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Tierankünfte und -abgaben im Juni 2017

Orang-Utan Orang-Utan
© Zoo Hannover
  • Kajan und Zora reisen nach Texas

Abschied von Kajan und Zora

Hannover, 19.06.17. Orang-Utans reisen in Kürze nach Texas – Urwaldhaus am Wochenende geöffnet

Es ist ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In Kürze reisen die Orang-Utans Kajan und Zora nach Texas, USA, wo ein sonniges neues Zuhause im Zoo Fort Worth mit einer 500 m² großen Anlage mit Bachlauf, Klettergerüst, Naturbäumen und Naturboden auf die beiden wartet.

Damit sich auch die Zoobesucher von den beiden Orang-Utans verabschieden können, wird extra das Urwaldhaus am Wochenende, 17./18. Juni, geöffnet. Da das Urwaldhaus mitten in der Baustelle für die neue Themenwelt Afi Mountain liegt, ist es normalerweise nicht zugänglich. Für den Abschiedsbesuch ruhen die Arbeiten und ein sicherer Weg wird freigeräumt. „Der Abschied fällt uns sehr, sehr schwer,“ so Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, „aber wir freuen uns, dass die beiden so ein schönes neues Zuhause bekommen.“

Im Rahmen des Masterplans 2025+ wird das Urwaldhaus in die neue afrikanische Themenwelt Afi Mountain eingegliedert, in der Schimpansen, Gorillas und Drills leben. Im Zuge des Umbaus verabschiedet sich der Zoo von der Haltung der Orang-Utans, da ihre Gehege aus den 80er Jahren nicht mehr den neuesten Anforderungen entsprechen.

Der Platz für Zora und Kajan in Texas wurde in Abstimmung mit dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) über die amerikanische Erhaltungszucht-Koordination für Orang-Utans gefunden. Im 1909 gegründeten Zoo in Fort Worth leben 556 Tierarten, er ist der einzige Zoo in den Vereinigten Staaten, der alle vier Menschenaffen-Arten hält. Klaus Brunsing hat sich das neue Zuhause persönlich angesehen und das Pflegerteam kennengelernt: „Aufgrund des Klimas in Texas können die Tiere acht bis zehn Monate auf der Außenanlage leben, und die Tierpfleger sind sehr erfahren im Umgang mit Menschenaffen.“

Kajan (27) stammt aus dem Zoo Stuttgart, Zora (27) wurde in München geboren. Seit 1994 leben die beiden im Zoo Hannover. Für den dritten Orang-Utan in Hannover, Jambi (21), laufen sehr gute Gespräche mit internationalen Zoos.

Afi Mountain
Mitten im Zoo entsteht ein dichter Urwald, in dem die bedrohten Drills und quirligen Meerkatzen leben, daneben lädt eine begehbare Afrikavoliere zu einer Begegnung mit afrikanischen Vogelarten ein. Die Fertigstellung ist für August 2017 geplant, dann vereint die neue Zoo-Mitte den Gorillaberg und Kibongo, das Reich der Schimpansen, zu einer in sich geschlossenen afrikanischen Themenwelt: Afi Mountain.

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Krokodilanlage erhält neuen Bewohner
Männliche Panzerechse aus Leipzig wird im November erwartet
In der seit dem Tod von Leistenkrokodil Max ungenutzten Anlage im Prof. Brandes-Haus wird
voraussichtlich im November dieses Jahres ein neues Krokodil einziehen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten
an den Absperrvorrichtungen der Anlage. Anschließend wird der zur seltenen Art der Sunda-Gaviale
zählende "De Gaulle" aus dem Zoo Leipzig nach Dresden umziehen.
De Gaulle, welcher 2012 aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen war, ist ca. 1971 geschlüpft und
etwa 4 Meter lang. Sunda-Gaviale können eine Länge von bis zu 5 Meter erreichen und kommen
ursprünglich in den Süß- und Brackwassergebieten der malaiischen Halbinsel sowie Sumatra, Borneo und
Java vor. Charakteristisch für diese Art ist ihre lange, schmale Schnauze. Mit etwa 2.500 verbliebenen
Exemplaren weltweit gelten die sich von Fisch, Reptilien, Vögeln und Säugern ernährenden Sunda-Gaviale
als vom Aussterben bedroht.
Gelesen 247 mal Letzte Änderung am Montag, 19 Juni 2017 12:01
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