Archiv 2014

Politik und Gesellschaft im November 2014

Vorführung in Neudelfinarium des Duisburger Zoos Vorführung in Neudelfinarium des Duisburger Zoos
Pressefoto Zoo Duisburg

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Presseauskunftsersuchen nach dem Landespressegesetz Bayern zu Vorkommnissen im Tiergarten Nürnberg

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Delfine als Ersatzreligion - mit ektiererischem Eifer attackieren "Delfinschützer" die Haltung dieser Meeressäuger im Zoo und schrecken auch vor falschen Behauptungen nicht zurück © Tiergarten Nürnberg
26.11.2014 – Nürnberg. Ende Oktober 2014 erhielt das Presseamt der Stadt Nürnberg ein Presseauskunftsersuchen mit acht Fragen zu Vorgängen im Tiergarten der Stadt Nürnberg.

Die Fragen basieren vermutlich auf Informationen aus einem internen städtischen Dokument, das vom Tiergarten der Stadt Nürnberg für eine verwaltungsinterne Information und Diskussion im Jahr 2012 erstellt wurde. Die so entstandenen Fragestellungen nehmen Bezug auf tatsächliche Vorkommnisse, über die der Tiergarten z. T. schon in der Öffentlichkeit berichtet hat und über solche, über die der Tiergarten nur stadtintern berichtet hat. Das Auskunftsersuchen nach dem Landespresserecht ist keiner journalistischen Recherche geschuldet, sondern Teil der Kampagne einer Tierrechtsorganisation gegen Zoos, die offenbar Zugriff auf internen Schriftverkehr der Stadt Nürnberg hat.

Der Tiergarten kann und darf das ursprüngliche Dokument nicht veröffentlichen, da dort u. a. auch sensible Personaldaten und Rechtsfragen gestreift werden, die als Betriebsgeheimnis einzustufen sind.

Mit Interesse verfolgt der Tiergarten die Kampagnen von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen gegen Zoologische Gärten allgemein und den Tiergarten Nürnberg im Besonderen. Legt man den Grundsatz der Unteilbarkeit des Tierschutzes einer Betrachtung der Qualität unterschiedlicher Haltungssysteme von Tieren in Deutschland zugrunde, dann rangieren die Haltungssysteme, das Management, die Betreuungsintensität und die für alle Bürger gegebene Transparenz der Tierhaltungen in Zoologischen Gärten unzweifelhaft auf der Skala ganz oben.

Aus externer Sicht mögen interne Informationen aus Behörden und Betrieben ein wertvoller Glücksgriff sein. Im Falle des Tiergartens bieten sie aber keinen Stoff für Enthüllungen:

  • Die Beckenfuge ist sichtbar und jeder Bürger kann überprüfen, ob sie verschlossen wurde oder nicht. Auch der abgesenkte Wasserspiegel ist sichtbar. Die Lagune ist öffentlich. Der Salzwasseraustritt im Jahr 2011 hat ein Waldstück des Tiergartens geschädigt, was jeder Besucher sehen kann. Der Tiergarten ist seiner Anzeigepflicht des Umweltschadens unverzüglich nachgekommen.
  • Ozon ist ein gefährliches Gas, dessen unkontrollierter Austritt selbstverständlich ein nicht zu unterschätzendes bautechnisches Problem mit hohem Gefahrenpotential darstellt. Dass es zu einem derartigen Baumangel in der Lagune gekommen ist, hat weder etwas mit schlechter Tierhaltung noch mit unverantwortlichem Handeln des Tiergartens zu tun
  • Auch andere Probleme bei der Inbetriebnahme der wassertechnischen Anlagen unterliegen diesem Muster. Der Tiergarten hatte mit massivsten Problemen zu kämpfen, die er zum Glück ohne große Tierverluste mit enormem Einsatz immer noch rechtzeitig beheben konnte. Dabei hat der Tiergarten mit großer Fairness nie andere Beteiligte öffentlich bezichtigt und wird dies auch künftig nicht tun.
  • Alle individuell erfassbaren Todesfälle werden vom Tiergarten öffentlich gemacht. Jede gesundheitliche Beeinträchtigung von Tieren wird erfasst und überwacht und bei Bedarf behandelt, wie das Beispiel der Welse und Pacus im Manatibecken zeigt.

Der Tiergarten beherbergt auf seinem Gebiet die Technik mehrerer Wasserwerke, eigene Brunnen, eigene Werkstätten, die Infrastruktur eines normalen Dorfes und darüber hinaus über 2000 Tiere, die ebenso wie alle technische Anlagen Gefahrenpotentiale bergen. Der Tiergarten ist strukturiert wie ein mittelständisches Unternehmen, das die Technik und Einwohner eines Dorfes mit zuweilen bis zu 15.000 Besuchern am Tag nicht nur verwaltet, sondern beschäftigt, versorgt und organisiert. In entsprechender Häufigkeit und entsprechendem Ausmaß hat dieser Betrieb auch mit Problemen fertig zu werden.

