Mangaben

Rotscheitelmangabe

Rotscheitelmangabe im Zoo Schmiding Rotscheitelmangabe im Zoo Schmiding
© PD, VDZ-Geschäftsstelle

Ordnung: Affen und Halbaffen (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorrhini)
Teilordnung: Eigentliche Affen (Simiiformes)
Überfamilie: Altwelt- oder  Schmalnasenaffen  (Catarrhini)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus Pavianartige (Papionini)

Wie bei vielen Primaten ist die Taxonomie der Mangaben umstritten. In der Roten Liste der IUCN werden unter Cercocebus sechs Arten aufgeführt. Zwei Arten gelten als gefährdet, zwei als stark gefährdet und eine Unterart als von der Ausrottung bedroht. In VdZ-Zoos werden drei Arten gezeigt.

D VU 650

Rotscheitelmangabe

Cercocebus torquatus torquatus
Engl.: The Collared Mangabey
Franz.: Le cercocèbe à collier

PM 2014-02-24 TPB mangabe
Rotscheitelmangabe (Cercocebus torquatus torquatus) mit Jungtier im Tierpark Berlin © Carlos Frey, Berlin
Die Rotscheitelmangabe ist zwar gebietsweise noch häufig, verliert aber an Lebensraum und wird nicht-nachhaltig bejagt. Die Bestände nehmen daher ab und sie wird als gefährdete Tierart (Rote Liste: VULNERABLE) eingestuft.

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Verbreitung: Westafrika von Nigeria bis Gabun

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Tierpark, 106-008-001-004A cercocebus torquatus map
Verbreitung der Rotscheitelmangabe nach Roter Liste der IUCN
Karlsruhe, München, Münster, Schmiding, Tallinn.

Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) seit 1994. Das Programm wird vom Zoo Barcelona koordiniert. Am 1.1.2013 nahmen 13 Zoos mit einem Gesamtbestand von 90 Tieren teil.

Besonderes: Rotscheitelmangaben, wegen ihres weißen Haarringes um den Hals auch Halsbandmangaben genannt, sind in den tropischen Regenwäldern der westafrikanischen Küste beheimatet, dringen mitunter aber auch in Pflanzungen der ansässigen Bauern ein und werden somit als Ernteschädlinge verfolgt. Mangaben halten sich häufig am Boden auf. Die weißen Augenlider und Schwanzspitze der Rotscheitelmangaben haben Signalwirkung im Dämmerlicht des Regenwaldes und dienen dem Gruppenzusammenhalt.

Im Tierpark Berlin wurde 2008 eine Rotscheitelmangabe geboren, deren aus dem Zoo Los Angeles stammende Mutter fast 23 Jahre alt war und zuvor schon elf Geschwister geboren hatte. Am 31.12.2012 umfasste das Europäische Zuchtbuch 90 lebende Tiere. Davon waren 18 Nachzuchten des Tierparks Berlin und 17 weitere waren die Nachkommen von Vätern, die Tierpark Berlin geboren worden waren (PAULY, 2013).

Literatur:
BERGER, G. & TYLINEK, E. (1984)
PAULY, A. (2013)

PD/SN - 06.09.2008

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Gelesen 2761 mal Letzte Änderung am Sonntag, 15 März 2015 09:46
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