Habichtartige

Kappengeier

Kappengeier (Necrosyrtes monachus) im Zoo Neunkirchen Kappengeier (Necrosyrtes monachus) im Zoo Neunkirchen
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Taggreife(Falconiformes)
Unterordnung: Habichtartige und Fischadler (Accipitres)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)

Der Kappengeier bildet eine monotypische Gattung.

D CR 650

Kappengeier

Neocrosyrtes monachus
Engl.: The Hooded Vulture
Franz.: Le vautour charognard

213-003-047-001 necrosyrtes monachus NKN PD2
Kappengeier (Necrosyrtes monachus) im Zoo Neunkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Als Folge illegaler Abschüsse, des Einsatzes von Gift zur Raubzeugbekämpfung sowie von Lebensraumverlust nehmen die Bestände des Kappengeiers offenbar massiv ab und umfassen heute weniger als 200'000 Individuen. Die Art wurde daher 2011 als stark gefährdet und 2015 als vom Aussterben bedroht eingestuft (Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED).

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Bonner Konvention über wandernde Tierarten.

213 003 047 001 necrosyrtes monachus BerlinZoo KR
Kappengeier (Necrosyrtes monachus) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin
Verbreitung: Afrika südlich der Sahara : Angola, Äthiopien, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo Dem., Liberia, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Südsudan, Sudan, Swasiland, Tansania, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik. Irrgäste im Maghreb.

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Neunkirchen

Besonderes: Eine kleine Geierart, etwa vom Kaliber des Schmutzgeiers, mit dem er bisweilen in dieselbe Gattung gestellt wird. Mit seinem feinen Schnabel kann er noch Fleisch zwischen den Knochen von Kadavern herauspulen, die bereits von größeren Geiern abgefressen worden sind. Ferner fängt er Insekten und duchsucht Fäkalien nach Fressbarem. Gebrütet wird meist nach der Regenzeit, hauptsächlich in belaubtem Astwerk von Bäumen, seltener an Felsen oder Gebäuden. Das einzige Ei wird während 48-54 Tagen berütet. Das Küken wird mit 89-130 Tagen flügge und wird dann von den Eltern noch etwea vier Monate lang betreut.

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1994)

PD - 29.11.2014; aktualisiert

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Gelesen 1947 mal Letzte Änderung am Samstag, 24 September 2016 17:07
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