Schlangen

Rautenpythons - Morelia

Grüner Baumpython (Morelia viridis) im Zoo Basel Grüner Baumpython (Morelia viridis) im Zoo Basel
Thomas Jermann, Basel

Überfamilie: Wühl- und Riesenschlangenartige (Boidea)
Familie: Pythons (Pythonidae)

Die Gattung Morelia bestand früher aus nur einer Art. Heute sind es deren 8-9, darunter der früher in einer eigenen Gattung (Chondropython) geführte Grüne Baumpython. Vier Arten werden in VdZ-Zoos gehalten.

Rautenpython (Morelia spilota)
Grüner Baumpython (Morelia (Chondropython) viridis)

D LC 650

Rautenpython

Morelia spilota
Engl.: The Diamond Python or Carpet Python
Franz.: Le python tapis

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Rautenpython (Morelia spilota variegata) im Zoo Basel © Thomas Jermann, Zoo Basel
Der Rautenpython, von dem es mehrere Unterarten gibt, ist zwar stellenweise gefährdet, wird jedoch aufgrund seines großen Verbreitungsgebiet und seiner Fähigkeit, sich an unterschiedliche Lebensräume anzupassen auf Artniveau nicht als gefährdet angesehen (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Rautenpythons (Morelia spilota)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

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Rautenpython (Morelia spilota) im Tierpark Bochum © Tierpark Bochum
Verbreitung: Australasien : Australien, Indonesien (Irian Jaya), Papua-Neuguinea

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Bochum, Darmstadt, Frankfurt, Hamburg, Köln, Nürnberg, Osnabrück  
        
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Rautenpython (Morelia spilota variegata) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Besonderes:
Der Rauten- oder Teppichpython wird meist 2-3, ausnahmsweise bis 4 m lang und zeichnet sich durch eine extrem variable Färbung aus. Gegenwärtig werden 7-9 Unterarten anerkannt (REPTILE DATA BASE), darunter: M. s.imbricata  aus dem südlichen Westaustralien, M. s. spilota  vom Küstengebiet von New South Wales und der "Teppichpython", M. s. variegata, aus Nordwestaustralien, dem Northern Territory, Nordwest-Queensland, Bathurst Island, Melville Island, Groote Eylandt Wie bei vielen anderen Schlangen hat die wissenschaftliche Bezeichnung mehrfach geändert, so waren früher z.B. die Namen Morelia argus  und Morelia spilotes  in Gebrauch.

Teppichpythons fressen ein breites Spektrum von Säuger- und Vogelarten, u.a. Fuchkusus (Trichosurus vulpecula). Die Weibchen legen bis zu 18 Eier, aus denen nach ca. 40 Tagen die etwa 30 cm langen Jungtiere schlüpfen (MEHRTENS, 1993).

Literatur und Internetquellen:
MEHRTENS, J. M. (1993)  

REPTILE DATA BASE

PD/SN - 22.11.2011; mehrfach aktualisiert

D LC 650

Grüner Baumpython

Morelia (Chondropython) viridis
Engl.: The Green Tree Python
Franz.: Le python vert

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Junge Grüne Baumpythons (Morelia viridis) im Zoo Augsburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Es ist nicht bekannt, ob das Sammeln von Grünen Baumpythons Auswirkungen auf die Bestände hat, Die Art wird wird jedoch aufgrund ihres großen Verbreitungsgebiet nicht als gefährdet angesehen (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des Grünen Baumpythons (Morelia viridis)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Australasien : Australien, Indonesien (Irian Jaya), Papua-Neuguinea

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Grüner Baumpython (Morelia viridis) im Zoo Basel © Thomas Jermann, Zoo Basel
Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo-Aquarium, Bern, Bochum, Dresden, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Halle, Hamburg, Köln, München, Münster, Neunkirchen, Neuwied, Saarbrücken, Stuttgart, Tallinn, Wien-Haus-des-Meeres, Wuppertal

Besonderes: Wie alle Pythons ist der Grüne Baumpython eierlegend. Ein Gelege besteht aus bis zu 35 Eiern, die vom Weibchen bewacht und bebrütet werden. Die meisten der frischgeschlüpften Baumpythons sind zitronengelb gefärbt und erinnern dadurch in ihrer natürlichen Umgebung an abgestorbene Blätter, wobei die braune Rückenzeichnung sogar die Blattrippen andeutet. Nach etwa einem Jahr wird die typische grüne Färbung der erwachsenen Tiere angenommen.

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Grüner Baumpython im Tiergarten Straubing © Wolfgang Peter, TG Straubing
Eine ähnliche Umfärbumg der Jungtiere, die dort allerdings ziegelrot gefärbt sind, gibt es bei der Grünen Hundskopfboa, einer südamerikanischen Art, die sowohl in Lebensweise als auch in Körperform und -farbe eine konvergente Entwicklung durchgemacht hat, d.h. dem Grünen Baumpython bis in alle Einzelheiten gleicht, ohne mit ihm näher verwandt zu sein (MEHRTENS, 1993).

Literatur:
MEHRTENS, J. M. (1993)

PD/SN - 22.11.2011; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 4383 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Dezember 2016 08:48
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