Aktuelles aus den VdZ-Zoos

Tierankünfte und -abgaben im März 2017

Przewalski-Pferde Przewalski-Pferde
© Zoo Salzburg

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Im Zoo Duisburg sind die Teufel los

PM 2017 03 20 DU Teufel
Beutelteufel im Zoo Duisburg © P. Schröder
Duisburg, 22.3.17. Duisburg hat seine Teufel wieder, genauer gesagt Tasmanische Beutelteufel. Vor 33 Jahren war der letzte Beutelteufel am Kaiserberg zu sehen. Diese Woche wurden nun die zwei knapp vierjährigen Brüder CAM und CURRLE von Duisburgern Tierpflegern aus Kopenhagen geholt, während in Duisburg letzte Hand an der neuen Australienanlage anlegt wurde.
Dank großzügiger finanzieller Unterstützung der Sparkasse Duisburg konnte nördlich des Koalahauses eine moderne Neuanlage für Beutelteufel geschaffen werden, bestehend aus zwei großen Außengehegen sowie angrenzenden Innenstallungen. Mit Klettermöglichkeiten, Ausgucken, Badeteichen und beheizter Schlafhöhle sowie üppiger Dekoration und Bepflanzung bieten die Anlagen den Beutelteufeln ein passendes Umfeld.
Der Tasmanische Teufel oder Beutelteufel zählt zu den bekanntesten aber auch seltensten Tierarten des australischen Kontinents. Außerhalb Australiens sind Beutelteufel nur in wenigen, ausgewählten Zoologischen Gärten zu sehen. Dem Zoo Duisburg wurde nun die Ehre zuteil, als einziger Zoo Deutschlands Beutelteufel in seinen Tierbestand aufzunehmen.
Den Besuchern werden aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in die Anlagen ermöglicht. Große Schautafeln informieren über die Biologie und den Schutzstatus der im Freiland auf Tasmanien heutzutage stark bedrohten Beutelteufel.

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Zoo Rostock um eine neue Tierart reicher

Rostock, 20.3.17. Rund 4.000 Bewohner in 380 verschiedenen Arten aus aller Welt zählt der Rostocker Zoo. Seit kurzem ist der größte Zoo an der Ostseeküste um eine Tierart reicher. In unmittelbarer Nähe zur Orang-Utan-Familie hat ein Fidschileguan sein neues Revier bezogen. Das am 6. Mai 2015 geborene Weibchen kommt aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien, der sehr erfolgreich diese stark gefährdete Tierart züchtet. Nachwuchs wird es wohlmöglich auch in Rostock geben, denn ein zweiter männlicher Fidschileguan wird Anfang Mai aus dem Kölner Zoo erwartet. Dort ist er am 9. November 2015 geschlüpft. So lange kann das Weibchen das großzügig umgebaute Terrarium in Ruhe kennenlernen.
„Fidschileguane sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen weltweit geschützt und auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet eingestuft“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die leuchtend grünen Reptilien sind vor allem durch die radikale Zerstörung der Regenwälder und das Einschleppen von Ratten und Hauskatzen vom Aussterben bedroht.“ Fidschileguane sind Baumbewohner, die im Südpazifik auf den Inselgruppen Fidschi und Tonga ihren ursprünglichen Lebensraum haben. „Die Zucht gilt als schwierig, da wird viel Fingerspitzengefühl benötigt“, so Antje Zimmermann. In Deutschland gibt es mit Rostock nur 13 und in Europa ca. 30 Tiergärten, in denen Fidschileguane beobachtet werden können.

