Warane

Trauerwaran

Östlicher Trauerwaran (Varanus tristis orientalis) im Zoo-Aquarium Berlin Östlicher Trauerwaran (Varanus tristis orientalis) im Zoo-Aquarium Berlin
© Klaus Rudloff, Berlin

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Zwischenordnung: Waranartige (Platynota)
Familie: Warane (Varanidae)

D NB 650

Trauerwaran

Varanus (Odatria)  tristis
Engl.: The Black-headed Monitor
Franz.: Le varan moucheté

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Östlicher Trauerwaran (Varanus tristis orientalis) im Zoo-Aquarium Berlin © Klaus Rudloff, Berlin
Die Art ist auf der für Warane revisionsbedürftigen Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

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Approximative Verbreitung des Trauerwarans (Varanus tristtis)
Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Australien.  Größter Teil des Kontinents, fehlt im Süden und an der Ostküste von Rockhampton an südwärts. 

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo-Aquarium

Besonderes: Der Trauerwaran erreicht eine Gesamtlänge von 76 (60-80) cm. Der Schwanz ist lang und rund und ohne Mittelkiel. Die seitlich gelegenen Nasenlöcher stehen etwas näher bei der Schnauzenspitze als bei den Augen. Der Canthus rostralis, also der Winkel zwischen der flachen Kopfoberseite hinter den Augen  und der Kopfseiten von den Augen bis zur Schnauzenspitze ist stark ausgeprägt (EIDENMÜLLER, 2009).  Die Färbung variiert von blassgrau bis dunkelbraun oder schwarz, ebenso ist die Zeichnung sehr variabel, namentlich können Kopf und Hals einheitlich schwarz und ohne Fleckung sein (JENKINS & COGGER, 1986).

Der Trauerwaran kommt in Monsun- und Trockenwäldern, Savannen trockenen Strauchformationen sowie in felsigem Gelände vor. Zum Schlafen verzieht er sich unter Baumrinde, in Baumhhöhlen, Felsspalten und oft in verlassene Seglernester (WILSON & SWAN, 2013).

Trauerwarane ernähren sich hauptsächlich von Insekten und kleinen Echsen, räumen aber auch Vogelnester aus. Ihr Gelege besteht aus 4-10 weichschaligen Eiern. Bei einer Temperatur von 27-29°C schlüpfen die Jungen nach 110-130 Tagen (EIDENMÜLLER, 2009).

Taxonomie und Nomenklatur: Der Trauerwaran wurde 1839 von dem aus Thüringen stammenden, am Naturhistorischen Museum Leiden tätigen Zoologen Hermann SCHLEGEL als Monitor tristis beschrieben. Es werden zwei Unterarten anerkannt: die Nominatform in West- und Zentralaustralien und orientalis in Nord- und Nordostaustralien. Zusammen mit anderen kleinen Waranen Australasiens wird der Trauerwaran in die Untergattung Odatria gestellt (ROTTER, 1963, REPTILE DATA BASE, WARANWELT).

Literatur und Internetquellen:
EIDENMÜLLER, B. (2009)
JENKINS, R.W.G. & COGGER, H.G. (1986)
ROTTER, J. (1963)
WILSON, S. & SWAN, G. (2013)

REPTILE DATA BASE
WARANWELT

PD - 14.08.2016

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Gelesen 699 mal Letzte Änderung am Montag, 14 November 2016 10:04
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