbung der Jungtiere kommt bei territorialen Fischarten vor, deren Junge im selben Lebensraum aufwachsen. Sie ist eine innerartliche Tarnung: Die Jungen werden von den Erwachsenen nicht als Artgenossen erkannt und daher nicht vertrieben. (STUDER, 1986)

Literatur:
STUDER, P. (1986)

PD - 11.93.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Augenstreifen-Doktorfisch

Acanthurus dussumieri
Engl.: The Eyestripe Surgeonfisch or Pencilled Surgeonfisch
Franz.: Chirurgien couronné

Augenstreifen-Doktorfisch (Acanthurus dussumieri), Tierpark Hellabrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Ber
Augenstreifen-Doktorfisch (Acanthurus dussumieri), Tierpark Hellabrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Ber
Gefährdung und Schutz: Der Augenstreifen-Doktorfisch ist weit verbreitet und allgemein häufig. Durch Übernutzung kam es zwar lokal, etwa bei Hawaii, zu Bestandesabnahmen, andererseits kommt die Art in verschiedenen Meeresschutzgebieten und auch außerhalb von Riffen in größerer Tiefe vor. Sie gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Indo-Pazifik : Von der Küste Ostafrikas bis Hawaii und von Südjapan bis Australien.

Haltung in VdZ-Zoos: Bochum, Duisburg, München, Osnabrück, Wien-Haus-des-Meeres

Besonderes: Dieser bis 54 cm lange Doktorfisch ist überwiegend tagaktiv. Er lebt oft in Gruppen, hauptsächlich an der Außenseite von Riffen in Tiefen von 2-25 m, wo er sich vorzugsweise von Algen ernährt. Die Art wird für Speisezwecke gefangen. (KING, 1996)

Literatur:
KING, D. (1996)

PD - 04.04.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Goldrand- oder Gelbflossen-Doktorfisch

Acanthurus xanthopterus
Engl.: The Yellowfin Surgeonfish
Franz.: L'acanthure à nageoir jaune ou chirurgien pourpre

Goldrand-Doktorfisch (Acanthurus xanthopterus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Ber
Goldrand-Doktorfisch (Acanthurus xanthopterus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Ber
Gefährdung und Schutz: Der Goldrand-Doktorfisch ist weit verbreitet und allgemein häufig. Durch Übernutzung namentlich zur Lebensmittelgewinnung kam es zwar lokal zu Bestandesabnahmen, andererseits kommt die Art in verschiedenen Meeresschutzgebieten vor. Die Art gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung:  Indopazifik : Tropengürtel von der Küste Ostafrikas bis nach Kalifornien, Mittel- und nördliches Südamerika.

Haltung in VdZ-Zoos: Bochum, Erfurt-Aquarium, Leipzig, München, Schmiding

Besonderes: Lebt meist in Gruppen an Riffen, Sandküsten und in Lagunen bis etwa 100 m Tiefe, vorzugsweise in geschützten Bereichen, Erwachsene auch an den Riff-Außenseiten. Im Pazifik werden die Fische von Booten oder vom Ufer aus mit Angelruten gefangen und haben einen erheblichen Anteil am gesamten Fischereiertrag.

PD - 27.11.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Indischer Blauklingen-Nasendoktorfisch

Naso elegans
Engl.: The Elegant Unicornfish
Franz.: Le nasonélégant

535-002-008-006 naso elegans zooaq berlin
Indischer Blauklingen-Nasendoktorfisch (Naso elegans)im Zoo-Aquarium Berlin © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Der Blauklingen-Nasendoktorfisch ist weit verbreitet und in Teilen seines Areals häufig. er wird nur in Thailand gezielt befischt Die Art gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Rotes Meer und Indischer Ozean von der Küste Ostafrikas bis Bali. Trotz seines Namens von den Küsten der Indischen Halbinsel nicht nachgewiesen, kommt aber bei den Andamanen und Nikobaren vor.

