Kraniche, Rallenkraniche, Trompetervögel

Paradieskranich

Paradieskranich (Anthropoides paradisea), Zoo Krefeld Paradieskranich (Anthropoides paradisea), Zoo Krefeld
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Unterordnung: Kranichverwandte (Grues)
Familie: Kraniche (Gruidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kraniche (Gruinae)

Die Gattung Anthropoides  umfasst zwei Arten, von denen eine gefährdet ist. In VdZ-Zoos werden beide Arten gezeigt.

D VU 650

Paradieskranich

Anthropoides (= Grus) paradisea (paradiseus)
Engl.: The Blue Crane
Franz.: La grue bleue

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Paradieskranich (Anthropoides paradisea) mit Küken im ErlebnisZoo Hannover © Zoo Hannover
Durch Umwandlung von Lebensraum in Agrarland haben die Bestände stark abgenommen, dürften aber nun auf tieferem Niveau stabil sein. Die Art wird gegenwärtig als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE).

Der Internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Die Art fällt unter Anhang 2 des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Verbreitung: Hauptsächlich in Südafrika, Kleine Bestände in Lesotho, Namibia und Swasiland. Gastvögel in Botswana und Simbabwe

Haltung in VdZ-Zoos: Hannover, Köln, München, Neuwied, Nürnberg, 215-004-001-002 anthropoides par stamp
Paradieskanich-Motive auf Briefmarken
Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Walsrode, Wuppertal

Besonderes: Der "Blue Crane" ist der Nationalvogel Südafrikas, er zählt zu den "Big Five of Birds" und sein Konterfei findet sich auf Briefmarken und Münzen. Bei den Landwirten ist er weniger populär und wurde lange als Schädling verfolgt, weil er sich an Getreidesaat gütlich tat. Er frisst aber auch viel tierische Kost, wie Heuschrecken, kleine Reptilien, Frösche und Mäuse. Im Winter schließen sich die Paradieskraniche zu Schwärmen von bis zu 300 Individuen zusammen, die oft auf Agrarland nach Futter suchen und auf den Farmteichen übernachten. Zur Brut leben die Paare in offenen Landschaften, wie dem Highveld-Grasland, der Karoo den südlichen Ausläufern der Kalahari oder der Etoscha. Die Paare halten einen Abstand von 1-2 km ein. Wie bei Kranichen üblich, legen sie in der Regel zwei Eier, die von beiden Partnern während 30-33 Tagen bebrütet werden. Die Jungen fangen im Alter von 12 Wochen an zu fliegen. (GINN et al., 1999)

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1996)
GINN, P.J., McILLERON, W.G. & MILSTEIN, P. le S. (1999)        

PD - 06.12.2009; mehrfach aktualisiert

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