Habichtartige

Riesenseeadler

Riesenseeadler im Zoo Nürnberg Riesenseeadler im Zoo Nürnberg
Helmut Mägdefrau, TG Nürnberg

Ordnung: Taggreife(Falconiformes)
Unterordnung: Habichtartige und Fischadler (Accipitres)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)

Die Gattung Haliaeetus  umfasst acht Arten, von denen drei gefährdet sind und eine unmittelbar vom Aussterben bedroht ist. In VdZ-Zoos werden vier Arten gezeigt.

D VU 650

Riesenseeadler

Haliaeetus pelagicus
Engl.: The Steller's Sea Eagle
Franz.: Le pygargue empereur

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Riesenseeadler (Haliaeetus pelagicus) im Zoo Heidelberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Bestand umfasst rund 5000 Vögel und nimmt ab. Die Art gilt daher als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

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Approximative Verbreitung des Riesenseeadlers (Haliaeetus pekagicus)
Der internationaler Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Russland (Kamtschatka, Sachalin), China, Japan, Nord- und Südkorea

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Heidelberg, Marlow, Nürnberg, Schmiding, Tallinn, Walsrode. Im Zoo Tallinn ziehen die Riesenseeadler regelmässig Nachwuchs auf.

Der Zoo Heidelberg hält zwei Vögel, die bei ener versuchten illegalen Einfuhr zusammen mit vier Artgenossen vom niederländischen Zoll beschlagnahmt und dem Zoo zur Pflege überlassen wurden.

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Riesenseeadler (Haliaeetus pelagicus) im Zoo Heidelberg © Heidrun Knigge, Heidelberg
Europäisches Zuchtbuch (ESB) koordiniert durch Zoo Moskau, dem 1987 die Welterstzucht geglückt war (PM Tierpark Berlin).

Besonderes: Mit einer Flügelspannweite bis zu 280 cm und einem Gewicht bis 9 kg bei den Weibchen ist der Riesenseeadler der größte Adler der Welt. Er wird auch Steller-Seeadler genannt. Dies nach dem deutschen Naturforscher: Georg Wilhelm STELLER, der 1709 in Franken geboren wurde. Als armer Mann verließ er seine Heimat, um sich als Wundarzt der russischen Armee die Fahrt nach Sankt Petersburg zu verdienen. 1741 nahm er an der Großen Nordischen Expedition unter Vitus Bering teil, die vom Zar Peter dem Großen in Auftrag gegeben worden war. Er beschrieb Hunderte von Pflanzen- und Tierarten darunter die berühmte Stellersche Seekuh, die wenig später ausgerottet wurde. Auf dieser Reise strandete das Schiff, Kapitän BERING starb und STELLER hatte großen Anteil daran, dass die Fahrt nicht in einer Katastrophe endete. Er blieb diesem Erdwinkel treu und verbrachte noch einige Jahre dort. 1746 starb er in Sibirien.

PD/SN - 20.03.2010; mehrfach aktualisiert

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