Kakadus

Eigentliche Kakadus - Cacatua

Orangehaubenkakadu (Cacatua sulphurea citrinocristata) im Loro Parque, Tenerife Orangehaubenkakadu (Cacatua sulphurea citrinocristata) im Loro Parque, Tenerife
Matthias Reinschmidt, Loro Parque

Ordnung: Papageienvögel (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Unterfamilie: Graue und  Weiße Kakadus (Cacatuinae)

Die Gattung Cacatua umfasst 12 Arten, davon sind vier in einer höheren Gefährdungskategorie eingereiht. Alle Arten werden in VdZ-Zoos gehalten.

D LC 650

Nasenkakadu

Cacatua tenuirostris
Engl.: The Long-billed Corella
Franz.: Le cacatoès nasique

218-002-001-012 cacatua tenuirostris LPF MR2
Nasenkakadus (Cacatua tenuirostris) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Obwohl der Nasenkakadu nur ein beschränktes Verbreitungsgebiet hat, existieren wahrscheinlich noch mehr als 100'000 Tiere und die Bestände nehmen eher zu. Er wird deshalb nicht als gefährdet beurteilt (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

218 002 001 012 cacatua tenuirostris map
Approximative Verbreitung des Nasenkakadus (Cacatua tenuirostris)
Verbreitung: Ost- und Südost-Australien

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, München, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz
        
218-002-001-012 cacatua tenuirostris LPF MR
Junger Nasenkakadu (Cacatua tenuirostris) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Besonderes: Der englische Name dieses 38 cm langen Kakadus, "Long-billed corella", ist treffender als das deutsche "Nasenkakadu", denn es ist der Oberschnabel, der stark verlängert ist und zum Ausgraben von Nahrung eingesetzt wird. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode fliegen die Nasenkakadus in großen Schwärmen aufs offenen Land, wo sie die Bodenoberfläche nach Fressbarem absuchen oder nach Wurzeln und Knollen graben, was sie bei den Landwirten nicht gerade beliebt macht. Genistet wird dagegen im Wald. Das Nest befindet sich meist in einer Baumhöhle in einem hohen Eukalyptus in Wassernähe. Das Gelege besteht aus zwei, selten drei Eiern (FORSHAW & COOPER, 1981).

Kakadus können sehr alt werden. 1958 starb im Londoner Zoo ein Nasenkakadu, der 106 Jahre alt gewesen sein soll.

Wissenschaftlich war der Nasenkakadu 1820 vom Hanauer Naturforscher Heinrich KUHL in seinem "Conspectus Psittacorum" als "Psittacus tenuirostris" beschrieben worden (STRUNDEN, 1982).

Literatur:
FORSHAW, J. M. & COOPER, W. T. (1981)
STRUNDEN, H. (1984)

PD/SN - 25.09.2011; mehrfach aktualisiert

D LC 650

Wühlerkakadu

Cacatua pastinator
Engl.: The Western Corella
Franz.: Le cacatoès laboureur

218-002-001-009A cacatua pastinator LPF MR2
Wühlerkakadu (Cacatua pastinator) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Früher wurde der Wühlerkakadu oft als Landwirtschaftsschädling verfolgt und getötet, und durch die Ausbreitung der landwirtschaftlichen Flächen wurden Brutgebiete zerstört. Allerdings profitiert dieser Kakadu auch von dem größeren Angebot an Feldfrüchten und die Bestände nehmen heute eher zu. Er gilt deshalb nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

218 002 001 009A cacatua pastinator map
Approximative Verbreitung des Wühlerkakadus (Cacatua pastinator)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: West-Australien

Haltung in VdZ-Zoos: Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz

Besonderes: Der Wühlerkakadu ist ein Bewohner der trockenen Hartlaubwälder und offenen Hartlaubvegetation südlich des Murchison Rivers. Wühlerkakadus fressen überwiegend am Boden. Sie haben ihren Namen daher, dass sie mit ihrem verlängerten Oberschnabel im Boden graben, um so auch an unterirdische Pflanzenteile zu gelangen. Da sie erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen anrichteten, wurden sie massenweise vergiftet und der Bestand der nördlichen Unterart sank um 1940 auf nur noch rund 100 Vögel. Seit das Vergiften verboten und Schutzbestimmungen erlassen wurden, haben sich die Bestände erholt.