Privatpersonen unterstützten Terrariumausbau
Die geräumige Schauvitrine im DARWINEUM hat eine Größe von etwa acht Quadratmetern bei einer Höhe von zwei Metern. Der Boden wird durch eine 30 cm hohe natürliche Substratschicht bedeckt. Die Rück- und Seitenwände des Geheges sind durch Kunstfelsen gestaltet. Das Gehege ist mit verschiedenen Kletterästen und Pflanzen ausgestattet, auf denen sich die Fidschileguane gern aufhalten. Die erforderliche Luftfeuchtigkeit von 70 bis 85 Prozent wird durch regelmäßiges Besprühen der Pflanzen und durch einen kleinen Wasserlauf erreicht. Für eine gute Belüftung sorgen Lochplatten unter der Vorderfront und in der Decke. Zusätzlich sind LED-, Wärme- und UV-Lichtquellen installiert worden, um die Regenwald-Wohlfühltemperatur von 25 bis 30°C der relativ bewegungsarmen Tiere sicherzustellen. „Der Bau des Terrariums wurde von Privatpersonen im Rahmen einer Spende finanziert. Dafür sind wir sehr dankbar“, unterstrich die Kuratorin, „da es uns ein besonderes Anliegen ist, auf gefährdete Arten aufmerksam zu machen.“ Noch sind die beiden neuen Bewohner im DARWINEUM namen- und patenlos, das könnte sich aber bald ändern, hofft die Kuratorin.

Ausgewachsene Fidschileguane erreichen eine Gesamtlänge von rund 60 bis 75 cm, wobei aber ca. drei Viertel der Länge auf den Schwanz entfallen. Die Männchen sind durch ihre charakteristischen Querstreifen in weißer oder hellblauer Farbe bereits nach dem Schlupf von den Weibchen deutlich zu unterscheiden. Auffällig sind die rotbraunen Augen und die gelben Nasenlöcher bei beiden Geschlechtern. Die Regenwaldbewohner ernähren sich in freier Natur überwiegend von Blättern. Im Zoo erhalten sie darüber hinaus auch Kräuter, Gräser, Salat und Gemüse. Nur alle zwei Wochen werden sie mit Insekten gefüttert. „Unser Neuzugang aus Wien wird momentan zur Eingewöhnung noch mit Löwenzahnblättern verwöhnt. Die mögen sie offensichtlich ausgesprochen gern.“

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Neue Eisbärin lernt Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover kennen

PM 2017 03 09 HAN Eisbaer
Eisbärin in Hannover © Erlebnis-Zoo Hannover
Hannover, 9.3.17. Wellenbad mit Salzwasser zum Schwimmen, tiefer Pool zum Tauchen, Felsen zum Klettern, Sandstrand zum Ruhen, Mulchbad zum Wälzen und putzige Nachbarn im Frack zum Beobachten:  Das neue Eisbärweibchen Milana im Erlebnis-Zoo Hannover lernt jetzt ihr Reich in der Kanadalandschaft Yukon Bay kennen.
Anfang Februar kam das siebenjährige Weibchen aus der Außenstation Volokolamsk des Moskauer Zoos auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Hannover, um hier – wenn alles gut geht – mit einem Männchen langfristig zum Erhalt ihrer bedrohten Art beizutragen.
Die ersten Wochen verbrachte Milana hinter den Kulissen, um sich in aller Ruhe einzugewöhnen und die neuen Tierpfleger kennenzulernen. Die haben inzwischen richtige Bärenbande mit der kleinen Eisbärdame geknüpft und beschreiben sie als lieb, entspannt, neugierig und verspielt. Milana liebt es, mit Treckerreifen zu spielen und kleine Bäumchen zu zerlegen.  Ihre Lieblingsleckereien: Obst (gerne Melone) und Fleisch. Ungern Fisch – und wenn, dann eher den mageren Wittling.
Bei ihrem ersten Ausflug in ihr neues Außengehege zeigten sich weitere Charaktereigenschaften des Eisbärenweibchens: ungemein unternehmenslustig und unerschrocken. Jede Ecke wurde beschnüffelt, der Mulchboden durchpflügt und mit einem beherzten Sprung wagte sie sich in die Fluten (wobei sie das Tauchen erst ein wenig üben musste). Mittlerweile beherrscht sie den Tiefgang perfekt und taucht gerne an den großen Panoramascheiben der Unterwasserwelt vorbei.
Beim Tauchen zeigt sich im plattgedrückten Fell auch das Erkennungsmerkmal des Weibchens: Wie Zauberschüler Harry Potter trägt sie ein blitzförmiges Mahl auf der Stirn. Ein Andenken aus ihrer alten Heimat, das wahrscheinlich von einem Rendezvous mit einem vorigen Verehrer stammt (den sie abblitzen lassen hat).
Ob Milana später eines der beiden Männchen im Erlebnis-Zoo – Nanuq (9) und Sprinter (9) – näher kennenlernen wird, steht noch nicht fest und wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) entschieden. 