Dass eine interne Diskussion um solche Probleme, die eine dermaßen komplexe und vielfältige Aufgabe naturgemäß auch beinhaltet, missbraucht werden soll, legt den Verdacht nahe, dass es hierbei nicht um die Sache und schon gar nicht um das Wohl von Tieren geht. Der Tiergarten setzt seine Mittel und Kräfte für das Wohlergehen seiner Tiere ein und gehört mit seiner Arbeit zu den wichtigsten Artenschutzeinrichtungen der Region.

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200.000 Euro für Orang-Utan Buschi

Sparkasse Osnabrück und Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück unterstützen Menschenaffenhaus

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Osnabrücker Sparkassen überreichen dem Zoo Check für Menschenaffenhaus. Pressefoto Zoo Osnabrück
12.11.2014 - Osnabrück. Orang-Utan Buschi im Zoo Osnabrück hat Grund zur Freude: 200.000 Euro spenden die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück für sein neues Zuhause. Zur Spendenscheckübergabe stellte der Zoo das Modell des modernisierten Menschenaffenhauses vor.

„Mithilfe von Orang-Utan Busch und anderen Zootieren erfahren viele Schüler und andere Zoobesucher, warum der Regenwald bedroht ist und was wir hier dagegen tun können. Der Bildungsauftrag ist eine wichtige Aufgabe der Zoos. Dafür ist es aber auch wichtig, dass die Zootiere gut untergebracht sind, nur dann funktioniert die Wissensvermittlung. Und dabei unterstützen wir gerne“, berichtet Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück. Er überreichte den symbolischen Spendenscheck gemeinsam mit Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, und Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück. „Der Zoo Osnabrück ist ein Leuchtturm der Region und lockt Menschen aus dem Ruhrgebiet oder den Niederlanden zu uns. Davon profitiert die gesamte Region und deswegen ist es wichtig den Zoo zu unterstützen“, so Landrat Lübbersmann. Oberbürgermeister Griesert betonte die Wichtigkeit des Zoos für Osnabrück: „Der Zoo ist für viele Osnabrücker ein besonderes Highlight. Insbesondere für Familien bietet er ein attraktives Ausflugsziel.“ Zoopräsident Reinhard Sliwka bedankte sich überschwänglich für das außerordentliche Engagement: „Wir freuen uns sehr, dass die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück uns bei der Spendenaktion ‚Wir für Buschi’ so großzügig unterstützen. Buschi ist ein wahrer Publikumsliebling. Deswegen können auch alle für Buschis Zuhause spenden – wir freuen uns über jeden Cent.“ Das modernisierte Haus wird im Stile des benachbarten Affentempels und Tigertempelgartens in eine Tempelruine verwandelt – zurückerobert von der Natur. Der Umbau wird 1,4 Millionen Euro kosten und soll bis zur Zoosaison 2016 abgeschlossen sein.

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Der neue Clemenshof begeistert die Besucher des Kölner Zoos

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Gänse im Clemenshof. Bild: www.koeln.de
06.11.2013 - Köln. Die unabhängige Besucherbefragung des Deutschen Institut für Marketing (DIM) im Kölner Zoo verdeutlicht eine hohe Zufriedenheit der Besucher mit den Angeboten des Zoos. Insgesamt erfährt der Zoo seit 2010 auf der Basis von 1532 Befragten mit einer Gesamtnote von 1,76 eine sehr positive Beurteilung. Die hohe Zufriedenheit bestätigt sich zudem dadurch, dass 96,3 Prozent der Besucher den Zoo Freunden, Bekannten oder der Familie weiterempfehlen würden.

Das Deutsche Institut für Marketing hat auch in diesem Herbst – in einer jährlich wiederholten Besucherbefragung – über 430 Besucher des Kölner Zoos zu ihren Meinungen und Einstellungen bezüglich verschiedener Aspekte des Kölner Zoos befragt. Die Befragung zeigt einmal mehr, dass die intensiven Bemühungen des Zoos, sich immer weiter zu verbessern, erfolgreich sind. Das liegt auch daran, dass die Wünsche der Besucher erfasst und anschließend konsequent umgesetzt werden. So konnten die Besucherbefragungen der letzten Jahre einen immer größeren Wunsch der Besucher nach einem "Streichelzoo" mit heimischen Tieren identifizieren. Des Weiteren wurde deutlich, dass es im Bereich der Gastronomie Verbesserungspotenzial gibt. Dem ist der Zoo, durch den Bau des neuen Clemenshofs und der Renovierung des ZOO Restaurants nachgekommen.