Literatur und Internetquellen:
DE GRAHL, W. (1979)

BirdLife International 2012. Cacatua pastinator. In: IUCN 2013. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2013.2. Downloaded on 28 November 2013.

PD/SN - 25.09.2011; aktualisiert

D LC 650

Nacktaugenkakadu

Cacatua sanguinea
Engl.: The Little Corella
Franz.: Le cacatoès corella

218-002-001-010 cacatua sanguinea LPF MR juv
Junge Nacktaugenkakadus (Cacatua sanguinea) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Die Höhe des Gesamtbestands ist zwar nicht bekannt, aber da dieser Kakadu ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat und zumindest im zentralen und nördlichen Australien häufig ist, wird er nicht als gefährdet eingestuft (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

218 002 001 010 cacatua sanguinea map
Approximative Verbreitung des Nacktaugenkakadus (Cacatua sanguinea)
Verbreitung: Australien, Indonesien, Papua Neuguinea, eingeführt in Singapur

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Osnabrück, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Walsrode

Besonderes: Beim 38 cm langen Nacktaugenkakadu gibt es keinen Sexualdimorphismus. Charakteristisch für die Art ist der breite blaue Augenring. Die Vögel suchen bisweilen in großen Schwärmen Weizen- oder Maisfelder heim und können erheblichen Schaden anrichten. Es werden 3-4 Eier gelegt, die 24 Tage bebrütet werden. Die Jungen verlassen das Nest mit etwa neun Wochen.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)

PD/SN - 25.09.2011; mehrfach aktualisiert


D CR 650

Rotsteißkakadu

Cacatua haematuropygia
Engl.: The Red-vented Cockatoo
Franz.: Le cacatoès des Philippines

218-002-001-006 cacatua haematuropygia LPF MR
Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Der Rotsteißkakadu wird als vom Austerben bedroht beurteilt, da seine Bestände schnell und stark zurückgegangen sind (Rote Liste: CRITICALLY ENDAGERED). Da dieser Kakadu im Handel relativ hohe Preise erzielt, werden auch entlegene Nester für die Jungtiere geplündert. Die Zerstörung des Lebensraums durch Waldrodungen stellt eine weitere Gefahr dar. Mittlerweile ist er schon aus vielen Gebieten verschwunden. Als Schutzmaßnahmen werden u.a. geschützte Gebiete eingerichtet und Wilderer werden zu Wildhüter ausgebildet. 1992 wurde 218-002-001-006 cacatua haematuropygia map
Verbreitung des Rotsteißkakadus (Cacatua haematuropygia); dunkelblau heutige, ro ehemalige Verbreitung
ausserdem ein internationales Zuchtprogramme gegründet.

Der internationale Han218-002-001-006 cacatua haematuropygia LPF MR juv
Junge Rotsteißkakadus (Cacatua haematuropygia) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
del ist nach CITES Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Philippinen (heute auf vielen Inseln wahrscheinlich ausgestorben)

Haltung in VdZ-Zoos: Heidelberg, Landau, Walsrode, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz

Besonderes: Der 32 cm lange Rotsteißkakadu ist charakterisiert durch eine orangerot gefärbte Unterschwanzdecke, eine kurze, weiße Holle, einen hellgrauen Schnabel und graue Füße. Abgesehen von gelblichen Partien an Schnabelbasis, Schwanz und Schwingen und dem gelblich-weißen Ohrfleck ist die Gefiederfarbe weiß. Es besteht nur ein sehr geringer Geschlechtsdimorphismus: bei den Hähnen ist die Iris braunschwarz, bei den Hennen rotbraun.

Der Rotsteißkakadu ernährt sich von Getreide, was nicht gerade zu seiner Popularität bei den Bauern beitrug, anderen Samen, verschiedenen Früchten, Nüssen und Beeren (DE GRAHL, 1979).

Der Rotsteißkakadu wurde 1760 erstmals beschrieben und abgebildet vom franzöischen Ornithologen Mathurin-Jacques BRISSON. Wissenschaftlich benannt wurde er 1776 vom Erlanger Professor Philipp Ludwig Statius MÜLLER (STRUNDEN, 1984).

