Andere Gliedertiere (Arthropoda)

Webspinnen

Seidenspinne (Nephila sp), Aquazoo Düsseldorf Seidenspinne (Nephila sp), Aquazoo Düsseldorf
© PS

Zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida) zählen etwa 100'000 bekannte Arten von Spinnen, Skorpionen und Milben,  die sich auf 10 oder 11 Ordnungen verteilen. Über 43'000 Arten sind Webspinnen, die auf 112 Familien verteilt sind. In der Roten Liste der IUCN sind 32 Arten Webspinnen erfasst.

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Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
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Gattung: Acanthoscurria

Weissknie-Vogelspinne (Acanthoscurria geniculata), Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Weissknie-Vogelspinne (Acanthoscurria geniculata), Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Weißknie-Vogelspinne
Acanthoscurria geniculata
Engl.: The Giant Brazilian White-knee
Franz.: La mygale à genoux blancs

Verbreitung: Brasilien

Haltung in VDZ-Zoos: z.B. Bern, Köln, Linz

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Gattung: Aphonopelma

Gestreifte Guatemala-Vogelspinne (Aphonopelma seemanni), Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gestreifte Guatemala-Vogelspinne (Aphonopelma seemanni), Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gestreifte Guatemala-Vogelspinne
Aphonopelma seemanni
Engl.: The Costa-Rican Zebra Tarantula
Franz.: La mygale zèbrée du Costa Rica

Verbreitung: Mittelamerika

Haltung in VDZ-Zoos: z.B. Düsseldorf

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Gattung: Brachypelma

Goldrückenvogelspinne (Brachypelma boehmei), Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Goldrückenvogelspinne (Brachypelma boehmei), Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Goldrücken-Vogelspinne
Brachypelma boehmei
Engl.: The Mexican Fireleg Tarantula, Mexican Rustleg Tarantula
Franz.: La mygale mexicaine à pattes de feu

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Südwest-Mexiko

Haltung in VDZ-Zoos: z.B. Köln, Landau

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Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)

D NT 650

Mexikanische Rotknie-Vogelspinne

Brachypelma smithi
Engl.: Mexican redknee tarantula
Franz.: Mygale à genoux rouges du Mexique

Mexikanische Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi), Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Mexikanische Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi), Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Nach einer revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 1996 wird die Rotknie-Vogelspinne als potenziell gefährdet (Rote Liste: LOWER RISK / NEAR THREATENED) eingestuft.

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: An der Pazifikküste in Mexiko

Haltung in VDZ-Zoos: z.B. Basel, Landau, Linz, Stuttgart, Zürich

Besonderes: Die 14 bis 17 cm lange Rotknie-Vogelspinne besiedelt Halbwüsten. Sie ist ein Höhlenbewohner, der sich von  Insekten, kleinen Wirbeltieren und Aas ernährt. Die Art ist langlebig. Männchen werden mit etwa vier Jahren geschlechtsreif, Weibchen erst mit etwa sieben Jahren. Das Höchstalter dürfte bei 20 Jahren liegen. Ein Gelege besteht aus 200 bis 400 Eiern, die vom Weibchen in einen kugelförmig gewobenen Kokon abgelegt werden, der an einem klimatisch günstigen Ort in der Höhle gelagert wird (Text nach Zoo Zürich).

 PD - rev. 18.12.2013

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Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Seidenspinnen (Nephilidae)

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Gattung: Nephila

A nephila sp aquazoo PS
Seidenspinne (Nephila sp), Aquazoo Düsseldorf © PS
Tropische Seidenspinne
Nephila senegalensis
Engl.: Golden Orb Web Spider
Franz.: Néphile du Sénégal

Verbreitung: Westafrika

Haltung in VDZ-Zoos: z.B. Basel, Düsseldorf

Wie Seidenspinnen gehalten werden (Beispiel):
Rio Negro im Zoo Duisburg ZOOLEX Gallery

Besonderes: Es dauert nur zwei Stunden, bis das Seidenspinnenweibchen sein kunstvolles Radnetz vollendet hat. Die 12 Tausendstelmillimeter dicken Seidenfäden sind extrem reißfest und werden daher für allerlei Insekten, aber auch für kleine Vögel, zur tödlichen Falle. Einmal im Netz verankert, gibt es kein entrinnen.Die Beutetiere werden blitzschnell eingesponnen und durch einen Biss mit den scharfen Mundwerkzeugen getötet. Gleichzeitig wird mit dem Biss ein Gift injiziert, welches das Beutetier innerlich zersetzt. Ist der Hunger der Spinne klein, so dient die eingesponnene Beute als Reserve für Notzeiten (Text nach Zoo Basel).

PD - rev. 18.12.2013

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Gelesen 5986 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 08 September 2016 20:53
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