Schildkröten

Klappschildkröten - Kinosternon

Skorpionsklappschildkröte (Kinosternon scorpioides) im Tierpark Berlin Skorpionsklappschildkröte (Kinosternon scorpioides) im Tierpark Berlin
© Klaus Rudloff, Berlin

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsbergerschildkröten (Cryptodira)
Überfamilie: Schlamm- und Tabascoschildkröten (Kinosternoidea)
Familie: Schlammschildkröten (Kinosternidae)

Zur Gattung Kinosternon zählen 18 Arten. Von den 16 durch die Rote Liste der IUCN erfassten Arten sind drei potenziell gefährdet und 2 gefährdet. In VdZ-Zoos werden zwei Arten gehalten. 

D NB 650

Skorpions-Klappschildkröte

Kinosternon scorpioides 
Engl.: The Scorpion Mud Turtle 
Franz.: La tortue scorpion
        
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Skorpionsklappschildkröte (Kinosternon scorpioides) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin
Die Skorpions-Klappschildkröte wird gegenwärtig durch die Rote Liste der IUCN nicht erfasst. In Anbetracht ihres riesigen Areals ist davon auszugehen, dass sie nicht gefährdet ist.

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Approximative Verbreitung der Skorpions-Klappschildkröte (Kinosternon scorpioides) - möglicherweise bestehen Verbreitungslücken innerhalb des dunkelbalu gefärbten Areals, siehe BERRY & IVERSON, 2011
Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt

Verbreitung: Die Skorpions-Klappschildkröte besiedelt in vier Unterarten weite Teile Mittel- und Südamerikas von Mexiko bis Nordargentinien: Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Ekuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nikaragua, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad, Venezuela

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo 

Besonderes: Die Skorpions-Klappschildkröte ist mit einer Carapaxlänge von 9-27 cm eine mittelgroße bis große Art ihrer Gattung. Bei vielen Individuen weist der variabel gefärbte Carapax drei Kiele auf. Das Plastron hat zwei Quergelenke, die es im vorderen und hinteren Bereich beweglich machen. Bei den meisten Tieren endet der Schwanz in einem hornigen Endnagel. Die Art ist stark ans Wasserleben angepasst. Sie ist in fast jeglicher Art von Gewässer zu finden. Die Tiere ernähren sich von einem weiten Spektrum wasserlebender Wirbelloser und Wirbeltiere sowie von Aas (USGS).

Die Weibchen produzieren bis fünf Gelege pro Jahr. Ein Gelege besteht aus 3-7 (1-8) Eiern (BERRY & IVERSON, 2011). Bei einer Umgebungstemperatur von 30-31°C schlüpfen die Jungen nach 112 Tagen. Bei 24-27°C entstehen zu 70-80% Männchen, bei 30°C nur Weibchen (ROGNER, 2008).

Taxonomie und Nomenklatur: Die Artbezeichnung "scorpioides" bezieht sich wohl auf den hornigen Endnagel des Schwanzes (USGS).

Literatur und Internetquellen:
BERRY, F. J. & IVERSON, J. B. (2011)
ROGNER, M. (2008) 

USGS - Nonindigenous aquatic species

PD - 25.08.2016

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Gelesen 498 mal Letzte Änderung am Freitag, 26 August 2016 13:19
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