Artenschutzprojekte:  
Schutzprogramm für den Rotsteißkakadu auf Palawan  
Schutz des Lebensraums des Rotsteißkakadus auf Rasa und Damaran

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)
STRUNDEN, H. (1984)

PD/SN - 25.09.2011; mehrfach aktualisiert

 

D LC 650

Inkakakadu

Cacatua leadbeateri
Engl.: The Major Mitchell's Cockatoo, or Pink Cockatoo
Franz.: Le cacatoès de Leadbeater

218-002-001-007 cacatua leadbeateri loropq
Inkakakdu (Cacatua leadbeateri) im Loro Parque, Tenerife © Loro Parquw
Der Inkakakadu wird nicht als gefährdet beurteilt, da er noch ein großes Verbreitungsgebiet hat, relativ häufig ist und eine große Gesamtpopulation hat. Obwohl der Bestand momentan stabil ist, hat dieser Kakadu jedoch unter Zerstörungen seines Lebenraums gelitten, dies vor allem im südlichen und östlichen Teil seines Verbreitungsgebiets. Im Süden war vor allem der Fang für Handel für den Rückgang verantwortlich (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Inkakakadus (Cacatua leadbeateri)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Australien

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Chemnitz, Marlow, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Walsrode

218-002-001-007 cacatua leadbeateri Marlow PD
Inkakakdu (Cacatua leadbeateri) im Vogelpark Marlow © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes: Der 35 cm lange Inkakakdu fällt furch sein rosa getöntes Gefieder und seine große, weiß-gelb-rot quergebänderten Federhaube auf. Auch bei dieser Art haben die Männchen eine dunkle, die Weibchen eine rotbraune Iris. Er ist ein Bewohner der Trockensavannen, trockenen Strauchformationen, sowie Grasländer und Salzbuschsteppen mit nur geringem Baumbewuchs. Die Vögel nehmen ihre Nahrung hauptsächlich vom Boden auf. Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern, die 22-24 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel sind mit 8 Wochen flügge (DE GRAHL, 1979).

Der wissenschaftliche Name des Inkakakadus nimmt Bezug auf den Londoner Ornithologen, Präparator und Naturalienhändler Benjamin Leadbeater (1760–1837) (STRUNDEN, 1984).

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
REINSCHMIDT, M. (2006)

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)  
STRUNDEN, H. (1984)

PD/SN - 17.07.2011; mehrfach aktualisiert

D CR 650

Gelbwangenkakadu, Kleiner Gelbhaubenkakadu

Cacatua sulphurea
Engl.: The Yellow-crested Cockatoo
Franz.: Le cacatoès soufré

218-002-001-011 cacatua sulphurea LPF MR
Gelbwangenkakadu (Cacatua sulphurea) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Der Gelbwangenkakadu war früher in seinem Verbreitungsgebiet relativ häufig. Die Bestände sind aber dramatisch zurückgegangen, vor allem im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts. Hauptgrund für den Rückgang ist hauptsächlich der Fang für den Heimtiermarkt, aber auch Abholzungen in seinem Lebensraum haben dazu beigetragen. Mittlerweile ist der Gelbwangenkakadu auf vielen Inseln ausgestorben und es existieren wahrscheinlich weniger als 7000 Tiere (2007). Die größte Population besteht noch auf Sumba, aber auch dort nimmt der Bestand stark ab, da nur noch 10% der Insel bewaldet sind.218 002 001 011 cacatua sulphurea map
Verbreitung des Gelbwangenkakadus (Cacatua sulphurea)
Dieser Kakadu wird deshalb als vom Aussterben bedroht eingestuft (Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED).

218-002-001-011 cacatua sulphurea LPF MR 15d
15 Tage alter Gelbwangenkakadu (Cacatua sulphurea) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Der internationale Handel ist seit 2005 nach CITES Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Indonesien und Osttimor: Auf den kleinen Sundainseln und Sulawesi

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Erfurt, Halle, Neuwied, Schmiding, Stuttgart, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Walsrode

218-002-001-011 cacatua sulphurea LPF MR 21 25d
21 und 25 Tage alter Gelbwangenkakadu (Cacatua sulphurea) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Besonderes:
Auch bei diesem kleinen, nur 34-35 cm langen Kakadu unterscheiden sich erwachsene Männchen und Weibchen durch die Farbe der Iris: Beim Hahn ist sie schwarz , bei der Henne rotbraun. Die Spitzaube hat gelbe, bei der Unterart citrinocristata orange Federn. Gelbwangenkakadus sind Bewohner tropischer Tieflandwälder mit einer mittleren Luftfeuchtigkeit von 80%. Werden sie z.B. in Wohnungen gehalten, wo die Luftfeuchtigkeit unter 60 % fällt, kommt es oft zu Federrupfen und ein Zoo "darf" dann die meist einzeln gehaltenen Vögel übernehmen. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern, die 24-28 Tage bebrütet werden. Die Jungen verlassen die Nasthöhle mit 10 Wochen, werden dann aber noch eine Weile von den Eltern gefüttert.

