Halb- und Glanzgänse, Dampfschiffenten

Moschusente

Moschusenten, Wildform (Cairina moschata) im Tierpark Cottbus Moschusenten, Wildform (Cairina moschata) im Tierpark Cottbus
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Gänsevögel (ANSERIFORMES)
Unterordnung: Gänseverwandte (Anseres)
Familie: Enten und Gänse (Anseridae)
Unterfamilie: Gänseartige (Anserinae)
Tribus: Glanzgänse (Cairini)

Zur Gattung Cairina gehören zwei Arten, von denen eine stark gefährdet ist, sowie eine Haustierform.

D LC 650

Moschusente

Cairina moschata
Engl.: The Muscovy Duck
Franz.: Le canard musqué ou canard muet

212-002-016-003 cairina moschata wild CB PD(1)
Moschusenten, Wildform (Cairina moschata) im Tierpark Cottbus © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art hat eine enorm weite Verbreitung und einen sehr großen Bestand. Sie gilt daher nicht als gefährdet, auch wenn die Bestandestendenz abnehmend ist (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist unter CITES nicht gegegelt. 

Verbreitung: Nord-, Mittel- und Südamerika : Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Ekuador, El Salvador, Französisch Guiana, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Kolumbien, Nikaragua, Panama, 212-002-016-003 cairina moschata dom M PD(1)
Moschusente, domestizierter Erpel (Cairina moschata) im Tierpark Hellabrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay, Venezuela, Vereinigte Staaten (SW Texas). Wiederangesiedelt in Trinidad und Tobago, angesiedelt in Chile und auf Puero Rico.

Haltung in VdZ-Zoos: Cottbus, Köln, Stralsund, Walsrode

Besonderes: Typisch für die Moschusente ist die unbefiederte rote Gesichtshaut, die bei Erpeln warzenartige Auswüchse am Schnabelgrund aufweist, ferner die niedrige, aufstellbare Federhaube. Die Flügeldecken sind teilweise weiß, ansonsten ist das Gefieder 212-002-016-003 cairina moschata dom M PD(2)
Moschusenten, domestizierte Form (Cairina moschata) im Tierpark Hellabrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
schimmernd schwarz. Erpel können bis 5 kg, Enten bis 2.8 kg schwer werden. Trotz ihres hohen Gewichts sind sie gute Flieger.

Die Moschusente wurde bereits in vorkolumbianischer Zeit von den Indianern gezähmt und als Hausgeflügel gezüchtet. Bereits im frühen 16. Jahhundert wurde sie von den Spaniern nach Europa gebracht. Da sie ohne Badewasser auskommt und tropisches Klima toleriert, fand sie rasch eine weite Verbreitung in Westafrika, wohin sie durch rückwandernde Sklaven gebracht wurde, ebenso in Madagaskar und Südostasien. Die domestizierte Form (Cairina moschata f. domestica) wird auch als Warzen-, Türken- oder Flugente bezeichnet, auf Französisch Canard de Barbarie (Berberente). Es gibt schwere und leichte Rassen sowie verschiedene Farbschläge. Erpel können bis 7 kg, Enten bis 5 kg schwer werden.

Literatur:
KOLBE, H. (1972)

PD - 29.07.2014; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 2422 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Dezember 2016 07:36
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