Stark  bedroht
Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN.  Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft.
Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten. Milana ist das erste Weibchen in der Kanadalandschaft Yukon Bay, die im Mai 2010 eröffnet wurde.

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Schabrackentapir Nemo geht auf Reisen

München, 9.3.17. Der Schabrackentapir Nemo verlässt in den nächsten Tagen den Münchner Tierpark.  Er wird neuer Mitbewohner eines Tapir-Weibchens im Zoo der Stadt La Teste-de-Buch.
Nemo verlässt noch im März sein altes Zuhause und macht sich auf in eine neue Heimat, den Zoo du Bassin d’Arcachon in Frankreich. Dort soll das 22-jährige und damit schon etwas ältere Männchen der Schabrackentapir-Dame „Nurr“ Gesellschaft leisten.

In Hellabrunn lebte Nemo die meiste Zeit seines Lebens mit dem Weibchen Cora zusammen. Nachdem diese im Dezember 2016 verstarb, ist es für Nemo schön, wieder zusammen mit einem Weibchen auf einer neuen, komfortablen Anlage zu leben. Die Empfehlung für diesen Transfer kam vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Schabrackentapire.
Der Schabrackentapir, welcher in Südostasien beheimatet ist, verdankt seinen Namen seiner exotischen schwarz-weißen Fellmusterung. Diese erinnert an eine Satteldecke, welche auch Schabracke genannt wird. Die Zeichnung dient durch ihr Licht- und Schattenspiel als Tarnung. Schabrackentapire sind strikte Vegetarier und schwimmen sehr gerne. Dabei können sie ihren Rüssel wie einen Schnorchel benutzen. Außerdem gehören sie zu den Unpaarhufern, welche vorne drei und hinten jeweils vier Zehen besitzen.

Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei wird die Tierart auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Weniger als 2.500 ausgewachsene Tiere leben heute noch in ihrem natürlichen Lebensraum.
Die Hellabrunner Tapir-Anlage entspricht nicht mehr dem aktuellen Kenntnisstand der Tapir-Haltung. Deshalb hat sich der Tierpark dazu entschlossen, bis zur Fertigstellung einer geeigneten Anlage im Rahmen der Masterplan-Umsetzung keine Tapire mehr zu halten. In Zukunft plant der Tierpark die Haltung auf Flachlandtapire umzustellen. Diese werden dann in einer großen Gemeinschaftsanlage zusammen mit weiteren südamerikanischen Tierarten leben.

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Beluga im Tierpark Bern

Bern, 9.3.17. Wer kennt sie nicht, die schwarzen, fischigen Kügelchen auf Toast, mit oder ohne Zitrone? Ganz neu können Sie die „Lieferanten“ der teuren Köstlichkeit im Tierpark erleben.  
Der Beluga-Stör ist die grösste Fischart aus der Familie der Störe und gilt als einer der grössten Knochenfische überhaupt. Der europäische Hausen (Huso huso), wie er auch genannt wird, lebt im Schwarzen und im Kaspischen Meer sowie in angrenzenden grossen Strömen und war früher auch in der nördlichen Adria zu finden. Der Verlust von natürlichen Laichgründen, wie auch die Überfischung, machen die Art heute zur bedrohten Tierart.
Die geschlechtsreifen Tiere sind meist um die 2 Meter gross. Einzelne Individuen können aber auch deutlich grösser werden. Das dokumentierte Maximalgewicht wird mit 2000 kg und über 6 m angegeben. Ihre Hauptnahrung sind Weichtiere und Krebse. Fische, Wasservögel und Robben sollen angeblich nicht verschmäht werden. Seit Anfang Woche leben zwei prächtige ca. 1,5 m grosse und 40 kg schwere, imposante Exemplare im Wasserbecken der Papageitaucher-Anlage. Wir gehen davon aus, dass sie uns alle überleben werden. Das Alter erwachsener Störe wird auf ca. 100 Jahre geschätzt.

