Wachsschnabelpapageien

Unzertrennliche - Agapornis

Rußköpfchen (Agapornis nigrigeniss) im Zoo Magdeburg Rußköpfchen (Agapornis nigrigeniss) im Zoo Magdeburg
Pierre Grothmann, Zoo Magdeburg

Ordnung: Papageienvögel (Psittaciformes)
Familie: Echte Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Eigentliche Papageien (Psittacinae)
Tribus: Wachsschnabelpapageien (Psittaculini)

Die Gattung Agapornis umfasst 9 Arten. Mit Ausnahme des Grünköpfchens (A. swindernianus) werden alle Arten in VdZ-Zoos gezeigt, darunter:

D VU 650

Rußköpfchen

Agapornis nigrigenis
Engl.: The Black-cheeked Lovebird
Franz.: L'inséparable à joues noires

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Rußköpfchen (Agapornis nigrigenis) im Zoo Magdeburg © Pierre Grothmann, Zoo Magdeburg
Das Rußköpfchen hat ein kleines Verbreitungsgebiet und einen kleinen, abnehmenden Bestand. Deshalb wird es als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE).

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Approximative Verbreitung des Rußköpfchens (Agapornis nigrigenis)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Südliches Afrika: Sambia, möglicherweise auch Botsuana, Namibia (Ost-Caprivi) und Zimbabwe

Haltung in VdZ-Zoos: Basel, Bern, Gelsenkirchen, Hamm, Heidelberg, Magdeburg, Neuwied, Osnabrück, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Walsrode

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Rußköpfchen (Agapornis nigrigenis) im Zoo Magdeburg © Pierre Grothmann, Zoo Magdeburg
Besonderes: Das Rußköpfchen wurde erst 1904 in der Nähe der Viktoriafälle entdeckt und 1906 von P. S. SCLATER wissenschaftlich beschrieben. Es besiedelt feuchtere Bereiche, hauptsächlich im Mopaniwald (Colophospermum mopane), und der Bestandesrückgang dürfte damit zusammenhängen, dass das Klima in seinem Verbreitungsgebiet trockener wird. Rußköpfchen benötigen offenes Oberflächenwasser, da sie zweimal täglich trinken müssen. Während der Trockenzeit verschieben sich die Populationen daher teils Richtung Sambesi, teils Richtung Kafue.

Literatur:
DE GRAHL, W. (1979)
STRUNDEN, H. (1984)

PD - 14.08.2013; mehrfach aktualisiert

 

D LC 650

Schwarzköpfchen

Agapornis personatus
Engl.: The Yellow-collared Lovebird
Franz.: L'inséparable masqué

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Schwarzköpfchen (Agapornis personatus) im Tierpark Hellabrunn, München © Peter Dollinger, VdZ
Die Schwarzköpfchen haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Die Gesamtpopulation ist nicht bekannt, aber es ist ein häufiger Vogel und die Bestände scheinen stabil zu sein. Deshalb wird die Art  als nicht gefährdet eingestuft (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Schwarzköpfchens (Agapornis personatus)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Ostafrika: Tansania, eingeführt in Burundi und Kenia

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen,  Neuwied, 218-003-003-006 agapornis personata hella PD
Schwarzköpfchen (Agapornis personatus) im Tierpark Hellabrunn, München © Peter Dollinger, VdZ
Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Ueckermünde, Wien-Schönbrunn

Besonderes: Schwarzköpfchen und Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri) wurden 1977 anlässlich einer Expedition von Pangani zum Viktoriasee von von Gustav Adolf FISCHER aus Barmen entdeckt, der sich später als Arzt in  Sansibar niederließ. Wissenschaftlich beschrieben wurden die beiden Arten von Anton REICHENOW, der am Naturkundemuseum zu Berlin tätig war, ab 1988 als Leiter von dessen ornithologischer Abteilung.

Literatur:
STRUNDEN, H. (1984)

PD / SN - 12.10.2010; mehrfach aktualisiert

 

D LC 650

Rosenköpfchen

Agapornis roseicollis
Engl.: The Rosy-faced Lovebird
Franz.: L'inséparable rosegorge

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Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) im Zoo Basel © Zoo Basel
Die Rosenköpfchen haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Die Gesamtpopulation ist nicht bekannt, sie nimmt vermutlich etwas ab, aber nicht ausreichend, um die Art als gefährdet einzustufen (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Rosenköpfchens (Agapornis roseicollis)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Südliches Afrika: Angola, Namibia, Südafrika. Eingeführt in Puerto Rico.

Haltung in VdZ-Zoos: Aachen, Augsburg, Berlin-Tierpark, Hamm, Linz, Neuwied, Teneriffa-Puerto-de-la-Cruz, Ueckermünde

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Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) im Zoo Basel © Zoo Basel
Besonderes; Die Rosenköpfchen sind im englischen Sprachraum auch als „Lovebirds“ bekannt und ihre Gattung trägt den Namen die Unzertrennlichen. Diesen Namen erhielten die Tiere durch ihre Fähigkeit, eine lebenslange Paarbindung aufrecht zu erhalten. In der Gruppe kommt es zwar oft zu Zänkereien, jedoch ist immer ein liebevoller Umgang mit dem Partner zu beobachten.

Im Etoschahaus des Basler Zoos wurden Rosenköpfchen zusammen mit Siedelwebern, Borstenhörnchen und Klippschliefern gehalten. (Zoo Basel)

PD - 04.05.2013; mehrfach aktualisiert

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