Finken

Grünfink

Grünfink (Carduelis = Chloris chloris) im Natur- und Tierpark Goldau Grünfink (Carduelis = Chloris chloris) im Natur- und Tierpark Goldau
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Oscines)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilien: Stieglitzartige (Carduelinae)

D LC 650

Grünfink, Grünling

Carduelis chloris
Engl.: The European Greenfinch
Franz.: Le verdier d'Europe

227-048-004-007 chloris goldau PD1
Grünfink (Carduelis = Chloris chloris) im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Grünfink hat eine außerordentlich weite Verbreitung und ist sehr häufig, somit nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, sie ist nicht in den Anhängen zur Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) aufgeführt.

Verbreitung: Europa: Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und 227-048-004-007 chloris stamp
Grünfink-Motiv auf Briefmarken, Belgien, Spanien
Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Gibraltar, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien ehem Jug. Rep., Malta, Moldawien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland, Zypern, Gastvogel auf den Färöern und Island.
West- und Zentralasien: Afghanistan, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Saudi Arabien, Syrien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan
Nordafrika: Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko, Tunesien,

Eingeführt in Australien, Neuseeland und Uruguay, von dort aus Areal ev. nach Argentinien ausgeweitet

Haltung in VdZ-Zoos: Der Grünfink kommt freilebend in den meisten Zoos vor. Volierenhaltungen in Aachen, Goldau, Tallinn, Wuppertal

Besonderes: Grünfinken sind Standvögel oder Kurzstreckenzieher (bis etwa 3'000 km). Bei uns kommen sie ganzjährig, als Durchzügler oder als Wintergäste vor. Im Alpenraum brüten sie  bis auf einer Höhe von 2'000 m. Früher ein seltener und lokaler Brutvogel, hat sich der Grünfink zu einem Kulturfolger entwickelt und gehört heute mit zu den häufigsten Vögeln der Dörfer und Städte, wo er nebst Zoos Parkanlagen und Friedhöfe zum Teil in hoher Dichte besiedelt. So wurden z.B. in einem Lausanner Friedhof von 6.3 ha31 Brutpaare festfestellt (SCHMID et al., 1998). In Deutschland gibt es zwischen 2 und 4 Millionen Brutpaare, in der Schweiz zwischen 80 und 150'000. (MAUMARY et al., 2007).

Literatur:
DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 2010)
MAUMARY, L. et al. (2007)
PFORR, M. & LIMBRUNNER, A. (1991) 
SCHMID, H., R. LUDER, B. NAEF-DAENZER, R. GRAF & N. ZBINDEN (1998)

PD - 01.12.2009; mehrfach aktualisiert

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