Hopfe und Nashornvögel

Hornraben

Nördlicher Hornrabe (Bucorvus abyssinicus), ZOOM Gelsenkirchen Nördlicher Hornrabe (Bucorvus abyssinicus), ZOOM Gelsenkirchen
ZOOM Gelsenkirchen

Ordnung: Rackenvögel (Coraciiformes)
Unterordnung Hopfe und Nashornvögel (Bucerotes)
Familie: Nashornvögel (Bucerotidae)

Zur Gattungen der Hornraben gehören zwei Arten, wovon eine gefährdet ist. Diese werden beide  in VdZ-Zoos gezeigt.

D LC 650

Nördlicher Hornrabe

Bucorvus abyssinicus
Engl.: The Northern, or Abyssinian, Ground-hornbill
Franz.: Le grand calao, ou bucorve d'Abyssinie

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Nördlicher Hornrabe (Bucorvus abyssinicus) im Tierpark Hellabrunn, München © Peter Dollinger, VdZ
Der Nördliche Hornrabe hat ein großes Verbreitungsgebiet, und die Gesamtpopulation scheint trotz kleiner Bestandesdichte stabil zu sein. Er gehört deshalb nicht zu den gefährdeten Arten (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Afrika südlich der Sahara bis Uganda und DR Kongo : Äthiopien, Benin, Burkina Faso, DR Kongo, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Mali, Mauritanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Gelsenkirchen, Hamburg, München, Stuttgart, Tallinn, Walsrode, Wien-Schönbrunn

Besonderes: Bei Nördlichen oder Sudan-Hornraben ist die unbefiederte Gesichtshaut blau, der ebenfalls unbefiederte, aufblasbare Kehlsack beim Hahn blau und rot, bei der Henne blau. Der Schnabel ist schwarz mit einem gelben bis orangefarbenen Fleck an der Basis des Oberschnabels. Gebrütet wird in Baumhöhlen, vorzugsweise von Baobabs (Adansonia digitata), seltener in Felshöhlen. Das Gelege besteht aus 1-2 Eiern, die 37-41 Tage bebrütet werden. Die Jungen werden mit etwa 90 Tagen flügge. Das Weibchen bleibt im Nest bis die Jungvögel 3-5 Wochen alt sind.

Literatur:
GRUMMT, W. & STREHLOW, H. (2009)
        
PD/SN 29.08.2010; mehrfach aktualisiert

D VU 650

Südlicher Hornrabe

Bucorvus leadbeateri (= cafer)
Engl.: The Southern Ground-hornbill
Franz.: Le calao terrestre du sud ou bucorve du sud

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Südlicher Hornrabe (Bucorvus leadbeateri) im Vogelpark Marlow © Peter Dollinger, VdZ
Wegen kontinuierlicher Bestandesabnahme in den letzten Jahren, namentlich in Südafrika,  wird der Südliche Hornrabe seit 2010 von der IUCN als gefährdet taxiert (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Verbreitung: Südliches Afrika, vom südlichen Kenia bis nach Südafrika : Angola, Botswana, Burundi, DR Kongo, Kenia, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Swasiland, Tansania, Uganda

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Zoo, Cottbus, Dresden, Duisburg, Heidelberg, Köln, Krefeld, Leipzig, Marlow, Münster, Neuwied

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Südlicher Hornrabe, Motiv auf Briemarke, Südafrika
Besonderes: Beim Hahn des Südlichen Hornraben ist die unbefiederte Gesichts- und Kehlhaut leuchtend rot, bei der Henne rot mit blauem Fleck.

Der Südliche Hornrabe lebt in Paaren oder Gruppen. Er sucht seine Nahrung - große Insekten, Reptilien, Jungvögel und Kleinsäugetiere - am Boden, wobei sich die Vögel zum Töten von Schlangen oft zusammentun. Brutzeit ist von September bis November. Genistet wird in Baum- oder Felshöhlen. Das brütende Weibchen wird vom Partner gefüttert, jedoch nicht eingemauert und kann das Nest verlassen, um sich selbst Nahrung zu suchen. Es werden zwei schmutzig-weiße Eier von 74 x 51 mm gelegt, die 40 Tage lang bebrütet werden. Die Jungen verlassen das Nest mit 33 Tagen. (GINN et al., 1999)

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
HÜBNER, St. (1999)

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 2001)
GINN, P.J., McILLERON, W.G. & MILSTEIN, P. le S. (1999)
GRUMMT, W. & STREHLOW, H. (2009)

PD/SN - 10.07.2010; mehrfach aktualisiert

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