Lebensraum Zoo

Tierpark Nordhorn - Lebensraum für einheimische Tiere und Umweltpädagogik

Freifliegendes Storchenpaar auf dseinem Nest im Tierpark Nordhorn Freifliegendes Storchenpaar auf dseinem Nest im Tierpark Nordhorn
© Peter Dollinger, VdZ

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Der Naturpfad Vechteaue im Tierpark Nordhorn @ Peter Dollinger, VdZ
Der naturnah gestaltete, mit vielen einheimische Gehölzen bepflanzte Tierpark Nordhorn, zu dem auch der Teil eines Vechte-Altarms, extensiv beweidete Überschwemmungsflächen in der Vechteaue und durch einen Stelzenweg für die Besucher erschlossener Auwald gehören, ist Lebensraum vieler einheimischer Tierarten.

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Nicht aus dem Tierpark ausgebrochen sondern eingewandert: Sumpfbiber vom Naturpfad aus © Peter Dollinger, VdZ
2007 wurde der Naturlehrpfad "Vechteaue" der Öffentlichkeit übergeben  mit dem Ziel, die Besucher über die Vechteaue als Überschwemmungs- und Retentionsraum und als Mosaik aus Kultur- und Naturlandschaft zu  informieren. Er sollte Einblicke in das Gebiet gewähren ohne dass dieses durch das Eindringen der Menschen gestört oder gar zerstört würde. Der mit etlichen Informationstafelns und Lernspielen versehene „Naturpfad Vechteaue“ windet sich als hölzerner Stegweg mit rollstuhlgerechtem Gefälle am Hang hinab bis hinunter an den Rand des Gewässers und von dort in einem kleinen Bogen über die Wiese wieder hinauf zum historischen Vechtehof.

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Wiesenböschung mit Königskerzen und Luoinen im Tierpark Nordhorn © Peter Dollinger, VdZ
Die Besucher haben über den Vechtealtarm hinweg freien Blick auf die anschließende Vechteaue. Der Altarm selber ist Nahrungs- und Brutbiotop verschiedener Amphibien und an Gewässer gebundener Vogelarten, wie Kormoran, Graureiher, Stockente, Haubentaucher, Bläß- und Teichhuhn, Eisvogel sowie Sumpfrohrsänger, die alle vom Lehrpfad aus beobachtet werden können. Für Uferschwalben wurde eigens eine Brutwand angelegt.

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Im Tierpark Nordhorn wurden zahlreiche heimische Sträucher angepflanzt © Peter Dollinger, VdZ
Nicht nur in der Aue sondern verteilt über das ganze Tierparkgelände brüten zahlreiche Singvogelarten wie Schwalben, Rotkehlchen, Hausrötel und Zaunkönig. Insbesondere am Vechtehof sind immer stattliche Schwärme von Haussperlingen zu beobachten. Diese früher sehr häufigen Vögel haben in der heutigen aufgeräumten Landschaft oftmals keine idealen Lebensbedingungen mehr. Auch die Dohlen sind ein im Tierpark weit verbreiteter und immer anzutreffender Vogel. Als Höhlenbrüter nehmen sie die Nisthilfen immer gerne an.

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Die ökologische Bedeutung der Gehölze wird auf Tafeln zweisprachig erläutert © Peter Dollinger, VdZ
Nebst dem Graureiher brüten seit dem Jahr 2004 frei fliegende, wilde Weißstörche erfolgreich auf dem Vechtehof und auf der Scheune Busch an der Afrika-Savanne.  Waren es anfänglich nur 2-3 Paare, die im Frühjahr versuchten einen Nistplatz im Tierpark zu ergattern, kamen 2012 beinahe ein Dutzend Paare und bauten überall, wo sich eine Gelegenheit bot Ihre Nester. Die Zahl der Brutpaare ist seitdem noch gewachsen und der Tierpark versucht mittlerweile in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim durch das Aufstellen von Nestern in den Vechteauen außerhalb des Zoos die Tiere aus dem Parkgelände in die Naturgebiete zu locken 11 3 11 0 NOH storchenbaum PD
Ein Dutzend Storchennester auf einem einzigen Baum © Peter Dollinger, VdU
Hinzu kommen viele Störche, die sich offensichtlich nicht am Brutgeschehen beteiligen, sich aber zur Futtersuche in der Region aufhalten. Nebst den flugfähigen Störchen, die im Tierpark kein Futter erhalten, werden hier noch eine Anzahl nicht flugfähiger Vögel, zumeist Unfallopfer, betreut.

Nebst dem von den Besuchern leicht zu beobachtenden Eichhörnchen leben viele andere Kleinsäuger im Tierpark, denen man wegen ihrer nächtlichen Lebensweise kaum begegnet. Um die zahlreichen verschiedenen im Park vorkommenden Fledermausarten erleben zu können, wird jährlich eine  „Batnight“ durchgeführt

Literatur und Internetquellen:

BROCKMANN, I. & SALZERT, W. (2007)

http://www.tierpark-nordhorn.de/der-park/

06.06.2016

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Gelesen 1516 mal Letzte Änderung am Montag, 06 Juni 2016 17:01
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