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Neuer Roter Panda im Tierpark Hellabrunn

PM 2017 03 07 MUE Panda
Rote Pandas © Tierpark Hellabrunn/Marc Müller
München, 7.3.17. Neugierig schauen die beiden Roten Pandas von ihren Ästen herunter und beobachten ihre Umgebung. Das neue Rote Panda-Männchen Justin hat sich schon gut auf seiner neuen Anlage eingelebt und versteht sich auch mit seiner Mitbewohnerin Miu prächtig. Die beiden teilen sich sogar schon einen Baum als Schlaf- und Futterplatz. Während Miu sich in ihren buschigen Schwanz einkuschelt, klettert Justin den Baum herunter, um genüsslich ein paar frische Bambusblätter zu fressen. Justin ist am 22. Juni 2016 im holländischen Safari-Park Beekse Bergen geboren und daher noch ein sehr junges Männchen, weswegen man sich frühestens in zwei Jahren Hoffnung auf Jungtiere machen kann. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist gemeinsamer Nachwuchs der beiden gewünscht.
Rote Pandas, welche auch die Spitznamen „Goldhund“ oder „Feuerfuchs“ tragen, sind dämmerungsaktiv und verbringen die meiste Zeit des Tages schlafend in Baumkronen. Sie sind im asiatischen Raum beheimatet. Durch Verlust ihres Lebensraums und Wilderei werden sie auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Nur noch etwa 10.000 Rote Pandas gibt es in den Bergwäldern des Himalayas.
Der Tierpark Hellabrunn unterstützt gemeinsam mit der Sana Kliniken Solln Sendling GmbH die Organisation „Red Panda Network“ in Nepal, welche sich für den Schutz und die Erhaltung der Roten Pandas in ihrem natürlichen Lebensraum und die Umweltbildung der Bevölkerung einsetzt.

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Zoo Salzburg: Przewalski-Stuten übersiedeln nach Belgien

Salzburg, 2.3.17. Heute Vormittag, 2. März 2017, traten die Salzburger Przewalski-Pferde ihre Reise in den belgischen Wildtierpark Domäne der Grotten von Han an.
„Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms übersiedeln unsere Tiere nun nach Belgien“, berichtet die Zoologische Leiterin Gerlinde Hillebrand. „Dort werden sie in einer großen Herde Przewalskis leben. Wir nutzen die Gelegenheit, um unseren Afrika-Bereich gemäß dem Geozoo-Prinzip auszubauen: Auf diesem Gelände errichten wir ein Afrika-Dorf, in dem afrikanischer Rinder, Ziegen und Co. zuhause sein werden.“
Der Zoo Salzburg präsentiert sich den Besuchern als sogenannter Geozoo: Tierarten leben nach ihrer geographischen Herkunft in den einzelnen Zoo-Bereichen. 140 Tierarten aus Eurasien, Südamerika, Australien und Afrika sind auf dem rund 14 Hektar großen Salzburger Zoogelände zuhause. Dieses Konzept dient einerseits dazu, dass Tierarten wie zum Beispiel Breitmaulnashörner, Grevy-Zebras und Antilopen auf einer Anlage zusammenleben. Andererseits erleben Zoogäste bei ihrem Besuch einmalige Einblicke in die Vielfalt der Tierarten der verschiedenen Kontinente. So sollen sie für den Schutz und Erhalt der verschiedenen Lebensräume und der Artenvielfalt sensibilisiert werden.

