Makaken

Schopfmakak

Schopfmakak, Vivarium Darmstadt Schopfmakak, Vivarium Darmstadt
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Affen und Halbaffen (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorrhini)
Teilordnung: Eigentliche Affen (Simiiformes)
Überfamilie: Altwelt- oder  Schmalnasenaffen  (Catarrhini)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus Pavianartige (Papionini)

Die Makaken sind ein weiteres Beispiel dafür, wie es durch die Aufwertung von Unterarten zu einer wundersamen Artenvermehrung kommen kann: als 1974 die erste ISIS-Taxonomie veröffentlicht wurde, waren gerade mal 12 Arten anerkannt. Mittlerweile sind es 22 (MITTERMEIER et al., 2013).  Von diesen 22 Arten ist eine potenziell gefährdet, acht sind gefährdet, fünf stark gefährdet und zwei von der Ausrottung bedroht. In VdZ-Zoos werden neun Arten gehalten.

D CR 650

Schopfmakak

Macaca nigra
Engl.: The Sulawesi Crested Macaque
Franz.: Le cynopithèque nègre ou macaque de Célèbes

Schopfmakak, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Schopfmakak, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Die Art wird als vom Aussterben bedroht eingestuft, weil sie - bedingt durch Lebensraumverlust und nicht nachhaltige Jagd - in ihrem Verbreitungsgebiet während der letzten 40 Jahren um 80 % abgenommen hat (Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED).. Allerdings gibt es eine eingeführte Population von rund 100'000 Tieren auf den Molukken.

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Indonesien (Sulawesi, Pulau Manadotua und Pulau Talise. Auf Pulau 106-008-003-008b macaca nigra map
Verbreitung des Schopfmakaks (Macaca nigra). Dunkelblau: natütliches Areal; gelb: eingeführte Population
Lembeh ausgestorben). Eingeführte Population auf Pulau Bacan (Molukken).Schopfmakak, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Schopfmakak, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Haltung in VdZ-Zoos: Darmstadt, Hamm, Neunkirchen

Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) seit 1998.

Besonderes: Das GeSchopfmakaken-Anlage, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Schopfmakaken-Anlage, Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
sicht des Schopfmakaken mit dem weit nach vorn geschobenen Kiefer, den knöchernen Backenleisten und stark ausgebildeten Orbitalbögen gleicht eher dem eines Pavians als dem eines Makaken. Der Schopfmakak wird deswegen bisweilen in eine eigene Gattung, Cynopithecus, gestellt. Er ist ein Allesfresser, bevorzugt jedoch im Allgemeinen pflanzliche Kost, soll aber in den Mangrovenwäldern auch verschiedene Kleintiere jagen.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
BUCHBAUER, P. (2001)
OERTMANN, B. (1977)

Literatur:
BERGER, G. & TYLINEK, E. (1984)£
MITTERMEIER, R.A., RYLANDS, A.B. & WILSON, D.E. (2013)

PD - 11.10.2009; mehrfach aktualisiert

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