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo-Aquarium, Bochum, Duisburg, Hamburg, Köln, Stuttgart

Besonderes: Der Indische Blauklingen-Nasendoktorfisch erreicht im Mittel eine Länge von 45 cm. Er bevorzug geschützte Buchten und Riffe und wird auf auch felsigem Untergrund angetroffen. Er schwimmt in kleinen Gruppehn und Schulen in tiefen von 5-30 Metern und ernährt sich von bodenlebenden Algen.

PD - 14.09.2013; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Blauklingen-Nasendoktorfisch

Naso unicornis
Engl.: The Bluespine Unicornfish
Franz.: Le nason à éperons bleus

Blauklingen-Nasendoktorfisch (Naso unicornis), Aquazoo Düsseldorf - Pressefoto Aquazoo
Blauklingen-Nasendoktorfisch (Naso unicornis), Aquazoo Düsseldorf - Pressefoto Aquazoo
Gefährdung und Schutz: Der Blauklingen-Nasendoktorfisch ist weit verbreitet und allgemein häufig. Durch Übernutzung kann es zwar lokal zu Bestandesabnahmen kommen, diese können aber nicht quantifiziert werden. Andererseits kommt die Art in verschiedenen Meeresschutzgebieten vor. Die Art gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Rotes Meer und Indo-Pazifik von der Küste Ostafrikas bis Hawaii, im Norden bis Japan, im Süden bis zur Lord Howe-Insel.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Hamburg, Schmiding

Besonderes: Der Blauklingen-Nasendoktorfisch erreicht im Mittel eine Länge von 50 cm und kann bis 70 cm lang werden. Gebietsweise ist er ein bedeutender Speisefisch. Allein in Saudi-Arabien werden jährlich 100-200 Tonnen angelandet, was größenordnungsmäßig etwa 100'000 Fischen entspricht. Im Rahmen einer auf Hawaii durchgeführten Studie wurden eine maximale Gesamtlänge von ca. 60 cm, ein Maximalgewicht von ca. 4 kg, ein  Durchschnittsalter von 12.8 und ein Höchstalter von 58 Jahren frestgestellt. Fische mit der zuläßigen Mindestfanglänge von 35 cm waren etwa ein Kilogramm schwer. (EBLE et al., 2009)

Literatur:
EBLE, J.A., LANGSTON, R. & BOWEN, B.W. (2009)

PD - 08.03.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Masken-Nasendoktorfisch

Naso vlamingii
Engl.: The Bignose Unicornfish.
Franz.: Le nason à gros nez

Masken-Nasendoktorfisch (Naso vlamingii) im Zoo Osnabrück © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Masken-Nasendoktorfisch (Naso vlamingii) im Zoo Osnabrück © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Der Masken-Nasendoktorfisch ist weit verbreitet und es sind keine aktuellen Risiken bekannt. Da die Art von Korallenriffen abhängig ist und diese zunehmend gefährdet sind, ist eine Überewachung der Bestände und ihrer Lebensräume empfehlenswert. (Rote Liste:LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: An Korallenriffen von Ostafrika im Indischen Ozean über Indien und Japan nach Südostasien, Australien und bis in den Südwestpazifischen Raum.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo-Aquarium, Bern, Bochum, Duisburg, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Osnabrück, Schmiding, Stuttgart, Tallinn, Wien, Zürich

Besonderes: Dieser Nasendoktorfisch kann eine Gesamtlänge von bis zu 60 cm erreichen. Er lebt von der Wasseroberfläche bis in 60 m Tiere in tiefen Lagunen und an Außenriffen. Er ist ein Allesfresser, ernährt sich aber hauptsächlich von Zooplankton. Zur Nahrungssuche kann er lockere Schulen bilden, ansonsten lebt er allein oder paarweise.