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Sumatra-Tiger ist im Katzendschungel des Zoo Frankfurt eingezogen

Frankfurt, 1.2.17. Nach 30-tägiger Quarantänezeit war es heute endlich soweit: Der neue Sumatra-Tiger VANNI ist von der Quarantänestation in den Katzendschungel umgezogen. Hier lebt er jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tigerin MALEA. Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ließ es sich nicht nehmen, sich den Neu-Frankfurter von Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch persönlich vorstellen zu lassen.
„Einen Tiger begrüßen zu können – das passiert nicht alle Tage“, freut sich Dr. Ina Hartwig. „Ich weiß, dass viele Frankfurterinnen und Frankfurter lange auf einen neuen Gefährten für Tigerin MALEA gewartet haben. Zootiere wie MALEA und VANNI sind Botschafter für ihre frei lebenden Artgenossen und stehen stellvertretend für alle Tiere in ihrem Lebensraum. Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht und der Frankfurter Zoo trägt als Teilnehmer international anerkannter Zuchtprogramme dazu bei, einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.“
Fast drei Jahre lang lebte die 15-jährige MALEA nach dem Tod von Tigerkater IBAN alleine. Da Tiger ausgesprochene Einzelgänger sind, war das auch kein Problem. Gleichwohl war sie seinerzeit sehr verträglich mit IBAN. Viermal hatten die beiden Nachwuchs zusammen. Dass MALEA und VANNI auch gut miteinander harmonieren ist nun die große Hoffnung von Zoodirektor Niekisch und seinem Team.
Der 2010 im Zoo von Rotterdam geborene Sumatra-Tiger kam am 30. Januar aus dem Tierpark Terra Natura in Benidorm in Spanien nach Frankfurt. Die Quarantänezeit hat er gut überstanden. „VANNI ist ein sehr ruhiges aber auch aufmerksames Tier. In der Quarantänestation hat er sich die Zeit oft damit vertrieben, die Passanten auf dem Barodapfad zu beobachten. Besonders spannend fand er es, wenn Hunde dabei waren. In der neuen Anlage gibt es jetzt viel für ihn zu entdecken“, so Prof. Dr. Manfred Niekisch.
Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gehören Sumatra-Tiger zu den bedrohten Tierarten. Der Aufbau einer stabilen Zoopopulation wird in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gemanagt. Mit dem Zuchtbuchkoordinator wird der Zoo abstimmen, ob und wann MALEA und VANNI Nachwuchs bekommen sollen.

Krokodilanlage erhält neuen Bewohner
Männliche Panzerechse aus Leipzig wird im November erwartet
In der seit dem Tod von Leistenkrokodil Max ungenutzten Anlage im Prof. Brandes-Haus wird
voraussichtlich im November dieses Jahres ein neues Krokodil einziehen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten
an den Absperrvorrichtungen der Anlage. Anschließend wird der zur seltenen Art der Sunda-Gaviale
zählende "De Gaulle" aus dem Zoo Leipzig nach Dresden umziehen.
De Gaulle, welcher 2012 aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen war, ist ca. 1971 geschlüpft und
etwa 4 Meter lang. Sunda-Gaviale können eine Länge von bis zu 5 Meter erreichen und kommen
ursprünglich in den Süß- und Brackwassergebieten der malaiischen Halbinsel sowie Sumatra, Borneo und
Java vor. Charakteristisch für diese Art ist ihre lange, schmale Schnauze. Mit etwa 2.500 verbliebenen
Exemplaren weltweit gelten die sich von Fisch, Reptilien, Vögeln und Säugern ernährenden Sunda-Gaviale
als vom Aussterben bedroht.
Gelesen 907 mal Letzte Änderung am Freitag, 31 März 2017 12:45
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