Schildkröten

Papua-Weichschildkröte - Carettochelys

Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) im Aquazoo Düsseldorf Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) im Aquazoo Düsseldorf
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsbergerschildkröten (Cryptodira)
Familie: Papua-Weichschildkröten (Carettochelyidae)

Die Familie besteht aus einer Gattung mit nur einer Art. Diese wird in VdZ-Zoos gehalten. 

D VU 650
Papua-Weichschildkröte

Carettochelys insculpta 
Engl.: The Pig-nosed Turtle or Fly River Turtle 
Franz.: La tortue à nez de cochon
        
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Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) im Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Papua-Weichschildkröte wird in Papua-Neuguinea lokal stark für Nahrungszwecke genutzt (Tiere und Eier) und von West-Papua aus für den Tierhandel exportiert. In Australien leidet sie zudem unter Lebensraumverlust. Die Bestände haben in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen und die Art gilt heute als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

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Approximative Verbreitung der Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta)
Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt

Verbreitung: Nord-Australien (Northern Territory: Einzugsgebiete des Victoria-, Daly-, und Alligator-Rivers, ev. weitere sowie Teile von Queensland), Indonesien (südliches Irian Jaya) und südliches Papua-Neuguinea

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Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) im Kölner Zoo © Klaus Rudloff, Berlin
Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig, Stuttgart, Wien-Haus-des-Meeres   

Besonderes: Die Papua-Weichschildkröte bewohnt unterschiedliche Lebensräume, wie Flüsse, Seen, Mündungsgebiete, Lagunen und Sümpfe. Sie nistet auf Sandbänken, an sandigen Flussufern und Sandstränden. Sie ernährt sich von Blättern, Früchten und Samen der Ufervegetation, von Wasserpflanzen, Mollusken, Krebstieren, Fischen, Kleinsäugern und Aas.

Das Gelege besteht aus 15-30 etwa 4 cm langen Eiern. Bei einer Umgebungstemperatur von 28 °C schlüpfen die Jungen nach 109-110 Tagen. Anders als bei den Erwachsenen ist ihr Rückenpanzer mit einem Mittelkiel versehen (ROGNER, 2008).

Literatur:
ROGNER, M. (2008)

PD - 16.05.2010; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 3366 mal Letzte Änderung am Montag, 05 September 2016 11:25
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