Der vermutlich erste Kakadu, der lebend nach Europa gelangt ist, war wahrscheinlich ein Gelbwangenkakadu, den Kaiser  Friedrich II von Hohenstaufen um 1240 von einem befreundeten Sultan erhielt. Erstmals beschrieben wurde der Gelbwangenkakadu als "Psittacus albus cristatus" im "Vogelbuch" des Naturforschers und Zürcher Stadtarztes Conrad GESNER, dessen erste deutsche Ausgabe 1557 bei FROSCHAUER in Zürich erschien (STRUNDEN, 1984)

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)
STRUNDEN, H. (1984)

PD/SN - 25.09.2011

D LC 650

Gelbhaubenkakadu

Cacatua galerita
Engl.: The Sulphur-crested Cockatoo
Franz.: Le cacatoès à huppe jaune

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Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita) im Zoo Neuwied © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Trotz abnehmenden Beständen gehört der Gelbhaubenkakadu nicht zu den gefährdeten Arten, da er ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat und der Rückgang noch kein kritisches Ausmaß erreicht hat (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

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Approximative Verbreitung des Gelbhaubenkakadus (Cacatua galerita); dunkelblau: autochthones Vorkommen; rot: angesiedelte Population
Verbreitung: Australien, Indonesien, Papua Neuguinea

Haltung in VdZ-Zoos: Neuwied, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz (mehrere Unterarten)

Besonderes: Erwachsene Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Farbe der Iris: Beim Hahn ist sie schwarz bis schwarzbraun, bei der Henne rotbraun. Der Tritonkakadu (Cacatua galerita triton) ist mit 45 cm etwas kleiner als die australischen Formen und hat einen breiten blauen Augenring. Gelbhaubenkakadus ernähren sich von Samen, Wurzeln, Knollen, Früchten und Insekten. An landwirtschaftlichen Kulturen (Weizen, Mais) können diese Kakadus erheblichen Schaden anrichten.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)

PD/SN - 23.03.2010; mehrfach aktualisiert

D VU 650

Brillenkakadu

Cacatua ophthalmica
Engl.: The Blue-eyed Cockatoo
Franz.: Le cacatoès aux yeux bleus

218-002-001-009 cacatua ophthalmica LPF MR
Brillenkakadu (Cacatua ophthalmica) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Der Brillenkakadu wurde 2008 als gefährdet eingestuft. Untersuchungen haben gezeigt, das die Tieflandwälder, auf die dieser Kakadu für seine Nistplätze angewiesen ist, im großen Stil gerodet werden. Es wird nun erwartet, dass dies auch mit einem starken Rückgang der Bestände verbunden ist (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

218 002 001 009 cacatua ophthalmica map
Verbreitung des Brillenkakadus (Cacatua ophthalmica)
Verbreitung: Papua Neuguinea: auf der Insel Neubritannien

Haltung in VdZ-Zoos: Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Walsrode

218-002-001-009 cacatua ophthalmica LPF MR juv
Junge Brillenkakadus (Cacatua ophthalmica) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Besonderes: Erwachsene Männchen und Weibchen dieses 48 cm langen Kakadus unterscheiden sich durch die Farbe der Iris: Beim Hahn ist sie dunkelbraun, bei der Henne rotbraun. Charakteristisch ist die "Brille", der sehr breite blaue Augenring. Die abgerundete Haube ist außen weiß, hat aber innen gelbe Federn, die man nur sieht, wenn die Haube aufgestellt wird.

Brillenkakadus besiedeln Tieflandregenwälder bis zu einer Höhe von 1000 m. Sie werden auch in Sekundärwäldern, Gärten und Parkanlagen angetgroffen. Sie ernähren sich von Früchten, Bereen, Nüssen und Insektenlarven. Das Gelege besteht aus ein bis zwei Eiern.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)
BirdLife International 2012. Cacatua ophthalmica. The IUCN Red List of Threatened Species. Version 2015.2. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 10 July 2015.

