Krustenechsen

Skorpions-Krustenechse

Skorpions-Krustenechse (Heloderma horridum) im Zoo Zürich Skorpions-Krustenechse (Heloderma horridum) im Zoo Zürich
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Waranartige (Platynota)
Familie: Krustenechsen (Helodermatidae)

Die Familie der Helodermatidae besteht aus der Gattung Heloderma mit zwei Arten, von denen eine potenziell gefährdet ist. Beide Arten werden in VdZ-Zoos gehalten.

D LC 650

Skorpions-Krustenechse

Heloderma horridum
Engl.: The Beaded lizard
Franz L'héloderme granuleux

303-009-001-001 heloderma horridum zrh PD (14)
Skorpions-Krustenechse (Heloderma horridum) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft (Rote Liste: LEAST CONCERN), ist jedoch nicht häufig und steht sowohl in Mexiko wie in Guatemala unter Schutz. Die beiden Unterarten alvarezi und charlesbogerti haben nur ein kleines Verbreitungsgebiet.

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Approximative Verbreitung der Skorpions-Krustenechse (Heloderma horridum)
Die Art ist in CITES Anhang II aufgeführt, die Unterart charlesbogerti in Anhang I.

Verbreitung und Unterarten:
Heloderma horridum horridum - Südliches Mexiko von Sinaloa bis Oaxaca.
Heloderma horridum alvarezi - Mexiko, in einem kleinen Gebiet in Chiapas.
Heloderma horridum exasperatum - Nördliches Mexiko von Sonora bis Sinaloa.
Heloderma horridum charlesbogerti - Guatemala

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo-Aquarium, Kronberg; H.h.exasperatum: Basel, Darmstadt, Düsseldorf, Hamburg, Neuwied, Saarbrücken, Stuttgart, Zürich;
H.h. horridum: Stuttgart

Für beide Krustenechsenarten gibt es ein europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP, seit 1989).

Besonderes: Die Krustenechsen-Arten sind vermutlich die einzigen Echsen mit Giftzähnen. Anders als bei Giftschlangen befinden sich diese im Unterkiefer. Die gelappte Giftdrüse ist von aussen als Schwellung des Unterkiefers zu erkennen. Beim Kauen der Nahrung, die aus jungen Säugetieren, Vögeln und Reptilien besteht, wird das Gift passiv aus den Giftdrüsen gepresst und in die Wunden der Beute einmassiert. An kühlen Tagen sind die Skorpions-Krustenechsen auch tagsüber zu sehen, bei hohen Temperaturen kommen sie nur nachts aus ihrem Bau. Das Gelege besteht aus 8-10 Eiern.

Dem Zoo Zürich gelang im Jahr 1996 die europäische Erstzucht der Rio Fuerte-Krustenechse,  H. h. exasperatum (SCHÜRER, 2012).

Literatur:
O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2001)  
SCHÜRER, U. (2012)
WERMUTH, H. (1970)

PD/SN - 03.05.2009; mehrfach aktualisiert

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