Katzen

Margay

Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund
© F.Brandstätter

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Katzenartige (Feliformia)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)

Zur Gattung Leopardus werden heute sieben Arten gezählt, darunter die früheren Oncifelis  und Oreailurus. Drei Arten gelten als potenziell gefährdet, zwei als gefährdet und eine als stark gefährdet. Vier Arten werden in VDZ-Zoos gehalten.

D NT 650

Margay, Langschwanzkatze

Leopardus wiedii
Engl.: The Margay or Tree Ocelot
Franz.: Le margay ou chat-tigre

Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund © F. Brandstätter
Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund © F. Brandstätter
Die Zerstörung durch Rodungen und Straßen und Umwandlung der Wälder in Südamerika in Agrar- und Weideflächen führt zu einer Verkleinerung des Verbreitungsgebiets des Margay. Populationen werden fragmentiert und isoliert. Bestände in Schutzgebieten sind kaum gross genug, um ohne Austausch von anderen Populationen über die nächsten Jahre zu bestehen. Die Art wird deshalb als potenziell gefährdet beurteilt (Rote Liste: NEAR THREATENED), könnte aber bald in eine höhere Gefährdungskategorie rutschen (VULNERABLE).

Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund © F. Brandstätter
Margay (Leopardus wiedii) im Zoo Dortmund © F. Brandstätter
Der internationale Handel ist durch CITES-Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Süd- und Mittelamerika: Von Süd-Mexiko bis Süd-Brasilien und Paraguay.

Haltung in VDZ-Zoos: Berlin-Tierpark

Besonderes: Wie beim Ozelot verläuft bei der Margay der Haarstrich am Hals von hinten nach vorn, allerdings ausgehend von nur einem Haarwirbel, der sich hinter den Schulterblättern befindet (DOLLINGER, 1983). Das Fell ist plüschartig und weicher als bei anderen Katzen. Die Fleckung kann enorm variieren.

Auf Deutsch wird die/der Margay auch 112-007-001-020 leopardus pardalis felle
Der Haarstrich bei Ozelot (links) und Margay (rechts). Zeichnung Peter Dollinger
Baumozelot genannt, da sie stärker als der Ozelot an das Baumleben angepasst ist. Im Gegensatz zu anderen Kleinkatzen kann sie geschickt kopfvoran einen Baumstamm herunterklettern und springt wie ein Marder mit gespreizten Beinen und ausgefahrenen Krallen aus einem Baum scheinbar ins Leere hinaus. Erwischt sie im Fallen mit nur einer Pfote einen Ast oder ein Schlinggewächs, so reicht das schon, um sich aufzufangen.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
GUSSET, M. (2000)

Literatur:
DOLLINGER, P. (1983)   
WEIGEL, I. (1970)

WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

30.06.2013; 28.11.2013

Zurück zu Raubtiere

Weiter zu Serval (Leptailurus serval)



 

Gelesen 3978 mal Letzte Änderung am Sonntag, 04 September 2016 08:15
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx