Krokodile

Krokodilkaiman

Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) im Zoo Schmiding Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) im Zoo Schmiding
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Krokodile (Crocodylia)
Familie: Alligatoren und Kaimane (Alligatoridae)

Die Gattung Caiman wurde früher in zwei und wird heute in drei Arten unterteilt, die alle in VdZ-Zoos gehalten werden.

D LC 650

Krokodilkaiman, Brillenkaiman

Caiman crocodilus
Engl.: The Common Caiman, Spectacled Caiman
Franz.: Le caiman commun ou caiman à lunettes

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Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) im Zoo Schmiding © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Obwohl die Bestände in einigen Gebieten stark verkleinert oder sogar ausgelöscht wurden, ist die Gesamtpopulation noch immer sehr groß und der Krokodilkaiman an sich noch weit verbreitet. Er wird deshalb als nicht gefährdet eingestuft (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung von Krokodilkaiman (Caiman crocodilus; dunkelblau) und Südlichem Krokodilkaiman (Caiman yacare; rot)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt. Der internationale Handel mit der Unterart Caiman crocodilus apaporiensis (Rio-Apaporis-Brillenkaiman, Kolumbien) wird nach CITES Anhang I eingeschränkt.

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Junger Krokodilkaiman im Zoo-Aquarium Berlin © Bröseke, Zoo Berlin
Verbreitung: Zentral- und Südamerika: von Mexiko bis Peru, Bolivien und Brasilien

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo-Aquarium, Düsseldorf, Linz, Neuwied, Nürnberg, Osnabrück, Rostock, Schmiding

Besonderes: Als maximale Länge des dämmerungs- und nachtaktiven Krokodilkaimans werden 2.70 Meter angegeben. Die Tiere werden aber meist aber nur 1.70 bis 2 Meter lang (WERMUTH & FUCHS, 1983). Die Bezeichnung "Brillenkaiman" kommt daher, das sich zwischen den vorderen Augenwinkeln eine Querleiste befindet, die dem Steg einer Brille gleicht (NIETZKE, 1972).

Wie im Zoo Berlin festgestellt wurde (WARKENTIN & KESSNER, 2011), sind die Eier des Krokodilkaimans 58-65 mm lang und haben einen Durchmesser von 34-36 cm. Bei einer Bebrütungstemperatur von 29.5ºC schlüpften die Jungen nach 87 Tagen. Der Dotter war beim Schlupf schon vollständig resorbiert, die Jungtiere hatten eine Länge von 20 bzw. 23 cm und ein Gewicht von 30 bzw. 35 g. Im Alter von zehn Tagen begannen sie, Heimchen und Fische zu jagen.

Literatur:
NIETZKE, G. (1972)
WARKENTIN, T. & KESSNER, R. (2011)
WERMUTH, H. & FUCHS, K.-H. (1983)

PD/SN - 15.05.2010; mehrfach aktualisiert

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