PD/SN - 25.09.2011; aktualisiert

D VU 650

Weißhaubenkakadu

Cacatua alba
Engl.: The White Cockatoo
Franz.: Le cacatoès blanc

218-002-001-002 cacatua alba LPF MR
Weißhaubenkakadu (Cacatua alba) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Der Fang und Handel mit Weißhaubenkakadus für den Heimtiermarkt hat zu einem markanten Rückgang der Bestände geführt. Waldrodungen haben zudem Verluste oder eine Verschlechterung des Lebensraums zur Folge und vereinfachen auch den Zugang für die Tierfänger in die Wälder. Der Weißhaubenkakadu wird deshalb als gefährdet eingestuft.(Rote Liste: VULNERABLE).

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Verbreitung des Weißhaubenkakadus (Cacatua alba)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Indonesien: Molukken (Halmahera und umliegende Inseln)

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Neuwied, Tallinn, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz

Besonderes: Erwachsene Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Farbe der Iris: Beim Hahn ist sie schwarz bis schwarzbraun, bei der Henne rötlichbraun. Die abgerundete weiße Haube wird bei Erregung aufgestellt. Weißhaubenkakadus ernähren sich von Früchten, Bereen, Nüssen und Sämereien. Das Gelege besteht aus zwei Eiern, die 29-30 Tage bebrütet werden. Die Jungen verlassen die Nasthöhle mit 10-11 Wochen, werden dann aber noch eine Weile von den Eltern gefüttert.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)

PD/SN - 25.09.2011; mehrfach aktualisiert

 D VU 650

Molukkenkakadu

Cacatua moluccensis
Engl.: The Salmon-crested Cockatoo
Franz.: Le cacatoès à huppe rouge 

218-002-001-008 cacatua moluccensis LPF MR ad
Molukkenkakadu-Paar (Cacatua moluccensis) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
Wie viele seiner Verwandten ist auch der Molukkenkakadu ein beliebtes Heimtier. Viele Vögel wurden deshalb für den Handel gefangen, was die Bestände stark reduziert hat. Eine weitere Gefahr stellen die Waldrodungen für den Holzhandel und den Siedlungsbau dar, welche den bereits geschrumpften Lebensraum weiter beschneiden. Da erwartet werden muss, dass die Bestandesrückgänge anhalten oder sogar zunehmen, wird dieser Kakadu als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE.

218 002 001 008 cacatua moluccensis map
Vebreitung des Molukkenkakadus (Cacatua moluccensis)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang I eingeschränkt.

Verbreitung: Indonesien: Ursprünglich auf den vier Inseln der Molukken: Seram, Ambon, Saparua und Haruku. Heute nur noch auf Seram und in einem Gebiet auf Ambon.

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Be218-002-001-008 cacatua moluccensis LPF MR juv
Junger Molukkenkakadu (Cacatua moluccensis) im Loro Parque, Tenerife © Matthias Reinschmidt, Loro Parque
rlin-Tierpark, Neuwied, Stuttgart, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz

Besonderes: Erwachsene Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Farbe der Iris: Beim Hahn ist sie schwarz , bei der Henne dunkelbraun. Beim Fliegen wechseln stets einige Flügelschläge mit einem kurzen Gleitflug ab.

Molukkenkakadus kommen in Tieflandregenwäldern bis 1000 m Höhe vor. Die höchsten Besatndesdichten werden in ungstörten Wäldern bis zu 180 m Höhe erreicht. Sie ernähren sich von Früchten, Beeren, Nüssen und vermutlich Insektenlarven sowie der Milch von Kokosnüssen. Das Gelege besteht aus 1-2 Eiern, die rund 30 Tage bebrütet werden.

Der internationale Handel stellt dank CITES heute keine Gefährdung mehr dar, aber die Vögel werden nach wie vor gefangen und auf dem indonesischen Vogelmarkt verkauft.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)
BirdLife International 2013. Cacatua moluccensis. The IUCN Red List of Threatened Species. Version 2015.2. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 10 July 2015.

PD/SN - 25.09.2011; aktualisiert

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Gelesen 5821 mal Letzte Änderung am Dienstag, 18 Oktober 2016 09:40
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