Aktuelles aus den VdZ-Zoos

Tierankünfte und -abgaben im März 2017

Przewalski-Pferde Przewalski-Pferde
© Zoo Salzburg

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Zoo Salzburg: Przewalski-Stuten übersiedeln nach Belgien

Salzburg, 2.3.17. Heute Vormittag, 2. März 2017, traten die Salzburger Przewalski-Pferde ihre Reise in den belgischen Wildtierpark Domäne der Grotten von Han an.
„Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms übersiedeln unsere Tiere nun nach Belgien“, berichtet die Zoologische Leiterin Gerlinde Hillebrand. „Dort werden sie in einer großen Herde Przewalskis leben. Wir nutzen die Gelegenheit, um unseren Afrika-Bereich gemäß dem Geozoo-Prinzip auszubauen: Auf diesem Gelände errichten wir ein Afrika-Dorf, in dem afrikanischer Rinder, Ziegen und Co. zuhause sein werden.“
Der Zoo Salzburg präsentiert sich den Besuchern als sogenannter Geozoo: Tierarten leben nach ihrer geographischen Herkunft in den einzelnen Zoo-Bereichen. 140 Tierarten aus Eurasien, Südamerika, Australien und Afrika sind auf dem rund 14 Hektar großen Salzburger Zoogelände zuhause. Dieses Konzept dient einerseits dazu, dass Tierarten wie zum Beispiel Breitmaulnashörner, Grevy-Zebras und Antilopen auf einer Anlage zusammenleben. Andererseits erleben Zoogäste bei ihrem Besuch einmalige Einblicke in die Vielfalt der Tierarten der verschiedenen Kontinente. So sollen sie für den Schutz und Erhalt der verschiedenen Lebensräume und der Artenvielfalt sensibilisiert werden.

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Sumatra-Tiger ist im Katzendschungel des Zoo Frankfurt eingezogen

Frankfurt, 1.2.17. Nach 30-tägiger Quarantänezeit war es heute endlich soweit: Der neue Sumatra-Tiger VANNI ist von der Quarantänestation in den Katzendschungel umgezogen. Hier lebt er jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tigerin MALEA. Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ließ es sich nicht nehmen, sich den Neu-Frankfurter von Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch persönlich vorstellen zu lassen.
„Einen Tiger begrüßen zu können – das passiert nicht alle Tage“, freut sich Dr. Ina Hartwig. „Ich weiß, dass viele Frankfurterinnen und Frankfurter lange auf einen neuen Gefährten für Tigerin MALEA gewartet haben. Zootiere wie MALEA und VANNI sind Botschafter für ihre frei lebenden Artgenossen und stehen stellvertretend für alle Tiere in ihrem Lebensraum. Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht und der Frankfurter Zoo trägt als Teilnehmer international anerkannter Zuchtprogramme dazu bei, einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.“
Fast drei Jahre lang lebte die 15-jährige MALEA nach dem Tod von Tigerkater IBAN alleine. Da Tiger ausgesprochene Einzelgänger sind, war das auch kein Problem. Gleichwohl war sie seinerzeit sehr verträglich mit IBAN. Viermal hatten die beiden Nachwuchs zusammen. Dass MALEA und VANNI auch gut miteinander harmonieren ist nun die große Hoffnung von Zoodirektor Niekisch und seinem Team.
Der 2010 im Zoo von Rotterdam geborene Sumatra-Tiger kam am 30. Januar aus dem Tierpark Terra Natura in Benidorm in Spanien nach Frankfurt. Die Quarantänezeit hat er gut überstanden. „VANNI ist ein sehr ruhiges aber auch aufmerksames Tier. In der Quarantänestation hat er sich die Zeit oft damit vertrieben, die Passanten auf dem Barodapfad zu beobachten. Besonders spannend fand er es, wenn Hunde dabei waren. In der neuen Anlage gibt es jetzt viel für ihn zu entdecken“, so Prof. Dr. Manfred Niekisch.
Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gehören Sumatra-Tiger zu den bedrohten Tierarten. Der Aufbau einer stabilen Zoopopulation wird in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gemanagt. Mit dem Zuchtbuchkoordinator wird der Zoo abstimmen, ob und wann MALEA und VANNI Nachwuchs bekommen sollen.

Krokodilanlage erhält neuen Bewohner
Männliche Panzerechse aus Leipzig wird im November erwartet
In der seit dem Tod von Leistenkrokodil Max ungenutzten Anlage im Prof. Brandes-Haus wird
voraussichtlich im November dieses Jahres ein neues Krokodil einziehen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten
an den Absperrvorrichtungen der Anlage. Anschließend wird der zur seltenen Art der Sunda-Gaviale
zählende "De Gaulle" aus dem Zoo Leipzig nach Dresden umziehen.
De Gaulle, welcher 2012 aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen war, ist ca. 1971 geschlüpft und
etwa 4 Meter lang. Sunda-Gaviale können eine Länge von bis zu 5 Meter erreichen und kommen
ursprünglich in den Süß- und Brackwassergebieten der malaiischen Halbinsel sowie Sumatra, Borneo und
Java vor. Charakteristisch für diese Art ist ihre lange, schmale Schnauze. Mit etwa 2.500 verbliebenen
Exemplaren weltweit gelten die sich von Fisch, Reptilien, Vögeln und Säugern ernährenden Sunda-Gaviale
als vom Aussterben bedroht.
Gelesen 274 mal Letzte Änderung am Freitag, 03 März 2017 10:16
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