Das zeigt Wirkung: In der Gesamtzufriedenheit konnte sich der Kölner Zoo auf sehr hohem Niveau weiter verbessern. Der neue Clemenshof wird von den Zoobesuchern sehr gut angenommen und mit einer Gesamtnote von 1,69 auf sehr hohem Niveau beurteilt. Auch der Aussage, dass der Clemenshof die Attraktivität des Zoos weiter steigern konnte, stimmen in diesem Jahr 93 Prozent der Besucher zu. Die Gastronomie erfährt die beste Bewertung seit vielen Jahren und wird mit einer Note von 2,23 im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiver wahrgenommen. Insgesamt geben 96,3 Prozent der Besucher an, den Kölner Zoo an Bekannte und Verwandte weiterempfehlen zu wollen. Auch der Eindruck, dass sich der Kölner Zoo in den letzten Jahren positiv entwickelt hat, wird von 91,0 Prozent der Besucher geteilt.

Im Rahmen der Studie wurde, neben der Gesamtzufriedenheit und der Weiterempfehlungsabsicht, unter anderem die Meinung zur Tierhaltung, Kinderfreundlichkeit, Gastronomie und zum Zoo-Shop abgefragt. Auch die Kinderfreundlichkeit schneidet mit einer Gesamtnote von 1,58 erneut sehr gut ab, hierzu trägt der 2013 eröffnete Spielplatz am Elefantengehege bei, der von den Besuchern sehr gelobt wurde. Auch andere Aspekte des Kölner Zoos beurteilen die Besucher sehr positiv. So werden unter anderem die Vielfalt an Tieren (Gesamtnote 1,66), die Infotafeln an den Gehegen (Gesamtnote 1,62) und die Sanitären Anlagen (Gesamtnote 1,91) positiv hervorgehoben. Insbesondere die Parkplatzsituation wird mit einer Gesamtnote von M = 2,30, auf statistisch hochsignifikantem Niveau, wesentlich besser als im Vorjahr beurteilt.


Der Vorstand des Kölner Zoos, Christopher Landsberg, kommentiert das Ergebnis der Studie wie folgt: „Die Tatsache, dass wir uns im Vergleich zum letzten Jahr weiter steigern konnten, freut uns sehr. Es zeigt sich, dass unsere stetigen Weiterentwicklungen, wie der neue Clemenshof und das neu renovierte Zoorestaurant, gut von den Besuchern angenommen werden.“ Der Geschäftsführer des Deutschen Institut für Marketing, Prof. Dr. Michael Bernecker, zieht folgendes Fazit: „Als Freund des Kölner Zoos freue ich mich sehr über das positive Ergebnis der Befragung. Diese Ergebnisse sind das Resultat eines effektiven und konstruktiven Umgangs mit den Befragungsergebnissen. Zudem freut es mich als Pate des Esels Michel im Clemenshof ganz besonders zu sehen, wie gut der Clemenshof von den Besuchern angenommen wird.“

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NRW-Partnerzoos begrüßen die Entscheidung des Landtags zur Delfinhaltung

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Der für das Publikum sichtbare Teil des Neudelfinariums in Duisburg © Zoo Duisburg
04.11.2014 - Duisburg. Die NRW-Partnerzoos begrüßen die Entscheidung des zuständigen Ausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags zur Haltung von Delfinen vom 29. Oktober. Mit ihrer Ablehnung eines Haltungsverbotes haben die Abgeordneten ein wichtiges Signal für die Arbeit der Zoologischen Gärten gegeben, die nicht nur für die Erholung ihrer Gäste da sind, sondern insbesondere auch wichtige Aufgaben in den Bereichen Bildung, Forschung sowie Natur- und Artenschutz übernehmen. Die NRW-Partnerzoos freuen sich, dass diese wichtigen Funktionen Zoologischer Gärten von der politischen Mehrheit im Land anerkannt und getragen werden. Ebenso erfreulich ist die damit verbundene Einschätzung, dass die Zoos in NRW den ihnen anvertrauten Tieren eine angemessene art- und tiergerechte Haltung und Pflege zukommen lassen, was ebenso zum Selbstverständnis der Zoologischen Gärten gehört wie die kontinuierliche Arbeit an weiteren Verbesserungen der Tierhaltung und –pflege.

Die 11 NRW-Partnerzoos übernehmen wie alle Zoologischen Gärten wichtige Aufgaben in den Bereichen Erholung, Bildung, Forschung, Natur- und Artenschutz. Für das „Zoo-Land“ Nordrhein-Westfalen sind sie aber auch ein wichtiger Faktor z.B. für die Wirtschaft und den Tourismus. Weitere Informationen zu den NRW-Partnerzoos sind im Internet abrufbar über die Seite der Partnerzoos www.partnerzoo.de.

Gelesen 1657 mal Letzte Änderung am Montag, 19 Januar 2015 09:37
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