PD - 27.10.2010; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Paletten-Doktorfisch

Paracanthurus hepatus
Engl.: The Blue Tang
Franz.: Le chirurgien bleu

Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Gefährdung und Schutz: Der Paletten-Doktorfisch ist weit verbreitet, aber eher selten Er wird für den Aquarienhandel genutzt, es bestehen aber keine Anhaltspunkte für eine Bestandesabnahme. Er kommt auch in zahlreichen Meeresschutzgebieten vor und gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Indo-Pazifik von der Küste Ostafrikas und den Maskarenen bis Kiribati und Samoa.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Zoo-Aquarium, Bern, Bochum, Duisburg, Erfurt-Aquarium, Hamburg, Leipzig, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Rostock, Schmiding, Stuttgart, Tallinn, Wien, Zürich

Besonderes: Typisch für alle Doktorfische sind die "Skalpelle", auf jeder Seite der Schwanzwurzel befindliche scharfe Knochenfortsätze. Diese Skalpelle liegen in Gruben versenkt und werden nur bei Angriff bzw. Verteidigung ausgestellt. Sie können tiefe, schmerzhafte Wunden verursachen. (EICHLER, 1997)

Literatur:
EICHLER, D. (1997)

PD - 11.03.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Gelber Segelflossen-Doktorfisch

Zebrasoma flavescens
Engl.: The Yellow Sailfin Tang
Franz.: Le chirurgien jaune

Gelber Segeldoktorfisch (Zebrasoma flavescens), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gelber Segeldoktorfisch (Zebrasoma flavescens), Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Der Gelbe Segelflossen- Doktorfisch ist weit verbreitet. Er ist nur gebietsweise häufig und wird massiv für den Aquarienhandel gefangen. Die Bestände kommen aber auch in Schongebieten vor und werden als stabil beurteilt. Die Art gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste:LEAST CONCERN)

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Westlicher Pazifik : Nördlich des Äquators, von Japan bis Hawaii

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Bern, Bochum, Duisburg, Erfurt-Aquarium, Frankfurt, Hamburg, Köln, Kronberg, Landau, Leipzig, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Rostock, Stuttgart, Tallinn, Tenerife-Puerto de la Cruz, Wien, Wuppertal, Zürich

Besonderes: Bei den Doktorfischen stehen die Bauchflossen weit vorn, beinahe senkrecht unter den Brustflossen. Dies erhöht die Manövrierfähigkeit auf engem Raum enorm, was für ein Leben im Riff wichtig ist (STUDER, 1986).

Literatur:
STUDER, P. (1986)

PD - 12.03.2009; mehrfach aktualisiert

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Ordung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)

D LC 650

Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch

Zebrasoma velifer (Z. veliferum)
Engl.: The Yellow Sailfin Tang
Franz.: Le chirurgien jaune

535-002-012-006 zebrasoma veliferum nuernbg PD
Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch (Zebrasoma velifer) im Tiergarten Nürnberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: Der Pazifische Segelflossen-Doktorfisch ist weit verbreitet. Er ist ist gebietsweise häufig, im Allgemeinen ist die dichte aber eher gering. Er wird in begrenztem Umfang für den Aquarienhandel gefangen. Die Bestände  werden aber als stabil beurteilt. Die Art gilt daher als nicht-gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Pazifik : Von der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean und Vietnam ostwärts bis Pitcairn und Hawaii, nordwärts bis Süd-Japan, südwärts bis zum südlichen Australien und Französisch Polynesien.

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Bern, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Erfurt-Aquarium, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Schmiding, Tenerife-Puerto de la Cruz, Wien, Wien-Haus-des-Meeres, Wuppertal, Zürich

Besonderes: Der Pazifische Segelflossen-Doktorfisch kann eine Gesamtlänge von bis zu 40 cm erreichen. Er lebt von der Wasseroberfläche bis in mindestens 30 m Tiefe in Lagunen und an Außenriffen. Er ernährt sich hauptsächlich von Blättern von Makro-Algen.

PD - 14.09.2013; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 5654 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 13 Oktober 2016 09:36
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